In Pforzheim scheint die gängige Begrüßung von Autofahrenden gegenüber Radfahrenden das Aktivieren des Scheibenwischwassers zu sein. Ob beim Überholen, beim Entgegenkommen, es gibt so ein paar Menschen hier in der Gegend, die das jedes Mal machen. Ich erlebe das jeden Tag mehrfach.

Und ich weiß von vielen anderen Radfahrenden, dass sie das auch so erleben. Das ist also nichts, das man nur bei mir macht.

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Eine Liste der 51 Vorfälle auf einer einzigen Alltagsfahrt mit dem Fahrrad. Es sind nur Überholvorfänge im Bereich 1,4 m Abstand. Das ist in etwa die Grenze für mich, bei der ich mich außerorts unwohl fühle. Und fast alle Fahrer:innen in diesen Beispielen haben außerorts überholt.

Und das Allerallerbesteste an all diesen Beispielen: Die Anzeigen zu den meisten dieser Vorfälle würde die Bußgeldstelle der Stadt Pforzheim direkt in den Mülleimer werfen, da es maximal 30 € kosten würde (Details hier).

Nur in den Fällen, in denen auf dem Bild Gegenverkehr auf der selben Höhe zu sehen ist, würde die Bußgeldstelle meiner Information nach ein Verfahren einleiten, aber auch nur, wenn im Bild der Fahrer eindeutig erkennbar ist, und zwar qualitativ so hochwertig, dass man das Foto mit einem Passfoto abgleichen könne. Und das ist so gut wie nie der Fall und eigentlich immer nur Zufall, weil z. B. gerade die Sonne passend steht.

Fünf der Vorfälle waren in der Zuständigkeit der Bußgeldstelle Enzkreis. Doch von dort habe ich bei entsprechenden Anzeigen noch nie eine Rückmeldung bekommen.

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Ein Busfahrer hat mich mal wieder gefährdet. Er hat im Kreuzungsbereich bei durchgezogener Linie und trotz Gegenverkehr mit viel zu wenig Abstand überholt und ich bin währenddessen auch noch nach rechts ausgewichen. Sofort nach dem Überholen ist er rechts in die Haltebucht der Bushaltestelle eingebogen und war fünf Sekunden vor mir am Ziel.

Zwei Änderungen bezüglich Linkdump: Jetzt in Listenform. Weil. :) Fertig, wenns fertig ist Ich hatte mir vorgenommen, den Linkdump einmal die Woche zu veröffentlichen, weil es mir damals noch mit WordPress schwer fiel, das überhaupt zu machen. Mit meinem aktuellen Workflow ist es aber ziemlich einfach und ich kann neue...

Anfang 2021 wurde ich im Straßenverkehr von zwei Menschen angegriffen. Sie hatten auf der Landstraße trotz Gegenverkehr mit einem Motorrad dicht überholt, kurz zuvor gehupt, und dann den Abstandshalter stark verbogen.

Nach meiner Anzeige bei der Polizei bekam ich vor ein paar Wochen das Angebot, an einem Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) teilzunehmen, dem ich zustimmte.

Ich beschreibe hier, was ein TOA ist, wie es in meinem Fall abgelaufen ist, wie das Gespräch mit den Beschuldigten war und natürlich auch, was genau beim dem Vorfall passierte.

Es sind hier weder Videos noch Fotos vom Vorfall zu sehen.

Der Angriff#

Ich fuhr mit dem Fahrrad auf einer Landstraße. Es kam fast durchgehend Gegenverkehr. Jemand hupte ca. 7 – 10 Meter hinter mir. Ich hatte Angst, da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, mit was für einem Fahrzeug jemand hinter mir ist und was er damit tun würde. Überholen trotz Gegenverkehr mit einem Auto? Abdrängen von der Fahrbahn? Rechts war ein Gehweg mit angehobenem Bordstein, dorthin hätte ich nicht ausweichen können. Und es war gerade Gegenverkehr.

Mein erster Twittermarathon – #Fahrradmordor

Am 29. Juli 2021 twitterte der PHPmacher vormittags, dass die Polizei Pforzheim an diesem Tag auf ihrem Account einen Twittermarathon zur Autobahn A8 macht und schrieb, dass man unter dem Hashtag „Fahrradmordor“ alle Tweets zum beständigen Gefährden von Radfahrenden findet. Denn das ist genau das Hashtag, das ich immer verwende, wenn ich über einen Vorfall twittere.

Die spontane Idee war, einen eigenen Twittermarathon zu machen. Über die Erlebnissen, die ich an diesem einen Tag als Radfahrer in Fahrradmordor Pforzheim machen würde.

Im Mai 2020 gab es einen Vorfall auf einer Landstraße, bei dem ich vom Fahrer eines Kraftfahrzeugs mit wenig Abstand überholt wurde, während der Beifahrer mich anspuckte. Der Fahrer grinste dabei sichtlich. Das war schon während der Pandemie.

Alles auf Video#

Fahrer, Beifahrer, Kennzeichen und Verlauf der Spucke waren in den Videos meiner Kameras erkennbar.

Anzeige, Strafantrag, Bitte um Info zum Ausgang des Verfahrens#

Nur wenige Tage später, Ende Mai 2020, hatte ich den Brief mit der Anzeige an die Staatsanwaltschaft Karlsruhe (Zweigstelle Pforzheim) verschickt. Darin auch einen Strafantrag „für alle in Betracht kommenden Delikte“ und die Bitte, mich über das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens zu informieren.

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #40 – Vom Fahrer eines Lkw auf Landstraße bedrängt

Dieser Fahrer eines Lkw mit Anhänger konnte mich schon von Weitem sehen. Trotzdem hat er erst kurz hinter mir gebremst. An dieser Stelle geht die Landstraße bergauf und ein paar Meter weiter ist eine scharfe Linkskurve und auch eine Haltebucht. Trotz Gegenverkehr hat der Fahrer erst spät gebremst.