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Es ist einfacher geworden, gegen Falschparker in Pforzheim vorzugehen

Ich hatte im November 2018 darüber berichtet, wie umständlich es ist, in Pforzheim Falschparker anzuzeigen. Man musste ein online nicht verfügbares PDF-Formular nutzen, es für jede Anzeige ausdrucken, ausfüllen, einscannen oder fotografieren und per E-Mail an den Gemeindlichen Vollzugsdienst schicken.

Dank einer Anfrage an die zuständige Stelle im Dezember 2018 gab es vor wenigen Tagen über Umwege eine Antwort.

Im Ergebnis verzichtet die Stadtverwaltung jetzt auf die Verwendung des PDF-Formulars. Es ist sogar möglich geworden, Anzeigen über die Wegeheld-App aufzugeben – die Stadtverwaltung habe die App geprüft. Bisher wurden solche Anzeigen ignoriert. Gleichermaßen werden auch formlose Anzeigen per E-Mail bearbeitet, sofern dieselben Informationen enthalten sind, die auch auf dem PDF-Formular abgefragt werden. Optional kann man das Formular auch weiterhin nutzen.

Anforderungen

Doch es gibt gewisse Anforderungen, die erfüllt sein müssen; diese werden folgend erläutert.

Maßvoll und zweifelsfrei

Man wünscht sich seitens der Verwaltung einen maßvollen Umgang mit Privatanzeigen, damit dieses auch von den Mitarbeitern bearbeitet werden können.

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Wie man anhand von Videos und etwas Mathematik den Überholabstand ableiten kann

Ich lade hier im Blog immer wieder Bilder von Überholabständen hoch. Manchmal möchte ich wissen, wieviel oder meist wie wenig Abstand jemand auf einem bestimmten Bild zu mir gehalten hat.

Wie sich herausgestellt hat, ist dies relativ einfach zu bewerkstelligen, sofern man eine Bezugsgröße hat, z. B. die Breite der Straße oder der Fahrspur.

@mac_mario auf Mastodon hat dies zuerst auf Mastodon demonstriert und wenig später eine Anleitung in seinem Wiki veröffentlicht, die den Weg der Berechnung beschreibt. Die Anleitung gibt es unter http://wiki.fricklers.org/doku.php/abstand. Vielen Dank dafür.

Ein Beispiel

Eines der Bilder ist dieses hier.

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Es ist sehr aufwendig, Falschparker in Pforzheim anzuzeigen

Update (11. März 2018): Die Stadtverwaltung hat eingelenkt und das Verfahren ist deutlich vereinfacht worden. Details in diesem Beitrag.

Im Artikelbild parkt ein Auto mit eingeklappten Rückspiegeln kurz hinter einer Kreuzung auf einem benutzungspflichtigen Radweg, der auch vom Bus genutzt werden darf. Radfahrende werden auf die Autospur gezwungen.

Anmerkung: Mir geht es in diesem Beitrag darum, dass man eine Möglichkeit hat, diejenigen Falschparker anzuzeigen, die schwächere Verkehrsteilnehmer gefährden. Wenn z. B. ein Auto an einer Straßenecke parkt, verdeckt es die Sicht für andere Verkehrsteilnehmer. Wenn ein Auto auf dem Gehweg parkt, dann kommen Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen nicht mehr durch. Wenn jemand auf dem Radweg parkt, dann müssen Radfahrende in den Autoverkehr ausweichen, usw.

Wie zeigt man Falschparker in anderen Städten an?

In vielen anderen Städten in Deutschland ist es ziemlich einfach, Falschparker anzuzeigen. Man schreibt eine E-Mail an das Amt für öffentliche Ordnung, fügt ein paar Beweisfotos an und ein paar zusätzliche Daten wie Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Ort, Datum und die Angaben zur eigenen Person.

Noch einfacher geht es mit der App Wegeheld, die automatisch eine entsprechende E-Mail an das passende Ordnungsamt zum aktuellen Standort erstellt, die man auf dem Smartphone nur noch abschicken muss.

Nicht so in Pforzheim. Hier muss man unnötige Hürden nehmen, denn weder formlose Anzeigen per E-Mail, noch solche, die die App Wegeheld generiert, werden vom „gemeindlichen Vollzugsdienst“ in Pforzheim bearbeitet. Im Enzkreis dagegen ist das kein Problem.

Ohne Formular keine Bearbeitung

Dass solche Anzeigen in Pforzheim nicht bearbeitet werden, habe ich erst dadurch erfahren, dass man mir nach mehreren Wochen und mehreren Anzeigen per E-Mail mitgeteilt hatte, es würden nur solche Anzeigen bearbeitet, die man über ein eigenes Formular der Stadt erstatte.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #6

Anmerkung: Die Uhrzeit in den Videos zeigen noch die Sommerzeit. Habe sie im Blog dank eines Kommentars aber geändert. Danke dafür.

15:27 – Los gehts.

15:28 – Werde von einem Kleinauto knapp überholt auf der Landstraße, obwohl Gegenspur frei war. Gleich danach kommt ein Sprinter noch näher bei Überholen an mich dran.

15:30 – Die neue Kette springt in zwei Ritzeln, d. h. die sind durch. Ich fahre wieder zurück, um die alte Kette zu montieren, bis ich nächste Woche ein neues Ritzelpaket bekomme.

15:42 – Trotz Gegenverkehr überholt man mich knapp.

15:45 – Obwohl der Autofahrende der letzte von einer ganzen Reihe Überholer ist, fühlt er sich gedrängt, zu hupen, kurz bevor er mit viel Abstand überholt.

15:46 – Werde zweimal hintereinander trotz Gegenverkehr und mit wenig Abstand überholt.

15:50 – Zuhause, um die Kette zu tauschen.

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Aufkleber für Mindestabstand von Autofahrenden beim Überholen von Radfahrenden

Diese Aufkleber kenne ich von einer Kampagne (anderthalbmeter) aus Köln im letztem Jahr in Zusammenarbeit mit dem ADFC und der Polizei, bei der diese auf Polizeifahrzeuge geklebt wurden, wenn auch in etwas anderer Farbe.

Kürzlich las ich einen Tweet vom ADFC-Köln, dass man diese Aufkleber nun wieder vor Ort hätte, es jedoch keinen Versand gebe.

Da ich ein paar Menschen in Köln kenne, bat ich einen von Ihnen, beim ADFC dort vorbeizugehen und zehn dieser Aufkleber gegen eine Spende von mir zu holen.

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Bericht über die September Critical Mass in Pforzheim am 28.9.2018

Am 28.9.2018 fand die September Critical Mass in Pforzheim statt und unser Motto war dieses Mal „Licht“.

Es war noch relativ warm an dem Tag und vor allem trocken – ganz im Gegensatz zur vorherigen CM im August.

Teilnehmer

Dieses Mal sind 67 Menschen bei der Critical Mass in Pforzheim mitgefahren; darunter auch Menschen vom ADFC und VCD.

Einige hatten Lichterketten um sich selbst oder um ihr Fahrrad gewickelt, fast alle hatten Licht am Fahrrad und ansich hat vieles geblinkt und geleuchtet.

Die Strecke und das Ziel

So genau kann ich mich an die Route nicht mehr erinnern, da ich nicht vorne mitgefahren bin und mich habe mitziehen lassen; und das ist sehr viel entspannter als vorne zu fahren. Zudem gab es dieses Mal keine feste Route sondern der erste Fahrer hat ganz klassisch spontan entschieden, wo wir hinfahren.

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Bericht über die Critical Mass in Pforzheim im August 2018

Gestern war wieder der letzte Freitag des Monats und die Critical Mass stand auf dem Plan. Es war schon den ganzen Tag wolkig, hat immer wieder etwas geregnet und abends gab es in Pforzheim leichten Dauerregen.

Um ca. 18:40 Uhr waren weniger als 10 Radfahrende am Treffpunkt Waisenhausplatz anwesend und es war unsicher, ob wir die Grenze von 16 erreichen, um als geschlossener Verband durch die Stadt fahren zu können. Doch um ca. 18:55 Uhr kamen dann noch schlagartig viele weitere Radfahrende dazu und letztlich waren wir ca. 30 Menschen als wir in Richtung Schlossberg losfuhren.

Einer der Polizisten sperrte mit seinem Motorrad die Kreuzungen vor uns ab, während der andere am Ende des Verbands fuhr.

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Bericht über die Demo am 24. August 2018 für den Radwegbau von Perouse nach Malmsheim

Gestern war ich wieder bei der Demo für den Bau des Radwegs zwischen Perouse und Malmsheim.

Zuvor habe ich in Pforzheim noch Plakate für die nächste CriticalMass in Pforzheim verteilt und mich deshalb etwas mit der Zeit vertan. Deshalb musste ich mit mir maximal möglicher Geschwindigkeit übers Würmtal (leicht bergauf) nach Hausen und dann weiter nach Perouse und Malmsheim, wo die Demo um 18:00 Uhr beginnen sollte. Um ca. 17:55 Uhr bin ich angekommen.

Start in Malmsheim

Da es bewölkt war und zeitweise über den Tag auch geregnet hatte, waren weniger Menschen gekommen als die letzten Male. Trotzdem waren schon in Malmsheim am Bosch-Kreisel etwa 40 Menschen anwesend.

Dazu ein Streifenwagen und auch ein Zivilfahrzeug der Polizei mit aufgesetztem Blaulicht. Der Streifenwagen sicherte uns hinten ab, während das Zivilauto vorfuhr, die beiden Kreisverkehre und die Kreuzung absicherte.

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Bericht über die Fahrrad-Demo für den Bau eines Radwegs zwischen Perouse und Malmsheim am 3. August 2018

Da ich zeitweise auch im Leonberger Raum mit dem Fahrrad unterwegs bin, interessierte es mich auch, was dort in Bezug auf Fahrradverkehr passiert. Deshalb landen auch die Feeds diverser lokaler Online-Zeitschriften in meinen News.

So auch ein Bericht der Leonberger Kreiszeitung, die am 3.8.2018 darüber berichtete, dass am selben Abend eine Fahrraddemo stattfinden würde, mit dem Ziel, dass zwischen Perouse und Malmsheim ein straßenbegleitender Fahrradweg an der Westseite der Kreisstraße 1013 gebaut werden solle.

Auf nach Malmsheim

Also machte ich mich nachmittags bei ca. 30°C auf den Weg in das 21km entfernte Malmsheim, wo die Demo am „Bosch-Kreisel“ um 18 Uhr starten sollte. Schließlich sollen ja bei so einer Demo möglichst viele Radfahrer teilnehmen :)

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Bericht über die Juni Critical Mass in Pforzheim am 29.6.2018

Bei warmem und sonnigem Wetter fand die Critical Mass (CM) am 29. Juni das zweite Mal in diesem Jahr statt. Wie auch beim letzten Mal war die Stimmung super und ich habe keinen Zwischenfall mitbekommen.

Ich war dieses Mal – wie einige andere Radfahrande auch – mit meinem Anhänger dabei. Am Ende des Verbands gab es jemanden, der auf seinen Anhänger eine Soundanlage mit großen Boxen montiert hatte. Es war auch wieder eine Rikscha mit dabei und auf dieser fuhr jemand mit, der getrommelt hat. Ich hatte zeitweise auch noch meine kleine Musikbox angemacht.

Wie viele Teilnehmer?

Wir haben beim Durchzählen während der Fahrt 94 Teilnehmer gezählt. Das Verteilen von Flyern und Aufhängen von Plakaten im Vorfeld hat geholfen. Bei der Mai-CM waren 74 Menschen dabei.

Polizei – mit Auto und Motorrad

Bei der vorherigen Critical Mass im Mai war die Polizei nur mit einem Streifenwagen vor Ort und musste bei jeder Kreuzung vorfahren und sich dann ans Ende des Verbands zurückfallen lassen. Deshalb kam dieses Mal zusätzlich noch ein Polizist auf einem Motorrad mit, der für uns die Kreuzungen absperrte, während der Streifenwagen am Ende des Verbands blieb.

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