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Auch Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe sieht keinen Grund für ein Verfahren wegen Werfens einer Dose auf Radfahrenden

Im August 2019 hatte mich ein Fahrer mit seinem Fahrzeug auf der Landstraße und trotz Gegenverkehr mit wenig Abstand überholt. Währenddessen warf die Beifahrerin eine Dose auf mich. Von dem Vorfall gibt es ein Video, in der die Beifahrerin erkennbar ist und sie konnte auch ermittelt werden. Ich erstattete Anzeige bei der Polizei, doch die Staatsanwaltschaft Karlsruhe -Zweigstelle Pforzheim- stellte das Ermittlungsverfahren Anfang Mai 2020 ein. Alle Informationen zum Vorfall, das Video und auch der Brief zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens gibt es hier.

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Beim knappen Überholen wirft Beifahrerin Dose auf Radfahrer, kann ermittelt werden und gibt es zu – Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

<– Update: Ich habe am 19.5.2020 eine Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens per Brief eingereicht. Die Antwort kam am 01.08.2020 und fiel negativ aus, siehe hier. –>

Das Ereignis, um das es in diesem Blogbeitrag geht, ist schon im August 2019 passiert. Jedoch war das Verfahren bis vor ein paar Tagen noch offen, weshalb ich mich nicht dazu geäußert habe.

Zuerst beschreibe ich, was passiert war. Dann geht es darum, wie die „Vernehmung“ bei der Polizei ablief und schließlich geht es um den Brief von der Staatsanwaltschaft.

Ich hatte damals ein Gedächtnisprotokoll erstellt, das ich für diesen Blogbeitrag verwendet habe.

Was war passiert?

Ich befuhr mit dem Fahrrad die Landstraße von Pforzheim nach Huchenfeld; bergauf. Ein Autofahrer überholte mich mit seinem Fahrzeug trotz Überholverbot und durchgezogener Linie und trotz Gegenverkehr mit sehr wenig Abstand, fuhr dabei aber langsamer als nötig gewesen wäre. Wegen des zu geringen Abstands rief ich „oooooh“. In dem Moment sah ich, dass direkt neben mir eine Dose auf der Fahrbahn aufkam.

Anmerkung zu den Videos: Zum damaligen Zeitpunkt war der Abstandshalter genauso breit wie der Lenker links an der breitesten Stelle. Der Abstandshalter stand also nicht über.

Hier das Video des Vorfalls:

Das Dosenwurfvideo (Direktlink)
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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung ein und verweist auf sehr steile Waldwege fernab der Straße; Radfahrer sei ein Verkehrshindernis…

Update (2019-10-06): Es gibt einen offenen Brief eines Pforzheimer Stadtrats zu diesem Ermittlungsverfahren, siehe hier. Dieser ist adressiert an die Oberstaatsanwältin und an die Polizeipräsidentin.

Ich bekam Post von der Staatsanwaltschaft wegen einer Anzeige, die ich Anfang des Jahres gegen einen Busfahrer erstattet hatte, der mich aus meiner Sicht gefährlich überholte. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, die Begründungen sind jedoch für mich und andere Menschen ganz und gar nicht nachvollziehbar.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #6

Anmerkung: Die Uhrzeit in den Videos zeigen noch die Sommerzeit. Habe sie im Blog dank eines Kommentars aber geändert. Danke dafür.

15:27 – Los gehts.

1 – Werde von einem Kleinauto knapp überholt auf der Landstraße, obwohl Gegenspur frei war. Gleich danach kommt ein Sprinter noch näher bei Überholen an mich dran.

2 – Die neue Kette springt in zwei Ritzeln, d. h. die sind durch. Ich fahre wieder zurück, um die alte Kette zu montieren, bis ich nächste Woche ein neues Ritzelpaket bekomme.

3 – Trotz Gegenverkehr überholt man mich knapp.

4 – Obwohl der Autofahrende der letzte von einer ganzen Reihe Überholer ist, fühlt er sich gedrängt, zu hupen, kurz bevor er mit viel Abstand überholt.

5 – Werde zweimal hintereinander trotz Gegenverkehr und mit wenig Abstand überholt.

6 – Zuhause, um die Kette zu tauschen.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #5

Anmerkung: Die Uhrzeit in den Videos zeigen noch die Sommerzeit. Habe sie im Blog dank eines Kommentars aber geändert. Danke dafür.

13:36 – Los gehts.

1 – Trotz freier Gegenspur überholt mich der Autofahrende mit wenig Abstand. Direkt dahinter noch einer.

2 – Auf der abschüssigen Landstraße will ich später rechts in den Wald abfahren und zeige deshalb schon frühzeitig ca. 200m mehrmals nacheinander Handzeichen und hoffe, dass der Sprinter hinter mir endlich seinen Abstand zu mir vergrößert. Stattdessen kommt er immer näher. Ich bin unsicher, ob ich trotzdem abfahren kann und kurz davor werde ich überholt. Danke für nichts.

3 – Auf der Gegenspur staut es sich, weil ein Lkw nur langsam den Berg hochfährt. Ich denke mir, die ganzen Autofahrenden dahinter müssen jetzt bitte hupen und schimpfen, weil sie nicht mit 80 hochfahren können.

4 – Ein Auto steht mit aktiviertem Warnblinker und eingeklappten Rückspiegeln auf dem Radweg, der auch für den Bus freigegeben ist. Schließlich muss der faule Besitzer direkt vor dem Dönerladen parken, während er gemütlich isst. Dafür bekommt er demnächst Post.

5 – 200m weiter parkt ein Lieferwagen vor dem eigenen Laden so, dass die Front des Autos die Hälfte des sowieso schon schmalen, benutzungspflichtigen Radweges blockiert. Und das im Kreuzungsbereich, wo man eh schon von den Autofahrenden ganz knapp überholt wird. Ich sage im Laden Bescheid, doch man sagt mir, der Fahrer sei nicht da. Ich rufe beim Amt für öffentliche Ordnung an und erkläre die Gefährlichkeit der Situation und auch, dass der Fahrer nicht da sei. Mensch am Telefon sagt mir, er schicke „vielleicht“ jemanden vorbei. 15 Minuten später fährt der Lieferwagen weg.

6 – Zweimal knapp überholt, Zeitersparnis jeweils um die zwei Sekunden.

7 – Ich komme am benutzungspflichtigen Radweg für beide Richtungen vorbei, der voll ist mit festgetretenem Laub. Mittlerweile ist das Laub auch schon nass und im Kurven- und Hügelbereich nicht gerade der Sicherheit förderlich. Ich rufe nochmal bei der Stadt an und bitte um Räumung. Vielleicht wird es jetzt endlich erledigt. Immerhin gibt es freie Kapazitäten, um die Mülleimer zu räumen. Man muss halt Prioritäten setzen.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #4

Heute gab es unzählige, Angst einflößende Situationen und ich war fertig mit der Welt, als ich zuhause ankam, statt entspannt zu sein. Ich hätte gerne Superkräfte gehabt, um das Auto von jedem zerbersten zu lassen, der mich heute gefährdet oder teils fast umgebracht hatte. Erst beim Schreiben dieses Beitrags konnte ich mich wieder beruhigen.

Ich hoffe, dass es bald eine Kennzeichenpflicht für Kraftfahrzeuge geben wird. Dann werden sich diese Gefährder endlich an Verkehrsregeln halten, weil sie nicht mehr anonym sind. Oh, wait…

Anmerkungen

  • Die Dateinamen der Bilder sind alle auf den 5.10.2018 datiert, sie stammen jedoch von heute, den 5.11.2018.
  • Ich kann damit leben, wenn mich Autofahrende bei durchgezogener Linie überholen, solange sie niemanden dabei gefährden und genügend Abstand zu mir lassen. Ich erwarte nicht, dass sie mehrere Kilometer hinter mir fahren.
  • Die Frontkamera sitzt auf meinem Helm, d. h. die Bildmitte ist auch meine Mitte, wenn ich geradeaus gucke. Links ist der Lenker 35-40cm breit.
  • Die Uhrzeit in den Videos zeigen noch die Sommerzeit. Habe sie im Blog dank eines Kommentars aber geändert. Danke dafür.

Los gehts

1 – Obwohl die gesamte Straße frei ist, schafft es dieser Mensch nicht einmal, seine Karre für genügend Abstand über die Mittellinie zu lenken und überholt mit zu wenig Abstand.

2 – Kurz vor einer Rechts-vor-links-Kreuzung bin ich kurz abgelenkt von einem Menschen, der einen Wasserstrahler in Richtung Straße benutzt und nehme der Dame rechts von mir fast die Vorfahrt.

3 – Bevor ich auf die Landstraße auffahre, auf der man mich mit einem Auto eine zeitlang nicht überholen kann, wenn man sich die Regeln hält, warte ich noch ab, bis die sichtbaren Autos vorbeigezogen sind. Will ja schließlich niemanden bewusst quälen.

4 – An der Ampel weise ich eine Dame darauf hin, dass ihr Rücklicht defekt ist. Sie bedankt sich herzlich.