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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #7

Los geht es um 13:20 Uhr.

Es war eine ruhige Fahrt in die Stadt den Berg hinunter.

13:35 – An der Ampel stehend mache ich der Dame im Golf hinter mir klar, dass sie auf die Induktionsspule vorfahren muss, damit die Ampel reagiert. Sie gestikuliert etwas aggressiv, als sie merkt, dass „wir“ erst wieder bei der nächsten Schaltung grün bekommen.

13:39 – Direkt nach dem Kreisverkehr biege ich auf die linke Spur ab und der hinter mir fährt auf der rechten Spur im Abstand von nur wenigen Zentimetern vorbei, anstatt zu warten, bis ich komplett rüber bin; nur um 15m weiter neben mir an der roten Ampel zu stehen. Ich spreche ihn an. Statt sich zu entschuldigen, macht er mich darauf aufmerksam, dass ich Schuld sei, weil ich zum Linksabbiegen kein Handzeichen gegeben hätte. Den Zusammenhang habe ich bisher nicht verstanden.

13:57 – Der Autofahrende kommt ganz nah dran, trotz Gegenverkehr, und überholt knapp, während er wiederholt auf den Gehweg(?) zeigt. Im Bild sieht man, dass das Auto nicht mal die Mittellinie überfährt und auf der Gegenspur kommt ein Auto entgegen.

14:00 – Pause bis 14:25 Uhr.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #5

Anmerkung: Die Uhrzeit in den Videos zeigen noch die Sommerzeit. Habe sie im Blog dank eines Kommentars aber geändert. Danke dafür.

13:36 – Los gehts.

13:39 – Trotz freier Gegenspur überholt mich der Autofahrende mit wenig Abstand. Direkt dahinter noch einer.

14:07 – Auf der abschüssigen Landstraße will ich später rechts in den Wald abfahren und zeige deshalb schon frühzeitig ca. 200m mehrmals nacheinander Handzeichen und hoffe, dass der Sprinter hinter mir endlich seinen Abstand zu mir vergrößert. Stattdessen kommt er immer näher. Ich bin unsicher, ob ich trotzdem abfahren kann und kurz davor werde ich überholt. Danke für nichts.

14:10 – Auf der Gegenspur staut es sich, weil ein Lkw nur langsam den Berg hochfährt. Ich denke mir, die ganzen Autofahrenden dahinter müssen jetzt bitte hupen und schimpfen, weil sie nicht mit 80 hochfahren können.

14:21 – Ein Auto steht mit aktiviertem Warnblinker und eingeklappten Rückspiegeln auf dem Radweg, der auch für den Bus freigegeben ist. Schließlich muss der faule Besitzer direkt vor dem Dönerladen parken, während er gemütlich isst. Dafür bekommt er demnächst Post.

14:25 – 200m weiter parkt ein Lieferwagen vor dem eigenen Laden so, dass die Front des Autos die Hälfte des sowieso schon schmalen, benutzungspflichtigen Radweges blockiert. Und das im Kreuzungsbereich, wo man eh schon von den Autofahrenden ganz knapp überholt wird. Ich sage im Laden Bescheid, doch man sagt mir, der Fahrer sei nicht da. Ich rufe beim Amt für öffentliche Ordnung an und erkläre die Gefährlichkeit der Situation und auch, dass der Fahrer nicht da sei. Mensch am Telefon sagt mir, er schicke „vielleicht“ jemanden vorbei. 15 Minuten später fährt der Lieferwagen weg.

14:50 – Zweimal knapp überholt, Zeitersparnis jeweils um die zwei Sekunden.

14:55 – Ich komme am benutzungspflichtigen Radweg für beide Richtungen vorbei, der voll ist mit festgetretenem Laub. Mittlerweile ist das Laub auch schon nass und im Kurven- und Hügelbereich nicht gerade der Sicherheit förderlich. Ich rufe nochmal bei der Stadt an und bitte um Räumung. Vielleicht wird es jetzt endlich erledigt. Immerhin gibt es freie Kapazitäten, um die Mülleimer zu räumen. Man muss halt Prioritäten setzen.

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