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Eine Liste der 51 Vorfälle auf einer einzigen Alltagsfahrt mit dem Fahrrad. Es sind nur Überholvorfänge im Bereich 1,4 m Abstand. Das ist in etwa die Grenze für mich, bei der ich mich außerorts unwohl fühle. Und fast alle Fahrer:innen in diesen Beispielen haben außerorts überholt.

Und das Allerallerbesteste an all diesen Beispielen: Die Anzeigen zu den meisten dieser Vorfälle würde die Bußgeldstelle der Stadt Pforzheim direkt in den Mülleimer werfen, da es maximal 30 € kosten würde (Details hier).

Nur in den Fällen, in denen auf dem Bild Gegenverkehr auf der selben Höhe zu sehen ist, würde die Bußgeldstelle meiner Information nach ein Verfahren einleiten, aber auch nur, wenn im Bild der Fahrer eindeutig erkennbar ist, und zwar qualitativ so hochwertig, dass man das Foto mit einem Passfoto abgleichen könne. Und das ist so gut wie nie der Fall und eigentlich immer nur Zufall, weil z. B. gerade die Sonne passend steht.

Fünf der Vorfälle waren in der Zuständigkeit der Bußgeldstelle Enzkreis. Doch von dort habe ich bei entsprechenden Anzeigen noch nie eine Rückmeldung bekommen.

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Am Dienstag bin ich eine schöne Fahrradtour gefahren. Eigentlich war es eine Alltagsfahrt und ich habe den Rückweg umständlicher und schöner gestaltet. Noch in Pforzheim entstand dieses Foto: Statt von Pforzheim aus direkt die L574 hoch zu fahren, fuhr ich über Büchenbronn und Engelsbrand nach Grunbach,...

Vor ein paar Tagen las ich in einem Tweet des ADFC Köln, dass nach Ansicht der Landesdatenschutzbeauftragten (NRW?) die Angabe des Namens eines Zeugen auf Verwarnungen und Bußgeldbescheiden unzulässig sei.

Dabei wird dieser Tweet genannt, der einen Link zu diesem Blogbeitrag enthält.

Da fiel mir ein, dass ich auch bereits im März 2019 eine Anfrage an den Landesdatenschutzbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Baden-Württemberg (BW) stellte und einige Tage später eine detaillierte Antwort darauf bekam. Spoiler: In BW sieht man das nicht so wie in NRW oder z. B. auch in Hessen.