Schlagwort-Archive: Verkehr

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #26

Heute (21.6.2019) bin ich mal wieder weit weg von Pforzheim unterwegs.

1 – Ein Autofahrer überholt in einer Rechtskurve bei Gegenverkehr, bergauf und hat auch noch sein Smartphone in der Hand. Ich rufe Abstand, er schaut zurück und zeigt mir seinen Mittelfinger.

2 – Ich bereue, dass ich der Radrouten-Beschilderung gefolgt bin, um von Rutesheim nach Renningen zu kommen, statt die Landstraße zu nehmen, auf der es sogar einen begleitenden Radweg gibt. Stattdessen bin ich umständlich durch den Wald mit mehreren steilen Steigungen geführt worden. Teilweise ist die Beschilderung nicht eindeutig und an manchen Gabelungen fehlt sie komplett. Ich entscheide mich schließlich mit OsmAnd für eine Abkürzung zur Landstraße und komme an einem Punkt mitten in einer lang gezogenen Kurve heraus, wo man kaum den Verkehr einsehen kann und wo man 100 km/h fährt. Nicht schön.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #25

Heute (vom 18.6.2019) nur die Lowlights.

1 – Der Mensch, der mich potenziell Anfang April knapp und mit mindestens 150 km/h überholt hatte, muss heute ein paar Meter in der Kurve hinter mir fahren, weil der Autofahrende direkt hinter mir nicht überholen will/kann. Als er nach gefühlten Stunden, in denen er sichtlich gealtert ist, endlich überholen kann, schließt er zu mir auf und ruft: „Fahr mal weiter rechts.“ Auch wenn ich 20 cm weiter rechts gefahren wäre, hätte der direkt hinter mir nicht überholen können und er somit auch nicht. Aber was weiß ich schon.

Noch weiter rechts wäre dann im Graben (rechte Lenkerkante ist fast über dem Strich):

Zur Erinnerung, das war dieses Auto hier (das zweite):

(Direktlink)

An seiner Stelle würde ich versuchen, gar nicht mehr in Erscheinung zu treten, schon gar nicht bei mir.

2 – Schlaukopf überholt bei Gegenverkehr und sehr knapp (Video hat keinen Ton):

(Direktlink)

3 – Held überholt mit Dauerhupe.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #24

Los geht es heute um 11:20 Uhr.

1 – Trotz freier Gegenspur überholt mich ein Motorradfahrer mit wenig Abstand und hoher Geschwindigkeit.

2 – Vor mir eine Dame auf großer Tour. Das Hinterrad ihres Fahrrads hat einen Achter, ich weise sie darauf hin und biete an, ihr den Weg zu einer nahe gelegenen Werkstatt zu zeigen, die in der Nähe ist. Sie entscheidet sich, ohne Reparatur weiterzufahren.

3 – Während ich mich von der Dame verabschiede, sehe ich einige Meter weiter, wie ein Autofahrender mit seinem dicken SUV sehr schnell vom Straßenrand losfährt, dann einem Autofahrenden rechts die Vorfahrt nimmt (der war schon fast auf der Vorfahrtsstraße) und einem Radfahrer so nahe kommt, dass dieser ausweicht und sich sichtlich aufregt. Dieser SUV (Kennzeichen bekannt) ist mir schon öfters negativ aufgefallen. Trotz dieses Manövers steht der SUV an der nächsten roten Ampel vor mir.

4 – Ein Autofahrer kann mich ohne Probleme überholen, kurz vor einer Kurve. Dabei schaltet er circa drei bis fünf Meter hinter mir die Scheibenwischanlage ein, und überholt mich dann mit wenig Abstand. Gefühlt bekomme 10 Liter Scheibenwischerwasser ab. Da auf dem Anhänger die Werbung einer Firma abgedruckt ist, rufe dort an und will erfahren, ob man intern weiß, wer gefahren ist. Zu meinem Erstaunen gibt der Chef zu, dass er selbst gefahren ist und faselt was von „es ist doch wohl meine Sache, wann ich meine Scheiben sauber mache“.

5 – Ein Autofahrender überholt mal wieder hupend auf der Landstraße.

6 – Ein Autofahrer mit Geländewagen überholt mich mit nicht wirklich viel Abstand, um 50 Meter weiter links abzubiegen. Auf dem Parkplatz spreche ich den jungen Menschen (Anfang 20) an. Er erzählt mir, ich müsse auf dem Radweg fahren. Ich frage, welchen er meint. Er zeigt mit seiner Hand „dort irgendwo“. Ich biete ihm an, dass wir zusammen ein paar Meter zurück gehen und er mir den Radweg zeigt (dort ist keiner). Er fängt an zu lachen, seine Argumente sind wohl aus. Dann gibt er mir noch mit auf den Weg, dass er das nächste Mal über mich drüber fahren werde, wenn er mich trifft und ich nicht auf dem Radweg fahre.

Nach 50 Kilometern Zuhause angekommen. Auch wieder ziemlich entspannt. Na, wieso? Richtig, wegen des Abstandshalters.

Fahrrad auf Sommer umgestellt: Lenkerstulpen abmontiert, neue Positionen für Rückspiegel und Kamera

Vor ein paar Tagen habe ich endlich die Lenkerstulpen von meinem Fahrradlenker abmontiert. Im Zuge dessen wurde auch die umstängliche, aber gut funktionierende, Halterung für den Rückspiegel unnötig. Der Rückspiegel ist jetzt wieder direkt im Lenker eingeschraubt.

Auch habe ich eine gute Stelle für die rückwärtige Kamera gefunden. Diese hängt jetzt direkt am Rückspiegel und die Kameraperspektive ist sehr gut.

Bei der ersten Fahrt fühlte sich das sehr leer und seltsam an und windig für die Hände war es auch.

Dafür kann ich jetzt wieder den Helm am Lenker aufhängen, wenn ich eine Pause mache und die Klingel ist auch besser erreichbar.

Kosten fürs Radfahren #8 – Neues Laufrad

Schon vor vielen Monaten ist klar geworden, dass ich irgendwann ein neues Hinterrad brauchen würde. Am Hinterrad hatten sich Risse an den Verbindungen zu den Speichen gebildet, die immer größer wurden.

Deshalb habe ich neues Hinterrad gekauft, bestehend aus XT-Nabe und 36 Speichen.

  • Kosten: 100 Euro (offline)
  • Zeit zum Wechseln: ca. 60 Minuten
  • Kilometerstand: 2810 km /2019
  • Ausgaben bisher: 432,75 € /2019
  • Das alte Hinterrad hat gehalten: 1,5 Jahre und geschätzt um die 11000 Kilometer

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #23

Los geht es heute leider erst um 15:49 Uhr.

1 – Ein Autofahrender überholt mich trotz Gegenverkehr mit viel Abstand und fährt in den Gegenverkehr hinein. Der entgegen kommende Autofahrende hupt mehrfach.

(Direktlink)

2 – Im Gegenverkehr fährt ein sehr großer Traktor mit Anhänger sehr langsam den Berg hoch und überholen ist nur schlecht möglich. Dahinter eine sehr lange Schlange mit vielen Fahrzeugen. Keiner hupt. Seltsam.

3 – Gegenverkehr hat Hindernis auf der Straße. Dame im Auto will trotzdem fahren und lässt es dann doch sein in letzter Sekunde.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #22

Los geht es heute um 13:39 Uhr.

1 – Wie schon öfter an dieser Stelle, parkt ein Mitarbeiter von GLS mit einem Lkw auf einem gemeinsamen Geh- und benutzungspflichtigen Radweg, sodass man ins Grün ausweichen muss. Ich spreche ihn an, er scheint mich aber überhaupt nicht zu verstehen.

2 – Ich halte kurz an, um den Abstandshalter auf maximale Länge zu montieren. Direkt neben mir hat jemand eine saubere Kunststoffverpackung liegen lassen; die nehmen wir mit.

3 – An der Ampel steht hinter mir ein Auto mit defektem Licht vorne links. Ich versuche das dem Fahrer mitzuteilen. Der scheint nicht sprechen zu können (stumm?) und versucht mir mit einer Geste mitzuteilen, dass er das bereits weiß, wie mir später erst auffallen wird :)

4 – Ich stehe an der Ampel hinter einem Laster von den Technischen Diensten Pforzheim, der mit frisch gemähtem Gras beladen ist und es riecht gut.

5 – Ich fahre wieder die Strecke den steilen Berg hoch zum Industriegebiet; hier kann man nicht überholen. Hinter mir sind ca. 5 bis 7 Autos, die ich vorlasse, indem ich rechts kurz in einer Einfahrt halte. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube der Autofahrer direkt hinter hat sich bedankt.

Als keiner mehr kommt, fahre ich weiter und nach wenigen Sekunden fährt ein Streifenwagen der Polizei hinter mir. Ein paar Meter noch müssen sie hinter mir bleiben und überholen, sobald es geht, in einem großen Bogen. Das gibt einen Daumen nach oben.

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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung ein und verweist auf sehr steile Waldwege fernab der Straße; Radfahrer sei ein Verkehrshindernis…

Ich bekam Post von der Staatsanwaltschaft wegen einer Anzeige, die ich Anfang des Jahres gegen einen Busfahrer erstattet hatte, der mich aus meiner Sicht gefährlich überholte. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, die Begründungen sind jedoch für mich und andere Menschen ganz und gar nicht nachvollziehbar.

Wie es begann

Mitte Februar 2019 nutzte ich die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg, um zwei Anzeigen zu erstatten. Daraufhin bekam ich eine E-Mail mit einem Termin, zu dem ich bei einer Dienststelle in Pforzheim vorstellig werden sollte und zu dem ich auch die von mir erwähnten beiden Videos mitzubringen hatte.

Wenige Tage später war ich bei dem Termin, mit Videos, die ich auf dem Laptop vorführte, teilweise Bild für Bild. Und mit einer DVD, die die Videos und auch Bilder aus den Videos enthielt.

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Mal wieder ein Gespräch übers Fahrradfahren geführt

Als ich vor wenigen Tagen mit dem Fahrrad unterwegs war, kam es „aus Gründen“ mal wieder zu einem Gespräch mit einem Menschen bezüglich meiner „Fahrrad-Aktivitäten“.

In dem mehrere Minuten dauernden Gespräch vertrat der Mensch die Überzeugung, dass ich andere Menschen gefährde, weil ich sie mit dem Abstandshalter in den Gegenverkehr zwinge, dass ich provokativ „in der Mitte der Straße“ fahren würde, dass ich von meinem „ich ich ich“-Denken loskommen sollte, dass ich eine Gefahr sei, und noch einiges mehr. Und er sagte auch, dass ich mich seiner Ansicht nach scheinheilig verhalten würde, weil ich von anderen erwarte, dass sie sich an Regeln halten und mich mit einem Mindestabstand überholen, während ich selbst gegen die Regeln verstieße, indem ich einen Abstandshalter am Fahrrad hätte, der mehr als 40 Zentimeter über das Rücklicht hinausragt. (Der aber nur 30 Zentimeter breiter ist als mein Lenker links.)

Zum Ende hin bot ich an, eine Webseite mit den Antworten auf seine Ansichten/Vorwürfe/Meinung zu geben, aber er lehnte ab. Er wollte mir seinem Bekunden nach nur seine Meinung sagen.

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