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Ab in den Süden – Aktion zur Verlegung des Enztal-Radwegs in Pforzheim auf die Südseite der Enz

Update (2019-09-13): Bei der Übergabe von 300 Unterschriften an OB-Boch hat dieser zugesagt, den Radweg 2020 auf die Südseite zu verlegen.

Am Samstag, den 13. Juli 2019, gibt es eine gemeinsame Aktion von ADFC Pforzheim-Enzkreis und „Critical Mass Pforzheim“ zur Verlegung des Enztal-Radwegs in Pforzheim auf die Südseite des Flusses.

Aktuell wird der Enztal-Radweg auf der Nordseite geführt und verläuft entlang vieler Gastronomiebetriebe mit Außenbestuhlung, wodurch dieser Weg auf vielen Teilstücken sehr eng ist. Im Gegensatz dazu bietet die Südseite genügend Platz.

Oben in rot die aktuelle Route, unten in grün die angestrebte Alternative auf der Südseite:

@ by OpenStreetMap contributors

Wir brauchen bei der Aktion viele Radfahrende, die in zwei Gruppen entgegengesetzt im Kreis den aktuellen Enztalradweg und die Alternative dazu abfahren, um einen hohen Radverkehrsanteil zu simulieren. Ihr könnt auch gern mit Lastenrädern oder Anhängern usw. mitfahren.

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Zweite Kidical Mass in Pforzheim am 20. Juli 2019

Am 20. Juli 2019 wird in Pforzheim die zweite Kidical Mass stattfinden.

Im Gegensatz zur Critical Mass, die sich für die Belange aller Radfahrenden stark macht, geht es bei der Kidical Mass speziell um die Belange von Kindern und Jugendlichen beim Radfahren.

Die Hauptforderung der angemeldeten und durch die Polizei geschützten Demonstration ist es, sichere Radwege zu bauen, damit auch Kinder alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren oder die Stadt erkunden können.

Start ist um 14 Uhr am „Haus der Jugend“ beim Benckiser Park.

Hier ein Foto von der Kidical Mass im Mai bei Dauerregen und 3 °C. Man sieht, dass die Kinder trotzdem Spaß hatten. Was wird das erst für ein Spaß werden bei 25 °C und mehr und Sonne.

Einen Bericht über die erste Kidical Mass in Pforzheim im Mai 2019 gibt es hier.

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #29

1 – Ich sehe die erste E-Scooter-Fahrerin auf einem viel zu schmalen Radschmutzstreifen. Sie fährt schneller als ich und ich hole sie erst ein, als sie nach rechts abbiegt.

2 – Ich fahre links im Schmutzstreifen, weil rechts die Dooringzone ist. Ein Autofahrender überholt mit nur wenig Abstand und ich rufe Abstand. Er wird etwas langsamer und demonstriert direkt darauf deutlich, was er von Abstand hält, indem er extra nochmal fast komplett auf den Schutzstreifen drauf fährt.

3 – Ein paar Meter weiter auf dem Schutzstreifen überholt ein Gelenkbus mit wenig Abstand, um dann an der roten Ampel vor mir zu stehen. Ich spreche ihn an und sage ihm, dass sich das ja voll gelohnt habe und dass er bitte mehr Abstand halten solle. Er rief mir hinterher, ich solle doch weiter rechts fahren. Die Verantwortlichen sagen zu so etwas immer nur, die Mitarbeiter würden entsprechend geschult werden, mit genügend Abstand zu überholen. Vielleicht sollte die RVS Südwestbus mal ein paar mehr dieser speziell geschulten Mitarbeiter in Pforzheim fahren lassen.

Würde die Dame auf dem E-Scooter in dieser Situation mitbekommen, wie eine Autotüre aufginge, würde sie dasselbe machen, wie auch ein Radfahrender; ausweichen und dann vom Bus überfahren werden. Muss ja eine tolle Ausbildung sein, die man zum Fahren eines Schulbusses in Pforzheim absolvieren muss.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #28

1 – Ich werde von einem Busfahrer mit Gelenkbus bergauf unnötig knapp überholt.

2 – An einer Kreuzung „hängt“ ein Verkehrsschild schief. Es wurde vermutlich angefahren. Ich informiere die Stadtverwaltung darüber.

3 – Auf dem Gehweg parkt ein Anhänger von DHL, später kommt noch ein Lkw dazu und das ganze Gespann steht dann auf dem Gehweg.

4 – Der Fahrer eines mir bereits bekannten Autos überholt mich mal wieder mit ungenügend Abstand und aktiviert beim Überholen den Scheibenwischer.

5 – Der Fahrer eines SUV mit Anhänger überholt trotz Gegenverkehr auf der Landstraße. Er gefährdet dabei nicht nur mich wegen des geringen Abstands, sondern auch den Gegenverkehr, zu dem er sogar noch weniger Abstand hält.

(Direktlink)

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #27

1 – Es geht bergauf und ca. 25 Meter weiter oben wartet ein Autofahrender, bis ich durchfahre, obwohl er oder sie genug Zeit hätte, über meine Spur abzubiegen. Ich winke zu und will die Person vorlassen, doch sie fährt nicht. Dafür überholt der dahinter wartende Autofahrer rechts und ruft mir beim Vorbeifahren seinen Namen zu. „Idiot“ haben ihn seine Eltern genannt.

2 – Ein auch noch in Gegenrichtung auf dem Gehweg Fahrrad fahrender Opa kommt mir entgegen und zeigt mir ein „Bekloppt“-Zeichen. Ich drehe um und frage, ob ihm klar ist, dass das eine Beleidigung ist. „Es ist doch meine Sache, wann ich mir Fliegen aus dem Gesicht wische.“ sagt er. Ich will endlich wissen, was man diesen Leuten hier ins Wasser mischt, ich will das auch haben, um mich anpassen zu können.

Dann weist er mich noch auf den tollen, geschotterten und steilen Waldweg hin, den ich befahren solle statt der Landstraße. Lustig, denn da, wo er gerade herkommt, kann er auch nur auf der Landstraße gefahren sein. Das ist bestimmt einer von diesen Menschen, die sich im Auto über Fahrradfahrende beschweren, die sie auf dem Fahrrad selbst sind.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #26

Heute (21.6.2019) bin ich mal wieder weit weg von Pforzheim unterwegs.

1 – Ein Autofahrer überholt in einer Rechtskurve bei Gegenverkehr, bergauf und hat auch noch sein Smartphone in der Hand. Ich rufe Abstand, er schaut zurück und zeigt mir seinen Mittelfinger.

2 – Ich bereue, dass ich der Radrouten-Beschilderung gefolgt bin, um von Rutesheim nach Renningen zu kommen, statt die Landstraße zu nehmen, auf der es sogar einen begleitenden Radweg gibt. Stattdessen bin ich umständlich durch den Wald mit mehreren steilen Steigungen geführt worden. Teilweise ist die Beschilderung nicht eindeutig und an manchen Gabelungen fehlt sie komplett. Ich entscheide mich schließlich mit OsmAnd für eine Abkürzung zur Landstraße und komme an einem Punkt mitten in einer lang gezogenen Kurve heraus, wo man kaum den Verkehr einsehen kann und wo man 100 km/h fährt. Nicht schön.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #25

Heute (vom 18.6.2019) nur die Lowlights.

1 – Der Mensch, der mich potenziell Anfang April knapp und mit mindestens 150 km/h überholt hatte, muss heute ein paar Meter in der Kurve hinter mir fahren, weil der Autofahrende direkt hinter mir nicht überholen will/kann. Als er nach gefühlten Stunden, in denen er sichtlich gealtert ist, endlich überholen kann, schließt er zu mir auf und ruft: „Fahr mal weiter rechts.“ Auch wenn ich 20 cm weiter rechts gefahren wäre, hätte der direkt hinter mir nicht überholen können und er somit auch nicht. Aber was weiß ich schon.

Noch weiter rechts wäre dann im Graben (rechte Lenkerkante ist fast über dem Strich):

Zur Erinnerung, das war dieses Auto hier (das zweite):

(Direktlink)

An seiner Stelle würde ich versuchen, gar nicht mehr in Erscheinung zu treten, schon gar nicht bei mir.

2 – Schlaukopf überholt bei Gegenverkehr und sehr knapp (Video hat keinen Ton):

(Direktlink)

3 – Held überholt mit Dauerhupe.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #24

Los geht es heute um 11:20 Uhr.

1 – Trotz freier Gegenspur überholt mich ein Motorradfahrer mit wenig Abstand und hoher Geschwindigkeit.

2 – Vor mir eine Dame auf großer Tour. Das Hinterrad ihres Fahrrads hat einen Achter, ich weise sie darauf hin und biete an, ihr den Weg zu einer nahe gelegenen Werkstatt zu zeigen, die in der Nähe ist. Sie entscheidet sich, ohne Reparatur weiterzufahren.

3 – Während ich mich von der Dame verabschiede, sehe ich einige Meter weiter, wie ein Autofahrender mit seinem dicken SUV sehr schnell vom Straßenrand losfährt, dann einem Autofahrenden rechts die Vorfahrt nimmt (der war schon fast auf der Vorfahrtsstraße) und einem Radfahrer so nahe kommt, dass dieser ausweicht und sich sichtlich aufregt. Dieser SUV (Kennzeichen bekannt) ist mir schon öfters negativ aufgefallen. Trotz dieses Manövers steht der SUV an der nächsten roten Ampel vor mir.

4 – Ein Autofahrer kann mich ohne Probleme überholen, kurz vor einer Kurve. Dabei schaltet er circa drei bis fünf Meter hinter mir die Scheibenwischanlage ein, und überholt mich dann mit wenig Abstand. Gefühlt bekomme 10 Liter Scheibenwischerwasser ab. Da auf dem Anhänger die Werbung einer Firma abgedruckt ist, rufe dort an und will erfahren, ob man intern weiß, wer gefahren ist. Zu meinem Erstaunen gibt der Chef zu, dass er selbst gefahren ist und faselt was von „es ist doch wohl meine Sache, wann ich meine Scheiben sauber mache“.

5 – Ein Autofahrender überholt mal wieder hupend auf der Landstraße.

6 – Ein Autofahrer mit Geländewagen überholt mich mit nicht wirklich viel Abstand, um 50 Meter weiter links abzubiegen. Auf dem Parkplatz spreche ich den jungen Menschen (Anfang 20) an. Er erzählt mir, ich müsse auf dem Radweg fahren. Ich frage, welchen er meint. Er zeigt mit seiner Hand „dort irgendwo“. Ich biete ihm an, dass wir zusammen ein paar Meter zurück gehen und er mir den Radweg zeigt (dort ist keiner). Er fängt an zu lachen, seine Argumente sind wohl aus. Dann gibt er mir noch mit auf den Weg, dass er das nächste Mal über mich drüber fahren werde, wenn er mich trifft und ich nicht auf dem Radweg fahre.

Nach 50 Kilometern Zuhause angekommen. Auch wieder ziemlich entspannt. Na, wieso? Richtig, wegen des Abstandshalters.

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #23

Los geht es heute leider erst um 15:49 Uhr.

1 – Ein Autofahrender überholt mich trotz Gegenverkehr mit viel Abstand und fährt in den Gegenverkehr hinein. Der entgegen kommende Autofahrende hupt mehrfach.

(Direktlink)

2 – Im Gegenverkehr fährt ein sehr großer Traktor mit Anhänger sehr langsam den Berg hoch und überholen ist nur schlecht möglich. Dahinter eine sehr lange Schlange mit vielen Fahrzeugen. Keiner hupt. Seltsam.

3 – Gegenverkehr hat Hindernis auf der Straße. Dame im Auto will trotzdem fahren und lässt es dann doch sein in letzter Sekunde.

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