Schlagwort-Archive: Gefahr

Einmal benutzungspflichtigen Radweg absichern, danke…

Vor ein paar Tagen bin ich mal mal wieder einen Weg gefahren, in dessen Bereich ich zuvor ein paar Tage lang nicht unterwegs war. Als Fahrradfahrender kann man auf diesem Weg bergab gerne mal 30 km/h oder mehr fahren. Und dann ist mir mitten auf dem Weg ein halb umgestürzter, kleiner Baum aufgefallen, der so in den Web hängt, dass das Hindernis circa auf meiner Lenkerhöhe anfängt. Im Dunkeln – der Weg ist unbeleuchtet – würde man das Hindernis wohl nicht erkennen, denn die Lichter für Fahrräder sind ja eher nach unten ausgerichtet. Habe direkt versucht, den Baum „zurückzudrücken“ und irgendwo einzuklemmen. Absägen wollte ich ihn nicht, hätte das Werkzeug aber dabei gehabt.

Der Baum hing über etwas mehr als der Hälfte des Weges auf Höhe meines Lenkers.

Die Gemeindeverwaltung hatte schon geschlossen, Anruf zwecklos. Etwas später am Tag traf ich in der Nähe einen Menschen, der gerade damit begonnen hatte, den Rasen entlang des Weges zu mähen. Ich fragte ihn, ob er auch für den „Radweg“ zuständig sei und er bestätigte. Ich erzählte ihm also von dem gefährlich in den Weg hängenden Baum und er wollte das weitergeben.

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Aktueller Stand meiner Abstandsmessungen mit dem RadmesserS

Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann ich den RadmesserS nun seit ein paar Tagen problemlos benutzen und die Daten auch ohne viel Zeitaufwand Zuhause auswerten und mich somit auf die Auswertung konzentrieren. Ich habe jetzt einen Workflow, um die gemessenen Daten zu validieren, ein paar Zusatzinformationen einzufügen und in einem definierten Format zu speichern. Wenn sich das alles bewährt hat, dann werde ich den auch mal irgendwo dokumentieren; aber da kann sich noch viel ändern.

Aktuell erfasse ich folgende Daten:

  • id – Nummer des Datensatzes, also des Überholvorgangs
  • datetime – Datum Uhrzeit
  • cyclistspeed – Geschwindigkeit des Radfahrenden laut GPS in km/h, mit einem Dezimalpunkt als Trenner
  • spacerwidth – Ueberhang des Abstandshalters links über das Lenkrad in cm
  • distance – Gemessener Abstand in cm (exklusive Rückspiegel des Fahrzeugs)
  • vehicletype – Fahrzeugtyp, Auto, Motorrad, Lkw, etc.
  • vehiclespeed – Geschätzte Geschwindigkeit des Überholenden in km/h; man entwickelt mit der Zeit ein Gefühl dafür, wie schnell jemand von einem selbst davon fährt. Das sind keine genauen Angaben, eher sowas wie 30, 60, 80, usw.
  • tracktype – 0 = Landstraße, 1 = Stadt, weitere möglich
  • optraffic – Opposit traffic; 0 = es gab keinen Gegenverkehr, 1 = es gab Gegenverkehr
  • incurve – 0 = Gerade, 1 = in Kurve überholt
  • honked – 0 = nicht gehupt, 1 = gehupt
  • wswiperactive – windscreen wiper, 0 = ohne Scheibenwischer, 1 = Scheibenwischer beim Überholen aktiviert

Den jeweils gesamten Datenbestand kann man hier ansehen. Ich könnte mir noch vorstellen, die aktuelle GPS-Position zu speichern, um später eine Heatmap erzeugen zu können von den Stellen, an denen man oft knapp überholt wird. Über OpenStreetMap ließen sich zudem viele weitere Informationen hinzufügen, wie z. B. Höchstgeschwindigkeit, Spurbreite/Straßenbreite und vieles mehr. Auch könnte man noch speichern, ob der Fahrer des Gegenverkehrs gehupt hat, was auch immer wieder passiert.

Auf Twitter wurde mir von „Silvan“ das Programm Veusz empfohlen, um die Daten zu visualisieren. Meine erste Visualisierung – mit Abstand, geschätzter Geschwindigkeit des Überholenden und der Information ob Landstraße oder Stadt – sieht so aus:

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So muss das sein; nach nur wenigen Tagen für Radfahrende gefährliche Schlaglöcher gefüllt

Vor einigen Tagen – um den 22.07. herum – rief ich bei der Verwaltung(?) des Enzkreis an und meldete mehrere tiefe Schlaglöcher zwischen Lehningen und Hausen und wies speziell auf die Gefahr für Radfahrende hin.

Gefährlich deshalb, weil diese sich vor einer nicht einsehbaren Linkskurve im rechten Fahrbahnbereich befinden. Das ist sehr gefährlich für Fahrradfahrende, da sie ohne Ortskenntnis vermutlich weit rechts fahren würden und mitten durch diese drei Schlaglöcher fahren. Zudem ist dort ein großes Gefälle und man fährt relativ schnell und erkennt diese Schlaglöcher erst sehr spät. Ein Autofahrender bemerkt diese Schlaglöcher wahrscheinlich gar nicht.

Gestern dann war ich das erste Mal seit dem Anruf wieder in der Gegend unterwegs und habe mich sehr darüber gefreut, dass man das Problem ernst genommen hat und die Gefahr beseitigt hat.

Vielen Dank dafür.

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #30 – Das erste Mal mit Daten vom RadmesserS

Normalerweise erwähne ich in den Alltagserlebnissen nur ungewöhnliche Sachen, die ich beim Fahrradfahren erlebe. Da dies der erste Beitrag ist, dem auch gemessene Abstandsdaten des RadmesserS zugrunde liegen, erwähne ich alle Überholmanöver und deren Abstände. Alle Angaben sind exklusive des Rückspiegels der Autos, der nicht gemessen werden kann. Meine bisherige Dokumentation zum RadmesserS findet man im Wiki, siehe hier.

Heute war ich mit Abstandshalter unterwegs und außerhalb der Hauptverkehrszeiten, daher gab es nur relativ wenige Überholmanöver.

Ich suche noch nach einer Möglichkeit, die Ergebnisse schön darzustellen, statt in einer langweiligen Liste und bin offen für Ideen und wie man diese umsetzen könnte.

Willkommen beim langweiligsten Blogbeitrag meiner Alltagserlebnisse bisher.

Los geht es um 12:07 Uhr auf der Landstraße:

  • Auto, 184 cm
  • Transporter, 174 cm
  • Auto, >255
  • Auto, >255
  • Auto, >255

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Bericht über die Critical Mass Juni in Pforzheim am 28.06.2019

Bei der Critical Mass Juni in Pforzheim waren 72 Radfahrende dabei.

Es war eine schöne Strecke und wir waren circa eine Stunde unterwegs. Mittlerweile gibt es ein eingespieltes Team von Radfahrenden, die den Verkehr corken, vielen Dank dafür :)

Es waren Radfahrende dabei mit Lastenrad, Lastenanhängern, Anhängern für Kinder und wir hatten ein Einhorn auf einem Gepäckträger.

Im Anschluss gab es ein Picknick im Stadtgarten mit viel sozialer Interaktion. Gegen 21:35 fuhr ich dann nach Hause.

Die gefahrene Strecke (Route erstellt mit OpenRouteService):

Copyright by OpenStreetMap Contributors

Bis auf die folgenden zwei Situationen gab es keine Probleme während der gemütlichen und sonst ruhigen Ausfahrt.

Die nächste Critical Mass in Pforzheim wird am 26. Juli stattfinden. Einige Tage vorher, am 20. Juli, wird es wieder eine Kidcal Mass geben. Mehr dazu später.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #29

1 – Ich sehe die erste E-Scooter-Fahrerin auf einem viel zu schmalen Radschmutzstreifen. Sie fährt schneller als ich und ich hole sie erst ein, als sie nach rechts abbiegt.

2 – Ich fahre links im Schmutzstreifen, weil rechts die Dooringzone ist. Ein Autofahrender überholt mit nur wenig Abstand und ich rufe Abstand. Er wird etwas langsamer und demonstriert direkt darauf deutlich, was er von Abstand hält, indem er extra nochmal fast komplett auf den Schutzstreifen drauf fährt.

3 – Ein paar Meter weiter auf dem Schutzstreifen überholt ein Gelenkbus mit wenig Abstand, um dann an der roten Ampel vor mir zu stehen. Ich spreche ihn an und sage ihm, dass sich das ja voll gelohnt habe und dass er bitte mehr Abstand halten solle. Er rief mir hinterher, ich solle doch weiter rechts fahren. Die Verantwortlichen sagen zu so etwas immer nur, die Mitarbeiter würden entsprechend geschult werden, mit genügend Abstand zu überholen. Vielleicht sollte die RVS Südwestbus mal ein paar mehr dieser speziell geschulten Mitarbeiter in Pforzheim fahren lassen.

Würde die Dame auf dem E-Scooter in dieser Situation mitbekommen, wie eine Autotüre aufginge, würde sie dasselbe machen, wie auch ein Radfahrender; ausweichen und dann vom Bus überfahren werden. Muss ja eine tolle Ausbildung sein, die man zum Fahren eines Schulbusses in Pforzheim absolvieren muss.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #28

1 – Ich werde von einem Busfahrer mit Gelenkbus bergauf unnötig knapp überholt.

2 – An einer Kreuzung „hängt“ ein Verkehrsschild schief. Es wurde vermutlich angefahren. Ich informiere die Stadtverwaltung darüber.

3 – Auf dem Gehweg parkt ein Anhänger von DHL, später kommt noch ein Lkw dazu und das ganze Gespann steht dann auf dem Gehweg.

4 – Der Fahrer eines mir bereits bekannten Autos überholt mich mal wieder mit ungenügend Abstand und aktiviert beim Überholen den Scheibenwischer.

5 – Der Fahrer eines SUV mit Anhänger überholt trotz Gegenverkehr auf der Landstraße. Er gefährdet dabei nicht nur mich wegen des geringen Abstands, sondern auch den Gegenverkehr, zu dem er sogar noch weniger Abstand hält.

(Direktlink)

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #27

1 – Es geht bergauf und ca. 25 Meter weiter oben wartet ein Autofahrender, bis ich durchfahre, obwohl er oder sie genug Zeit hätte, über meine Spur abzubiegen. Ich winke zu und will die Person vorlassen, doch sie fährt nicht. Dafür überholt der dahinter wartende Autofahrer rechts und ruft mir beim Vorbeifahren seinen Namen zu. „Idiot“ haben ihn seine Eltern genannt.

2 – Ein auch noch in Gegenrichtung auf dem Gehweg Fahrrad fahrender Opa kommt mir entgegen und zeigt mir ein „Bekloppt“-Zeichen. Ich drehe um und frage, ob ihm klar ist, dass das eine Beleidigung ist. „Es ist doch meine Sache, wann ich mir Fliegen aus dem Gesicht wische.“ sagt er. Ich will endlich wissen, was man diesen Leuten hier ins Wasser mischt, ich will das auch haben, um mich anpassen zu können.

Dann weist er mich noch auf den tollen, geschotterten und steilen Waldweg hin, den ich befahren solle statt der Landstraße. Lustig, denn da, wo er gerade herkommt, kann er auch nur auf der Landstraße gefahren sein. Das ist bestimmt einer von diesen Menschen, die sich im Auto über Fahrradfahrende beschweren, die sie auf dem Fahrrad selbst sind.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #26

Heute (21.6.2019) bin ich mal wieder weit weg von Pforzheim unterwegs.

1 – Ein Autofahrer überholt in einer Rechtskurve bei Gegenverkehr, bergauf und hat auch noch sein Smartphone in der Hand. Ich rufe Abstand, er schaut zurück und zeigt mir seinen Mittelfinger.

2 – Ich bereue, dass ich der Radrouten-Beschilderung gefolgt bin, um von Rutesheim nach Renningen zu kommen, statt die Landstraße zu nehmen, auf der es sogar einen begleitenden Radweg gibt. Stattdessen bin ich umständlich durch den Wald mit mehreren steilen Steigungen geführt worden. Teilweise ist die Beschilderung nicht eindeutig und an manchen Gabelungen fehlt sie komplett. Ich entscheide mich schließlich mit OsmAnd für eine Abkürzung zur Landstraße und komme an einem Punkt mitten in einer lang gezogenen Kurve heraus, wo man kaum den Verkehr einsehen kann und wo man 100 km/h fährt. Nicht schön.

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