Schlagwort-Archive: Autofahrender

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #18

Heute war es verkehrstechnisch wieder extrem stressig.

Los geht es um 14:02 bei perfektem Fahrradwetter mit 9 °C und Sonnenschein.

14:14 – Ein Lkw steht halb auf dem Gehweg und lädt aus. Man kommt nicht mehr durch, weil die Ladeklappe den Rest des Weges versperrt. Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen.

14:25 – In der Stadt fährt ein Bus schon ein paar Meter hinter mir her. Deshalb fahre ich in eine Bushaltestelle ein, um ihn vorzulassen, nachdem ich mich versichert hatte, dass er nicht halten würde.

14:29 – Eine Dame musste ein paar Meter hinter mir fahren; als sie endlich nach qualvollen 23 Sekunden auf die andere Spur kommt, um an mir vorbeizufahren, grüßt sie mich herzlich mit einem Hupen. Habe auch gegrüßt.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #17

Ich habe es gestern endlich wieder mal nach draußen geschafft :)

Los geht es um 11:27 Uhr.

11:48 – Autofahrender überholt auf der Landstraße bei durchgezogener Linie vor einer nicht einsehbaren Rechtskurve.

11:52 – Ein Taxifahrer fährt auf der Spur links neben mir und bedient mit der rechten Hand ein Smartphone. Als ich ihn mehrere hundert Meter weiter an der Ampel treffe, scheint er wieder(/immer noch?) vertieft in das Gerät zu sein. Dazu hat er zumindest links In-Ear-Kopfhörer drin.

12:00 – In der Stadt steht ein Minireisebus komplett auf dem breiten Gehweg. Direkt vor der Filiale des Reiseveranstalters. Ich mache ein paar Fotos und eine Dame, die dort arbeitet, spricht mich an. Was mich stören würde. Ich lasse sie raten und sie kommt nicht drauf. Dann erkläre ich, dass das hier ein Gehweg ist. Eine Minute später kommt der Chef raus und sagt, er fahre in 10 Minuten weg. Ich bestehe darauf, dass er sofort wegfährt, was er dann direkt macht.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #16 – Der tägliche Wahnsinn

Heute war die Kamera in großen Teilen nicht an, weil die Akkus nicht ganz fit waren. Von den restlichen Aufnahmen habe ich nur ein paar gerendert. D. h. heute gibt es nur eine kurze Zusammenfassung des Erlebten bzw. nur die Negativhighlights.

Irgendwann gegen 15:xx Uhr ging es los. Die üblichen Szenen, bla bla bla, knapp, Gegenverkehr, bla bla bla, also alles wie meistens, auf der Rückfahrt genauso. Zum Ende dann auch noch zwei ganz tolle Menschen, die mit Dauerhupe überholten.

Highlight 1

Das erste Negativhighlight war, dass ein Handwerker im Firmenwagen schon ca. 100 bis 200 Meter hinter mir einmal hupte, vielleicht in der Hoffnung, dass ich nach rechts in die Leitplanke fahre, damit er trotz Gegenverkehr und bei durchgezogener Linie überholen kann. Gerade wegen des Gegenverkehrs bin ich aber noch ein kleines Stück in Richtung Mitte der Spur gefahren. Denn dieser Mensch hätte mich mit seinem dicken Auto so oder so nur gefährdend überholen können. So fuhr er dann einige Sekunden hinter mir, hat mich fast schon geschoben und war zeitweise nur einige Zentimeter hinter mir, und das hat mir wirklich Angst gemacht.

Dann endlich, nachdem mehrere Autos auf der Gegenspur durchgefahren waren, schloss er zu mir auf und schrie zu mir: „Nächscht Mal schmeiss ich dei Rad.“, was vermutlich soviel heißen soll wie „Nächstes Mal schmeiss ich dein Fahrrad um.“? Will er mich beim nächsten Mal etwa anfahren?

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #15

Los geht es um 13:32 bei wunderschönem Radfahrwetter und ca. 3°C.

13:35 – Der Fahrer eines Gelenkbusses überholt auf der Landstraße trotz freier Strecke mit wenig Abstand.

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https://www.youtube.com/watch?v=90G6qA5X2ts

(Direktlink)

13:47 – In der nicht einsehbaren, scharfen Rechtskurve überholt ein Autofahrender bei durchgezogener Linie; mit wenig Abstand.

13:48 – Hinter mir ein Auto; ich fahre auf den Nothalt, um denjenigen vorbeizulassen; kein Dankeschön.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #14

Los geht es um 11:59 Uhr bei ca. -0,2°C und Sonnenschein. Perfektes Fahrradwetter.

12:02 – Der erste Autofahrende hält wenig Abstand auf der Landstraße trotz freier Gegenspur.

12:03 – Ein Kleinlastwagen überholt mit wenig Abstand (ca. 40cm).

12:05 – Bei Tempo 45 den Berg runter höre ich plötzlich ein lautes Knallen. Habe langsam gebremst und bin zurück gefahren. Am Straßenrand lag wieder ein Katzenauge. Ich werde diese in Zukunft nicht mehr verwenden.

12:12 – An der Auffahrt zur Landstraße lasse ich eine Dame in ihrem Auto vor, weil sie danach nicht überholen kann. Sie bedankt sich nicht.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #0 – Worum es geht

Fahrradfahren ist schön, es macht Spaß, ist sehr gesund und man erlebt täglich viele schöne Momente.

Doch es gibt auch viele Situationen, die einen am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen. Und solche Situationen, in denen man als Radfahrender z. B. wegen eines Zeitvorteils von unter zehn Sekunden von Autofahrenden bedrängt oder sogar in Lebensgefahr gebracht wird. Diese Situationen zehren an der eigenen Motivation, auch weiterhin Fahrrad fahren zu wollen.

Meist sind diese Situationen schnell vergessen, manchmal sind es aber auch zu viele auf einmal, als dass man damit gelassen umgehen könnte. Wenn ich z. B. in nur 15 Minuten auf einer Strecke von wenigen Kilometern insgesamt 27 Mal knapp überholt werde, dann staut sich die Wut innerlich auf. Oder aber jemand verhält sich so gefährdend, dass ich vollgepumpt werde mit Adrenalin und schon im geistigen Auge sehen kann, wie derjenige mich voll erwischt, ich vom Rad falle und sterbe. Dann kann man nicht immer ruhig bleiben und schreit dem einen oder anderen Menschen, der mein Leben aufs Spiel setzt, auch mal etwas hinterher.

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