Schlagwort-Archive: Fahrradmomente

Ehrung für Stadtradeln-Gewinner in Pforzheim

Gestern war ich im Rathaus in Pforzheim bei der „Ehrung“ der Stadtradeln-Gewinner.

Die Gruppe „Fahrradhelden“, in der ich mitfuhr, war auf dem dritten Platz gelandet in der Kategorie „Die meisten Kilometer pro Teilnehmer“.

Als „Gewinn“ gab es eine Tasche mit Flickzeug und zwei Reifenhebern, eine Pforzheim-Tasse, eine Warnweste und eine Trinkflasche aus Glas mit Bambusverschluss. Die Flasche ist schön, das hat mich gefreut. Eine neue Warnweste hätte ich auch demnächst kaufen müssen und Flickzeug ist immer gut.

Alle Ergebnisse und die Namen dazu gibt es hier und hier.

Die gesammelten Kilometer der erstplatzierten waren ähnlich denen im letzten Jahr im Enzkreis, wo ich letztes Jahr mitgefahren bin. Auch waren es wieder Rennradfahrende, die die meisten Kilometer gefahren sind.

Dieses Jahr fuhr ich für Pforzheim mit, weil ich wissen wollte, was es hier gibt. Im Enzkreis gab es letztes Jahr Essenskörbe.

Es waren erstaunlich wenige Menschen dort; vielleicht 20, maximal 30. Auch eine Mensch mit Videokamera von Baden TV war vor Ort. Einen Bericht zu der Ehrung gab es dann abends bei „Baden TV Aktuell“, siehe hier (ab 11:43).

Ich weiß, es war eine öffentliche Veranstaltung und ich dürfte die Gesichter unverpixelt veröffentlichen. Aber aus Prinzip mache ich das nicht. Außerdem gibt es ja KI, mit der man diese Gesichter einigermaßen echt entpixeln kann :) Ich bin übrigens der, den man nicht auf dem Bild sehen kann.

Bericht über die Critical Mass in Pforzheim am 27.9.2019

Gestern war der letzte Freitag im Monat, d. h. wir fuhren wieder als Kritische Masse auf Fahrrädern durch Pforzheim. Zu unserer Überraschung waren 64 Teilnehmende dabei. Trotz „schlechten“ Wetters und immer wieder Regen über den Tag. Im September 2018 fuhren 67 Menschen mit.

Vor dem Losfahren gab es eine Ansprache und im Anschluss daran erwähnte ich das Projekt SimRa. Ich hoffe, dass sich ein paar Menschen die App installiert haben und jetzt Daten sammeln.

Um 19:14 fuhren wir los. Es waren wieder die üblichen Menschen dabei, die corkten. Vielen Dank dafür. Leider hielten sich gestern ein paar wenige Autofahrenden nicht an die Regeln und versuchten, in den Verband zu fahren, was aber immer unterbunden werden konnte.

Es wurde dieses Mal auch ungewöhnlich viel gehupt. Man möchte uns halt so laut es geht unterstützen, auch wenn man selbst nicht mitfahren kann. Sehr schön.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #30 – Das erste Mal mit Daten vom RadmesserS

Normalerweise erwähne ich in den Alltagserlebnissen nur ungewöhnliche Sachen, die ich beim Fahrradfahren erlebe. Da dies der erste Beitrag ist, dem auch gemessene Abstandsdaten des RadmesserS zugrunde liegen, erwähne ich alle Überholmanöver und deren Abstände. Alle Angaben sind exklusive des Rückspiegels der Autos, der nicht gemessen werden kann. Meine bisherige Dokumentation zum RadmesserS findet man im Wiki, siehe hier.

Heute war ich mit Abstandshalter unterwegs und außerhalb der Hauptverkehrszeiten, daher gab es nur relativ wenige Überholmanöver.

Ich suche noch nach einer Möglichkeit, die Ergebnisse schön darzustellen, statt in einer langweiligen Liste und bin offen für Ideen und wie man diese umsetzen könnte.

Willkommen beim langweiligsten Blogbeitrag meiner Alltagserlebnisse bisher.

Los geht es um 12:07 Uhr auf der Landstraße:

  • Auto, 184 cm
  • Transporter, 174 cm
  • Auto, >255
  • Auto, >255
  • Auto, >255

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Bericht über die Critical Mass Juni in Pforzheim am 28.06.2019

Bei der Critical Mass Juni in Pforzheim waren 72 Radfahrende dabei.

Es war eine schöne Strecke und wir waren circa eine Stunde unterwegs. Mittlerweile gibt es ein eingespieltes Team von Radfahrenden, die den Verkehr corken, vielen Dank dafür :)

Es waren Radfahrende dabei mit Lastenrad, Lastenanhängern, Anhängern für Kinder und wir hatten ein Einhorn auf einem Gepäckträger.

Im Anschluss gab es ein Picknick im Stadtgarten mit viel sozialer Interaktion. Gegen 21:35 fuhr ich dann nach Hause.

Die gefahrene Strecke (Route erstellt mit OpenRouteService):

Copyright by OpenStreetMap Contributors

Bis auf die folgenden zwei Situationen gab es keine Probleme während der gemütlichen und sonst ruhigen Ausfahrt.

Die nächste Critical Mass in Pforzheim wird am 26. Juli stattfinden. Einige Tage vorher, am 20. Juli, wird es wieder eine Kidcal Mass geben. Mehr dazu später.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #29

1 – Ich sehe die erste E-Scooter-Fahrerin auf einem viel zu schmalen Radschmutzstreifen. Sie fährt schneller als ich und ich hole sie erst ein, als sie nach rechts abbiegt.

2 – Ich fahre links im Schmutzstreifen, weil rechts die Dooringzone ist. Ein Autofahrender überholt mit nur wenig Abstand und ich rufe Abstand. Er wird etwas langsamer und demonstriert direkt darauf deutlich, was er von Abstand hält, indem er extra nochmal fast komplett auf den Schutzstreifen drauf fährt.

3 – Ein paar Meter weiter auf dem Schutzstreifen überholt ein Gelenkbus mit wenig Abstand, um dann an der roten Ampel vor mir zu stehen. Ich spreche ihn an und sage ihm, dass sich das ja voll gelohnt habe und dass er bitte mehr Abstand halten solle. Er rief mir hinterher, ich solle doch weiter rechts fahren. Die Verantwortlichen sagen zu so etwas immer nur, die Mitarbeiter würden entsprechend geschult werden, mit genügend Abstand zu überholen. Vielleicht sollte die RVS Südwestbus mal ein paar mehr dieser speziell geschulten Mitarbeiter in Pforzheim fahren lassen.

Würde die Dame auf dem E-Scooter in dieser Situation mitbekommen, wie eine Autotüre aufginge, würde sie dasselbe machen, wie auch ein Radfahrender; ausweichen und dann vom Bus überfahren werden. Muss ja eine tolle Ausbildung sein, die man zum Fahren eines Schulbusses in Pforzheim absolvieren muss.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #28

1 – Ich werde von einem Busfahrer mit Gelenkbus bergauf unnötig knapp überholt.

2 – An einer Kreuzung „hängt“ ein Verkehrsschild schief. Es wurde vermutlich angefahren. Ich informiere die Stadtverwaltung darüber.

3 – Auf dem Gehweg parkt ein Anhänger von DHL, später kommt noch ein Lkw dazu und das ganze Gespann steht dann auf dem Gehweg.

4 – Der Fahrer eines mir bereits bekannten Autos überholt mich mal wieder mit ungenügend Abstand und aktiviert beim Überholen den Scheibenwischer.

5 – Der Fahrer eines SUV mit Anhänger überholt trotz Gegenverkehr auf der Landstraße. Er gefährdet dabei nicht nur mich wegen des geringen Abstands, sondern auch den Gegenverkehr, zu dem er sogar noch weniger Abstand hält.

(Direktlink)

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #27

1 – Es geht bergauf und ca. 25 Meter weiter oben wartet ein Autofahrender, bis ich durchfahre, obwohl er oder sie genug Zeit hätte, über meine Spur abzubiegen. Ich winke zu und will die Person vorlassen, doch sie fährt nicht. Dafür überholt der dahinter wartende Autofahrer rechts und ruft mir beim Vorbeifahren seinen Namen zu. „Idiot“ haben ihn seine Eltern genannt.

2 – Ein auch noch in Gegenrichtung auf dem Gehweg Fahrrad fahrender Opa kommt mir entgegen und zeigt mir ein „Bekloppt“-Zeichen. Ich drehe um und frage, ob ihm klar ist, dass das eine Beleidigung ist. „Es ist doch meine Sache, wann ich mir Fliegen aus dem Gesicht wische.“ sagt er. Ich will endlich wissen, was man diesen Leuten hier ins Wasser mischt, ich will das auch haben, um mich anpassen zu können.

Dann weist er mich noch auf den tollen, geschotterten und steilen Waldweg hin, den ich befahren solle statt der Landstraße. Lustig, denn da, wo er gerade herkommt, kann er auch nur auf der Landstraße gefahren sein. Das ist bestimmt einer von diesen Menschen, die sich im Auto über Fahrradfahrende beschweren, die sie auf dem Fahrrad selbst sind.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #26

Heute (21.6.2019) bin ich mal wieder weit weg von Pforzheim unterwegs.

1 – Ein Autofahrer überholt in einer Rechtskurve bei Gegenverkehr, bergauf und hat auch noch sein Smartphone in der Hand. Ich rufe Abstand, er schaut zurück und zeigt mir seinen Mittelfinger.

2 – Ich bereue, dass ich der Radrouten-Beschilderung gefolgt bin, um von Rutesheim nach Renningen zu kommen, statt die Landstraße zu nehmen, auf der es sogar einen begleitenden Radweg gibt. Stattdessen bin ich umständlich durch den Wald mit mehreren steilen Steigungen geführt worden. Teilweise ist die Beschilderung nicht eindeutig und an manchen Gabelungen fehlt sie komplett. Ich entscheide mich schließlich mit OsmAnd für eine Abkürzung zur Landstraße und komme an einem Punkt mitten in einer lang gezogenen Kurve heraus, wo man kaum den Verkehr einsehen kann und wo man 100 km/h fährt. Nicht schön.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #25

Heute (vom 18.6.2019) nur die Lowlights.

1 – Der Mensch, der mich potenziell Anfang April knapp und mit mindestens 150 km/h überholt hatte, muss heute ein paar Meter in der Kurve hinter mir fahren, weil der Autofahrende direkt hinter mir nicht überholen will/kann. Als er nach gefühlten Stunden, in denen er sichtlich gealtert ist, endlich überholen kann, schließt er zu mir auf und ruft: „Fahr mal weiter rechts.“ Auch wenn ich 20 cm weiter rechts gefahren wäre, hätte der direkt hinter mir nicht überholen können und er somit auch nicht. Aber was weiß ich schon.

Noch weiter rechts wäre dann im Graben (rechte Lenkerkante ist fast über dem Strich):

Zur Erinnerung, das war dieses Auto hier (das zweite):

(Direktlink)

An seiner Stelle würde ich versuchen, gar nicht mehr in Erscheinung zu treten, schon gar nicht bei mir.

2 – Schlaukopf überholt bei Gegenverkehr und sehr knapp (Video hat keinen Ton):

(Direktlink)

3 – Held überholt mit Dauerhupe.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #24

Los geht es heute um 11:20 Uhr.

1 – Trotz freier Gegenspur überholt mich ein Motorradfahrer mit wenig Abstand und hoher Geschwindigkeit.

2 – Vor mir eine Dame auf großer Tour. Das Hinterrad ihres Fahrrads hat einen Achter, ich weise sie darauf hin und biete an, ihr den Weg zu einer nahe gelegenen Werkstatt zu zeigen, die in der Nähe ist. Sie entscheidet sich, ohne Reparatur weiterzufahren.

3 – Während ich mich von der Dame verabschiede, sehe ich einige Meter weiter, wie ein Autofahrender mit seinem dicken SUV sehr schnell vom Straßenrand losfährt, dann einem Autofahrenden rechts die Vorfahrt nimmt (der war schon fast auf der Vorfahrtsstraße) und einem Radfahrer so nahe kommt, dass dieser ausweicht und sich sichtlich aufregt. Dieser SUV (Kennzeichen bekannt) ist mir schon öfters negativ aufgefallen. Trotz dieses Manövers steht der SUV an der nächsten roten Ampel vor mir.

4 – Ein Autofahrer kann mich ohne Probleme überholen, kurz vor einer Kurve. Dabei schaltet er circa drei bis fünf Meter hinter mir die Scheibenwischanlage ein, und überholt mich dann mit wenig Abstand. Gefühlt bekomme 10 Liter Scheibenwischerwasser ab. Da auf dem Anhänger die Werbung einer Firma abgedruckt ist, rufe dort an und will erfahren, ob man intern weiß, wer gefahren ist. Zu meinem Erstaunen gibt der Chef zu, dass er selbst gefahren ist und faselt was von „es ist doch wohl meine Sache, wann ich meine Scheiben sauber mache“.

5 – Ein Autofahrender überholt mal wieder hupend auf der Landstraße.

6 – Ein Autofahrer mit Geländewagen überholt mich mit nicht wirklich viel Abstand, um 50 Meter weiter links abzubiegen. Auf dem Parkplatz spreche ich den jungen Menschen (Anfang 20) an. Er erzählt mir, ich müsse auf dem Radweg fahren. Ich frage, welchen er meint. Er zeigt mit seiner Hand „dort irgendwo“. Ich biete ihm an, dass wir zusammen ein paar Meter zurück gehen und er mir den Radweg zeigt (dort ist keiner). Er fängt an zu lachen, seine Argumente sind wohl aus. Dann gibt er mir noch mit auf den Weg, dass er das nächste Mal über mich drüber fahren werde, wenn er mich trifft und ich nicht auf dem Radweg fahre.

Nach 50 Kilometern Zuhause angekommen. Auch wieder ziemlich entspannt. Na, wieso? Richtig, wegen des Abstandshalters.