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Sammle Daten über Beinaheunfälle beim Fahrradfahren mit der SimRa App (Android und iOS)

Über einen Twitter-Post bin ich auf das Projekt SimRa – Sicherheit im Radverkehr – der Technischen Universität Berlin aufmerksam geworden.

Ziel ist es, mit Hilfe einer App (iOS und Android) Daten während des Radfahrens zu sammeln. Dabei werden die Sensoren von modernen Smartphones ausgewertet und es wird erkannt, ob z. B. scharf gebremst wurde.

Nach jeder Fahrt investiert man circa ein bis zwei Minuten, um der App zu bestätigen, ob es einen Beinaheunfall gab, welche Fahrzeugarten beteiligt waren, ob man Angst hatte, usw.

Die Fahrten werden dann anonymisiert hochgeladen und die daraus gewonnenen Daten werden beim Projekt ausgewertet. Daraus lassen sich z. B. sogenannte Heatmaps erstellen, auf denen man sehen kann, wo es besonders oft Beinaheunfälle gab.

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Bericht über den ersten Parking-Day in Pforzheim

Am 20.9.2019 fand der Ebersteinstraße in der Nordstadt der erste Parking-Day überhaupt in Pforzheim statt. Veranstaltet wurde er von Michael Eisele (Engagierte Bürger Nordstadt), Christof Weisenbacher (Wir in Pforzheim, WiP) und der Critical Mass Pforzheim; hier der Aufruf auf der Webseite von WiP.

Von 14 Uhr bis fast 19 Uhr gehörte ein Teilbereich an der Ebersteinstraße fast nur den Menschen ohne Auto. Dieser Bereich wird als Abkürzung verwendet und zu bestimmten Zeiten erinnert er mehr an eine Hauptverkehrsstraße als an einen verkehrsberuhigten Bereich. Spielende Kinder sieht man dort eigentlich nie. Und es herrscht immer viel Autoverkehr.

Heute haben wir uns diesen Bereich teilweise zurück geholt. Als die ersten Autofahrenden ihre Autos weggefahren hatten, belegten wir diese Parkplätze direkt mit unseren Fahrrädern, Sitzgelegenheiten oder richteten uns gemütlich ein. Natürlich war es weiterhin möglich, dass Autofahrende durchkommen, wir haben die Straße nicht blockiert.

Dieser gemütliche Bereich links im Bild ist sonst ein Parkplatz.

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Polizei erkennt keine Gefährdung, wenn Autofahrer mit Geländewagen den Radfahrer mit 15 cm Abstand überholt, ohne die Spur zu wechseln

Am Dienstag versuchte ich, einen Autofahrer anzuzeigen, der mich laut RadmesserS mit 25 cm Abstand innerhalb einer Spur überholte und der mich schon vorher an der roten Ampel anmachte, weil ich aus seiner Sicht nicht rechts gestanden hatte, sondern mittig. Beim Überholen knickte er mit seinem Fahrzeug den 30 cm abstehenden Abstandshalter zweimal um. Von den 25 cm Abstand muss noch die Breite des Rückspiegels des Autos abgezogen werden, da diese vom Abstandsmesser nicht erfasst wird; also sind es eher um die 15 cm.

Den Thread dazu gibt es auf Twitter, siehe hier.

Ich schreibe den ganzen Ablauf nochmal hier im Blog, damit alles beisammen ist und auch, weil ich bei Twitter alle x Zeit alles lösche.

Der Vorfall

Es geht um diese Szene, die die Beamten unverpixelt und komplett mit Ton zu sehen bekommen haben.

(Direktlink)

Dienststelle A

Weil ich bei der Polizeidienststelle A noch etwas anderes zu erledigen hatte, wollte ich dort auch die Anzeige erstatten. Der Polizist sah sich das Video auf meinem Smartphone an. Dann hörte ich Sätze wie „Aber ihnen ist nicht passiert?“ und  „Schaden gab es auch keinen?“.

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Besuch der Critical Mass in Jöhlingen am 6. September 2019 – die Fahrt hin und zurück – und eine Überraschung

Wieso nach Jöhlingen?

Letzte Woche fand die Critical Mass in Pforzheim statt. Wie immer machte ich auch bei Twitter etwas Werbung dafür und joschtl meldete sich und sagte, er würde dieses Mal nach Pforzheim fahren statt zur Critical Mass nach Karlsruhe. Und kurz vor knapp kam er dann auch an. Während der Tour in Pforzheim erzählte er, dass die Woche drauf die Critial Mass in Jöhlingen stattfinden würde. Also nahm ich mir vor nächste Woche (also gestern) dorthin zu fahren. Informationen zur Critical Mass in Jöhlingen gibt es hier.

Anfahrt

Tatsächlich habe ich es gestern geschafft und fuhr 36 Kilometer nach Jöhlingen bei insgesamt 321 Höhenmetern (nur hoch). Bis Königsbach (im Enzkreis) kannte ich den Weg bereits. Ab dort geht es dann über einen parallel zur Landstraße geführten Radweg weiter nach Wössingen. Doch der Radweg endet irgendwo in der Pampa und ab da kann man nur noch auf der Landstraße fahren.

Nicht einmal einen parallelen Feldweg gibt es. Der Weg links im Bild führt zu einem Bauernhof. Von Wössingen gibt es dann einen Radweg nach Jöhlingen. Ich bin viel zu früh losgefahren, war schon um 15:18 Uhr angekommen und konnte am Zielort auch noch etwas zum Essen einkaufen. Danach fuhr ich zum Kirchplatz, wo der Start der Critical Mass war, und wartete. joschtl kam dann später auch.

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Überholabstände mit und ohne Abstandshalter – mit dem RadmesserS gemessene Daten zeigen deutlichen Unterschied (wenn auch statistisch nicht korrekt)

Seit dem 1. August 2019 messe ich so oft wie möglich bei meinen Fahrradfahrten die Abstände bei Überholmanövern mit dem RadmesserS des Zweirat-Stuttgart. Zum Zeitpunkt der hier gezeigten Auswertung hatte ich so Daten von insgesamt 1935 Überholvorgängen gesammelt und validiert.

Ich fahre normalerweise nur Fahrrad mit einem Abstandshalter, einer Poolnudel, die am Gepäckträger montiert ist und insgesamt maximal 30 Zentimeter breiter ist als mein Lenker auf der linken Seite. Um für die Benutzung eines solchen Abstandshalters besser argumentieren zu können, bin ich einen Tag lang ohne den Abstandshalter gefahren. Mir war vorher schon klar, dass das unangenehm werden könnte aber ich brauchte ein paar Daten, die meinen subjektiven Eindruck bestätigen – oder eben widerlegen – würden. Von den 1935 Überholvorgängen fanden 122 ohne Abstandshalter statt. Das ist nicht sonderlich viel und ich weiß nicht, ob das für eine generelle Aussage ausreicht. Der Unterschied ist jedoch sehr klar und bestätigt auch meine bisherigen Erfahrungen damit.

Da der Lenker schräg steht, sieht der Abstandshalter breiter aus als er tatsächlich ist.

Die Diagramme in diesem Beitrag verdanke ich Bea Schwartz, die auf Twitter schon von Anfang an immer wieder ein paar Diagramme aus meinen Daten erstellt hat. Vielen Dank dafür.

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Kosten fürs Radfahren #12 – Neue Bremsscheiben und Bremsbelag hinten

Als ich gestern während einer kleinen Pause die vordere Bremsscheibe genauer betrachtete, fiel mir ein dunkler Ring auf. Ich überlegte zunächst, ob es eine Art Indikator sein könnte für den Verschleiß.

Habe die Bremsscheibe dann genauer betrachtet und sah, dass sie teilweise sehr dünn war und sich schon mit sehr wenig Kraft verbiegen ließ.

Dank der Menschen in „meiner“ Twitterbubble habe ich erfahren, dass die Mindestdicke auf der Scheibe aufgedruckt ist. 1.5 steht dort, also 1,5 Millimeter. Zuhause nachgemessen waren es an der dünnsten Stelle gerade mal noch 0,9 Millimeter. Bezüglich des dunklen Rings gab es die Vermutung, dass die Scheibe einmal zu heiß geworden sein könnte. Da ich eigentlich nicht dauerhaft am Stück bremse lag es wohl eher daran, dass die Scheibe mittlerweile so dünn geworden ist.

Mir wurde dann auch davon abgeraten, damit überhaupt noch zu fahren. Deshalb hatte ich gestern einen Pausetag eingelegt und jemanden gebeten, zwei neue Bremsscheiben bei einem lokalen Händler zu kaufen und mir mitzubringen.

Bei der hinteren Bremsscheibe hatte die dünnste Stelle 1,31 Millimeter. Beim Wechsel der hinteren Bremsscheibe fiel mir dann auch noch der abgenutzte Bremsbelag auf.

  • Kosten: 40 € für 2 Bremsscheiben „Shimano SM-RT 54“ Centerlock für Resinpads 180mm (offline), 5 € für Bremsbelag (Shimano B01S Resin) hinten (online)
  • Zeit zum Wechseln: 5 Minuten je Bremsscheibe, 5 Minuten für Bremsbelag hinten
  • Letzter Satz an Bremsscheiben hielt: geschätzt 13.000 km; keine Statistik von damals verfügbar.
  • Letzter Bremsbelag hinten hielt: 3351 km
  • Kilometerstand: 4933 km /2019
  • Ausgaben bisher: 625,65 € /2019

Kosten fürs Radfahren #11 – Kette und Bremsbeläge vorne

  • Kosten: 19,90 € Kette (Shimano Deore XT CN-HG95 (10-fach), online), 5,00 € Bremsbelag (Shimano B01S Resin, online)
  • Zeit zum Wechseln: 30 Minuten (Kette), 5 Minuten (Bremsbelag)
  • Letzte Kette hat gehalten: 3808 km
  • Letzten Bremsbeläge vorne haben gehalten: 1329 km
  • Kilometerstand: 4890 km /2019
  • Ausgaben bisher: 580,65 € /2019

Weil mein Bus größer ist als dein Fahrrad! #3

Der RadmesserS hat hier einen Abstand von 87 Zentimetern gemessen. Abgezogen werden muss davon noch die Breite des Rückspiegels des Busses, die ich auf 25 cm schätze, ergibt 52 cm Überholabstand. Trotz Gegenverkehr und bei relativ hoher Geschwindigkeit.

Das Licht vorne rechts ist übrigens defekt.

  • Linie (Betriebsfahrt)

(Direktlink)

Weil mein Bus größer ist als dein Fahrrad! #2

Ich war an diesem Tag mit dem RadmesserS unterwegs, aber aufgrund des Hupens mit der Airzound sind die Daten nicht zuverlässig. Es jedenfalls sehr wenig Abstand, ich hatte Angst. Es war völlig unnötig, so zu überholen, da die gesamte Straße weit sichtbar frei war.

  • Linie 741

(Direktlink)