Schlagwort-Archive: Sicherheit

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #23

Los geht es heute leider erst um 15:49 Uhr.

1 – Ein Autofahrender überholt mich trotz Gegenverkehr mit viel Abstand und fährt in den Gegenverkehr hinein. Der entgegen kommende Autofahrende hupt mehrfach.

(Direktlink)

2 – Im Gegenverkehr fährt ein sehr großer Traktor mit Anhänger sehr langsam den Berg hoch und überholen ist nur schlecht möglich. Dahinter eine sehr lange Schlange mit vielen Fahrzeugen. Keiner hupt. Seltsam.

3 – Gegenverkehr hat Hindernis auf der Straße. Dame im Auto will trotzdem fahren und lässt es dann doch sein in letzter Sekunde.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #22

Los geht es heute um 13:39 Uhr.

1 – Wie schon öfter an dieser Stelle, parkt ein Mitarbeiter von GLS mit einem Lkw auf einem gemeinsamen Geh- und benutzungspflichtigen Radweg, sodass man ins Grün ausweichen muss. Ich spreche ihn an, er scheint mich aber überhaupt nicht zu verstehen.

2 – Ich halte kurz an, um den Abstandshalter auf maximale Länge zu montieren. Direkt neben mir hat jemand eine saubere Kunststoffverpackung liegen lassen; die nehmen wir mit.

3 – An der Ampel steht hinter mir ein Auto mit defektem Licht vorne links. Ich versuche das dem Fahrer mitzuteilen. Der scheint nicht sprechen zu können (stumm?) und versucht mir mit einer Geste mitzuteilen, dass er das bereits weiß, wie mir später erst auffallen wird :)

4 – Ich stehe an der Ampel hinter einem Laster von den Technischen Diensten Pforzheim, der mit frisch gemähtem Gras beladen ist und es riecht gut.

5 – Ich fahre wieder die Strecke den steilen Berg hoch zum Industriegebiet; hier kann man nicht überholen. Hinter mir sind ca. 5 bis 7 Autos, die ich vorlasse, indem ich rechts kurz in einer Einfahrt halte. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube der Autofahrer direkt hinter hat sich bedankt.

Als keiner mehr kommt, fahre ich weiter und nach wenigen Sekunden fährt ein Streifenwagen der Polizei hinter mir. Ein paar Meter noch müssen sie hinter mir bleiben und überholen, sobald es geht, in einem großen Bogen. Das gibt einen Daumen nach oben.

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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung ein und verweist auf sehr steile Waldwege fernab der Straße; Radfahrer sei ein Verkehrshindernis…

Ich bekam Post von der Staatsanwaltschaft wegen einer Anzeige, die ich Anfang des Jahres gegen einen Busfahrer erstattet hatte, der mich aus meiner Sicht gefährlich überholte. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, die Begründungen sind jedoch für mich und andere Menschen ganz und gar nicht nachvollziehbar.

Wie es begann

Mitte Februar 2019 nutzte ich die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg, um zwei Anzeigen zu erstatten. Daraufhin bekam ich eine E-Mail mit einem Termin, zu dem ich bei einer Dienststelle in Pforzheim vorstellig werden sollte und zu dem ich auch die von mir erwähnten beiden Videos mitzubringen hatte.

Wenige Tage später war ich bei dem Termin, mit Videos, die ich auf dem Laptop vorführte, teilweise Bild für Bild. Und mit einer DVD, die die Videos und auch Bilder aus den Videos enthielt.

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Mal wieder ein Gespräch übers Fahrradfahren geführt

Als ich vor wenigen Tagen mit dem Fahrrad unterwegs war, kam es „aus Gründen“ mal wieder zu einem Gespräch mit einem Menschen bezüglich meiner „Fahrrad-Aktivitäten“.

In dem mehrere Minuten dauernden Gespräch vertrat der Mensch die Überzeugung, dass ich andere Menschen gefährde, weil ich sie mit dem Abstandshalter in den Gegenverkehr zwinge, dass ich provokativ „in der Mitte der Straße“ fahren würde, dass ich von meinem „ich ich ich“-Denken loskommen sollte, dass ich eine Gefahr sei, und noch einiges mehr. Und er sagte auch, dass ich mich seiner Ansicht nach scheinheilig verhalten würde, weil ich von anderen erwarte, dass sie sich an Regeln halten und mich mit einem Mindestabstand überholen, während ich selbst gegen die Regeln verstieße, indem ich einen Abstandshalter am Fahrrad hätte, der mehr als 40 Zentimeter über das Rücklicht hinausragt. (Der aber nur 30 Zentimeter breiter ist als mein Lenker links.)

Zum Ende hin bot ich an, eine Webseite mit den Antworten auf seine Ansichten/Vorwürfe/Meinung zu geben, aber er lehnte ab. Er wollte mir seinem Bekunden nach nur seine Meinung sagen.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #21

Los geht es heute um 13:31 Uhr. Die Sonne scheint und es ist ziemlich heiß.

1 – Auf der Landstraße bergab überholt ein Autofahrender, mit mir schon bekanntem Kennzeichen, mal wieder mit zu wenig Abstand und hohem Tempo. Der einzige auf einer Strecke von bisher 10 Kilometern. Abstandshalter hilft :)

2 – Eine Bedarfsampel wird gelb, ich bremse. Der Fußgänger, der über die Straße geht, sagt „Dankeschön“. Wofür, frage ich. „Weil Sie sich an die Regeln halten.“

Da sich hinter mir gerade zwei Autos befinden fahre ich nach der Ampel kurz auf die rechte, teilweise zugeparkte Spur, um die beiden vorzulassen.

3 – Ich sehe ein einsames, an ein Geländer gekettetes und zusammengefaltetes Brompton. Will auch so eins.

4 – Vor mir fahren mehrere Radfahrende auf einem Radweg, den ich schon immer mal zeigen wollte, weil er so absurd ist. Da sie vor mir fahren, bietet es sich an, diese Fotos zu verwenden, da man die Dimensionen gut erkennen kann.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #20

Los ging es heute um 11:40 Uhr.

1 – Fahrer überholt bei Tempo 40 km/h mit wenig Abstand bei freier Gegenspur.

2 – Rechts und links neben der Fahrbahn läuft je ein Mensch in orangener Kleidung und sammelt Müll auf. Da man hier mit dem Fahrrad den Berg runter auf diesem Stück um die 50 km/h drauf haben kann, fahre ich bei freier Gegenspur fast mittig auf der Straße, um dem Arbeiter auf meiner Seite den notwendigen Respekt zu zollen und Abstand zu halten. Ich grüße freundlich und er scheint sich zu freuen :)

3 – Ein Mensch mit SUV muss unbedingt noch bei Gegenverkehr knapp überholen, um zwei Sekunden früher an der roten Ampel zu stehen.

4 – Der Drücker für die Bettelampel funktioniert wieder; habe den Defekt vor ein paar Tagen der Stadt gemeldet. Danke fürs Reparieren :)

5 – Ich mache gerade Pause. Eine Frau parkt ihr großes Auto im Kreuzungsbereich. Ich spreche sie an und sage, dass sie toll geparkt hat, sie sagt, es sei ihr völlig egal und geht weg.

6 – Gerade kam die konkretisierte Unwetterwarnung für meinen Bereich. Davor gab es nur eine Vorabinfo. Es grummelt weit weg und ich will schnell nach Hause fahren, um nicht bei Gewitter unterwegs zu sein. Ich habe Glück, es regnet nur ein bisschen, das Gewitter aber zieht hinter mir vorbei.

7 – Wieder auf der Landstraße unterwegs. Ein Golf-Fahrer überholt trotz Gegenverkehr mit wenig Abstand. Hat ihm bestimmt drei Sekunden eingebracht.

8 – Es sorgt immer wieder für herrliche Adrenalinspitzen, wenn dich ein Lkw mit Anhänger, hohem Tempo und wenig Abstand überholt.

9 – Ein Autofahrender hat mich zwar mit genügend Abstand überholt, dabei aber einen entgegenkommenden Motorradfahrer so genötigt, dass dieser vermutlich bremsen musste, bis knapp an die Begrenzungslinie ausgewichen ist und gehupt hat.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #19

Ich habe schon länger keinen Beitrag mehr geschrieben über meine Alltagserlebnisse, daher noch eine Info: Mittlerweile bekommt fast jeder, der mit viel Abstand überholt, einen Daumen hoch gezeigt. Wer zu knapp überholt, bekommt einen Daumen nach unten und wenn ich unsicher bin, dann einen Daumen in der Mitte. Ich weiß nicht, ob die das alle sehen können, aber ich denke es ist eine sinnvolle Rückmeldung.

Los ging es um 12:00 Uhr.

In einem Stadtteil wurde weiße Farbe verschüttet und ein Auto ist durchgefahren. Jetzt sieht es fast so aus, als hätten Dilettanten dort einen Radschutzstreifen aufgemalt.

Ach, es ist so herrlich einen Abstandshalter am Fahrrad zu haben. Ich bin jetzt schon in der Stadt und ohne den hätte ich schon mehrere Situationen aufzählen können, wo ich gefährdend überholt wurde. Nicht jeder hält die notwendigen 1,5 bzw. 2 Meter ein, aber doch genug, sodass ich keine Angst bekomme.

1 – An der roten Ampel hält ein Motorradfahrer neben mir und äußert sich positiv über den Abstandshalter. Ich erkläre ihm noch ein paar Details dazu und er findet es gut.

2 – Ich begegne einem Fahrradfahrer, der zunächst von der Kamera etwas irritiert ist. Als ich erkläre, dass es mir um Autofahrende geht gibt es ein kurzes Gespräch, wo er sich ziemlich über diese auslässt und von eigenen Erfahrungen erzählt.

3 – Auf einem nebeneinander liegenden Geh- und Radweg steht ein Postauto. Dieses sehe ich dort öfters und jedes Mal fährt man damit auf diesem Weg. Das Auto links parkt übrigens auch immer dort.

4 – Ich fahre eine Straße herunter. Rechts parkte gerade ein Polizeiwagen ein. Die Tür geht einen klitzekleinen Spalt auf, doch der Mensch im Auto wartet, bis ich vorbei bin. Das gibt einen Daumen hoch.

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Bericht über die erste Kidical Mass in Pforzheim am 4. Mai 2019

Am Samstag trafen wir uns in Pforzheim zur ersten Kidical Mass. Das ist abgeleitet von Critical Mass, bezieht sich aber speziell auf die Belange von Kindern. Die Hauptforderung der Demonstration ist es, sichere Radwege zu bauen, damit auch Kinder alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren oder die Stadt erkunden können.

Schon einige Tage vorher wurde klar, dass das Wetter alles andere als gut wird. Als wir uns am Samstag Nachmittag um circa 14 Uhr am Benckiserpark trafen, waren es um die drei bis fünf Grad Celsius und es regnete die ganze Zeit. Trotz dieses Wetters kamen 15 Kinder und Jugendliche und 35 Erwachsene.

Nach einer kurzen Ansprache fuhren wir, geschützt durch mehrere Polizeiautos, vom Park aus auf die Westliche Karl-Friedrich-Straße und anschließend in die Emilienstraße. Von dort weiter auf die Zerrener Straße, vorbei am Waisenhausplatz, und weiter auf den Altstädter Kirchenweg. Kurz vor dem Kappelhof drehten wir um und fuhren dieselbe Strecke zurück bis zum Marktplatz.

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Neue Parkplätze für Fahrräder vor dem Unverpackt-Laden in Pforzheim

Als ich das letzte Mal beim Unverpackt-Laden in Pforzheim war, sind mir die zwei neuen Ständer für vier Fahrräder aufgefallen.

Danke Stadtverwaltung. Bisher gab es dort nur die Möglichkeit, maximal zwei Räder am Baum zu befestigen.

Habe das natürlich auch direkt in OpenStreetMap eingetragen.

Es ist einfacher geworden, gegen Falschparker in Pforzheim vorzugehen

Ich hatte im November 2018 darüber berichtet, wie umständlich es ist, in Pforzheim Falschparker anzuzeigen. Man musste ein online nicht verfügbares PDF-Formular nutzen, es für jede Anzeige ausdrucken, ausfüllen, einscannen oder fotografieren und per E-Mail an den Gemeindlichen Vollzugsdienst schicken.

Dank einer Anfrage an die zuständige Stelle im Dezember 2018 gab es vor wenigen Tagen über Umwege eine Antwort.

Im Ergebnis verzichtet die Stadtverwaltung jetzt auf die Verwendung des PDF-Formulars. Es ist sogar möglich geworden, Anzeigen über die Wegeheld-App aufzugeben – die Stadtverwaltung habe die App geprüft. Bisher wurden solche Anzeigen ignoriert. Gleichermaßen werden auch formlose Anzeigen per E-Mail bearbeitet, sofern dieselben Informationen enthalten sind, die auch auf dem PDF-Formular abgefragt werden. Optional kann man das Formular auch weiterhin nutzen.

Anforderungen

Doch es gibt gewisse Anforderungen, die erfüllt sein müssen; diese werden folgend erläutert.

Maßvoll und zweifelsfrei

Man wünscht sich seitens der Verwaltung einen maßvollen Umgang mit Privatanzeigen, damit dieses auch von den Mitarbeitern bearbeitet werden können.

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