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Save the Date – 25. Oktober 2019 in Pforzheim – Nachmittags Parking Day, abends Critical Mass

Der erste Parking Day in Pforzheim fand am 20. September statt. Nun wird es einen zweiten Parking Day geben, am 25. Oktober 2019. Von 14:00 bis 17:00 gehört der verkehrsberuhigte Bereich der Ebersteinstraße fast ausschließlich den Menschen, nicht den Autos.

Es gibt ein Video vom ersten Parking Day im September. Damit könnt ihr euch einen Eindruck verschaffen, wie das so abläuft, siehe hier.

Am Abend, um 19:00 Uhr, startet dann die Critical Mass Oktober am Waisenhausplatz. Achtet bitte darauf, dass ihr funktionierende Beleuchtung am Fahrrad habt.

Bericht über die Critical Mass in Pforzheim am 27.9.2019

Gestern war der letzte Freitag im Monat, d. h. wir fuhren wieder als Kritische Masse auf Fahrrädern durch Pforzheim. Zu unserer Überraschung waren 64 Teilnehmende dabei. Trotz „schlechten“ Wetters und immer wieder Regen über den Tag. Im September 2018 fuhren 67 Menschen mit.

Vor dem Losfahren gab es eine Ansprache und im Anschluss daran erwähnte ich das Projekt SimRa. Ich hoffe, dass sich ein paar Menschen die App installiert haben und jetzt Daten sammeln.

Um 19:14 fuhren wir los. Es waren wieder die üblichen Menschen dabei, die corkten. Vielen Dank dafür. Leider hielten sich gestern ein paar wenige Autofahrenden nicht an die Regeln und versuchten, in den Verband zu fahren, was aber immer unterbunden werden konnte.

Es wurde dieses Mal auch ungewöhnlich viel gehupt. Man möchte uns halt so laut es geht unterstützen, auch wenn man selbst nicht mitfahren kann. Sehr schön.

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Bericht über den ersten Parking-Day in Pforzheim

Am 20.9.2019 fand der Ebersteinstraße in der Nordstadt der erste Parking-Day überhaupt in Pforzheim statt. Veranstaltet wurde er von Michael Eisele (Engagierte Bürger Nordstadt), Christof Weisenbacher (Wir in Pforzheim, WiP) und der Critical Mass Pforzheim; hier der Aufruf auf der Webseite von WiP.

Von 14 Uhr bis fast 19 Uhr gehörte ein Teilbereich an der Ebersteinstraße fast nur den Menschen ohne Auto. Dieser Bereich wird als Abkürzung verwendet und zu bestimmten Zeiten erinnert er mehr an eine Hauptverkehrsstraße als an einen verkehrsberuhigten Bereich. Spielende Kinder sieht man dort eigentlich nie. Und es herrscht immer viel Autoverkehr.

Heute haben wir uns diesen Bereich teilweise zurück geholt. Als die ersten Autofahrenden ihre Autos weggefahren hatten, belegten wir diese Parkplätze direkt mit unseren Fahrrädern, Sitzgelegenheiten oder richteten uns gemütlich ein. Natürlich war es weiterhin möglich, dass Autofahrende durchkommen, wir haben die Straße nicht blockiert.

Dieser gemütliche Bereich links im Bild ist sonst ein Parkplatz.

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Polizei erkennt keine Gefährdung, wenn Autofahrer mit Geländewagen den Radfahrer mit 15 cm Abstand überholt, ohne die Spur zu wechseln

Am Dienstag versuchte ich, einen Autofahrer anzuzeigen, der mich laut RadmesserS mit 25 cm Abstand innerhalb einer Spur überholte und der mich schon vorher an der roten Ampel anmachte, weil ich aus seiner Sicht nicht rechts gestanden hatte, sondern mittig. Beim Überholen knickte er mit seinem Fahrzeug den 30 cm abstehenden Abstandshalter zweimal um. Von den 25 cm Abstand muss noch die Breite des Rückspiegels des Autos abgezogen werden, da diese vom Abstandsmesser nicht erfasst wird; also sind es eher um die 15 cm.

Den Thread dazu gibt es auf Twitter, siehe hier.

Ich schreibe den ganzen Ablauf nochmal hier im Blog, damit alles beisammen ist und auch, weil ich bei Twitter alle x Zeit alles lösche.

Der Vorfall

Es geht um diese Szene, die die Beamten unverpixelt und komplett mit Ton zu sehen bekommen haben.

(Direktlink)

Dienststelle A

Weil ich bei der Polizeidienststelle A noch etwas anderes zu erledigen hatte, wollte ich dort auch die Anzeige erstatten. Der Polizist sah sich das Video auf meinem Smartphone an. Dann hörte ich Sätze wie „Aber ihnen ist nicht passiert?“ und  „Schaden gab es auch keinen?“.

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Überholabstände mit und ohne Abstandshalter – mit dem RadmesserS gemessene Daten zeigen deutlichen Unterschied (wenn auch statistisch nicht korrekt)

Seit dem 1. August 2019 messe ich so oft wie möglich bei meinen Fahrradfahrten die Abstände bei Überholmanövern mit dem RadmesserS des Zweirat-Stuttgart. Zum Zeitpunkt der hier gezeigten Auswertung hatte ich so Daten von insgesamt 1935 Überholvorgängen gesammelt und validiert.

Ich fahre normalerweise nur Fahrrad mit einem Abstandshalter, einer Poolnudel, die am Gepäckträger montiert ist und insgesamt maximal 30 Zentimeter breiter ist als mein Lenker auf der linken Seite. Um für die Benutzung eines solchen Abstandshalters besser argumentieren zu können, bin ich einen Tag lang ohne den Abstandshalter gefahren. Mir war vorher schon klar, dass das unangenehm werden könnte aber ich brauchte ein paar Daten, die meinen subjektiven Eindruck bestätigen – oder eben widerlegen – würden. Von den 1935 Überholvorgängen fanden 122 ohne Abstandshalter statt. Das ist nicht sonderlich viel und ich weiß nicht, ob das für eine generelle Aussage ausreicht. Der Unterschied ist jedoch sehr klar und bestätigt auch meine bisherigen Erfahrungen damit.

Da der Lenker schräg steht, sieht der Abstandshalter breiter aus als er tatsächlich ist.

Die Diagramme in diesem Beitrag verdanke ich Bea Schwartz, die auf Twitter schon von Anfang an immer wieder ein paar Diagramme aus meinen Daten erstellt hat. Vielen Dank dafür.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #30 – Das erste Mal mit Daten vom RadmesserS

Normalerweise erwähne ich in den Alltagserlebnissen nur ungewöhnliche Sachen, die ich beim Fahrradfahren erlebe. Da dies der erste Beitrag ist, dem auch gemessene Abstandsdaten des RadmesserS zugrunde liegen, erwähne ich alle Überholmanöver und deren Abstände. Alle Angaben sind exklusive des Rückspiegels der Autos, der nicht gemessen werden kann. Meine bisherige Dokumentation zum RadmesserS findet man im Wiki, siehe hier.

Heute war ich mit Abstandshalter unterwegs und außerhalb der Hauptverkehrszeiten, daher gab es nur relativ wenige Überholmanöver.

Ich suche noch nach einer Möglichkeit, die Ergebnisse schön darzustellen, statt in einer langweiligen Liste und bin offen für Ideen und wie man diese umsetzen könnte.

Willkommen beim langweiligsten Blogbeitrag meiner Alltagserlebnisse bisher.

Los geht es um 12:07 Uhr auf der Landstraße:

  • Auto, 184 cm
  • Transporter, 174 cm
  • Auto, >255
  • Auto, >255
  • Auto, >255

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Natenom fährt jetzt mit dem Abstandsmesser „RadmesserS“ von Zweirat Stuttgart

Vor einigen Wochen wurde ich angeschrieben von jemandem vom Projekt „Zweirat Stuttgart„. Man würde an einem eigenen Abstandsmesser arbeiten und diesen bald auch zusammenbauen. Ich wurde gefragt, ob ich Interesse daran hätte, diesen Abstandsmesser zu testen. Ich sagte natürlich sofort zu. Anfang Juli gab einen Termin, bei dem interessierte Menschen das Gerät unter Anleitung selbst zusammenbauen konnten. Leider habe ich es an diesem Tag nicht geschafft, nach Stuttgart zu fahren. Deshalb wurde ein Paket an mich geschickt, das am Freitag vor einer Woche ankam.

Offene Spezifikation und freier Programmcode

Die Bestandteile des Abstandsmessers, der verwendete Programmcode und auch die Daten zum 3D-Drucken des Gehäuses sind alle frei zugänglich im Repo des Projekts auf GitHub, siehe hier.

Wegen fehlender Kenntnisse hätte ich das aber nicht selbst bauen können; umso mehr habe ich mich über das Paket gefreut.

Funktionsweise

Der RadmesserS selbst hat keine Funktion zum Speichern von Daten. Man verbindet ein Smartphone per Bluetooth mit dem Abstandsmesser. Dieser gibt sich als Pulssensor aus und liefert sekündlich den über die letzte Sekunde kleinsten gemessenen Abstand an das Smartphone. D. h. zusätzlich zum RadmesserS benötigt man ein Smartphone und eine App, die die Daten aufzeichnet. Den Link zur App und wie man diese einrichtet, findet sich im Wiki. Zusätzlich benötigt man noch eine weitere App, um den sogenannten Offset in den Abstandsmesser zu programmieren. Das ist die Breite des Fahrradlenkers von der Position des Abstandsmessers bis zur linken Außenkante des Lenkers; dieser Wert wird dann automatisch vom Messergebnis abgezogen.

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Bericht über die Critical Mass Juni in Pforzheim am 28.06.2019

Bei der Critical Mass Juni in Pforzheim waren 72 Radfahrende dabei.

Es war eine schöne Strecke und wir waren circa eine Stunde unterwegs. Mittlerweile gibt es ein eingespieltes Team von Radfahrenden, die den Verkehr corken, vielen Dank dafür :)

Es waren Radfahrende dabei mit Lastenrad, Lastenanhängern, Anhängern für Kinder und wir hatten ein Einhorn auf einem Gepäckträger.

Im Anschluss gab es ein Picknick im Stadtgarten mit viel sozialer Interaktion. Gegen 21:35 fuhr ich dann nach Hause.

Die gefahrene Strecke (Route erstellt mit OpenRouteService):

Copyright by OpenStreetMap Contributors

Bis auf die folgenden zwei Situationen gab es keine Probleme während der gemütlichen und sonst ruhigen Ausfahrt.

Die nächste Critical Mass in Pforzheim wird am 26. Juli stattfinden. Einige Tage vorher, am 20. Juli, wird es wieder eine Kidcal Mass geben. Mehr dazu später.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #29

1 – Ich sehe die erste E-Scooter-Fahrerin auf einem viel zu schmalen Radschmutzstreifen. Sie fährt schneller als ich und ich hole sie erst ein, als sie nach rechts abbiegt.

2 – Ich fahre links im Schmutzstreifen, weil rechts die Dooringzone ist. Ein Autofahrender überholt mit nur wenig Abstand und ich rufe Abstand. Er wird etwas langsamer und demonstriert direkt darauf deutlich, was er von Abstand hält, indem er extra nochmal fast komplett auf den Schutzstreifen drauf fährt.

3 – Ein paar Meter weiter auf dem Schutzstreifen überholt ein Gelenkbus mit wenig Abstand, um dann an der roten Ampel vor mir zu stehen. Ich spreche ihn an und sage ihm, dass sich das ja voll gelohnt habe und dass er bitte mehr Abstand halten solle. Er rief mir hinterher, ich solle doch weiter rechts fahren. Die Verantwortlichen sagen zu so etwas immer nur, die Mitarbeiter würden entsprechend geschult werden, mit genügend Abstand zu überholen. Vielleicht sollte die RVS Südwestbus mal ein paar mehr dieser speziell geschulten Mitarbeiter in Pforzheim fahren lassen.

Würde die Dame auf dem E-Scooter in dieser Situation mitbekommen, wie eine Autotüre aufginge, würde sie dasselbe machen, wie auch ein Radfahrender; ausweichen und dann vom Bus überfahren werden. Muss ja eine tolle Ausbildung sein, die man zum Fahren eines Schulbusses in Pforzheim absolvieren muss.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #28

1 – Ich werde von einem Busfahrer mit Gelenkbus bergauf unnötig knapp überholt.

2 – An einer Kreuzung „hängt“ ein Verkehrsschild schief. Es wurde vermutlich angefahren. Ich informiere die Stadtverwaltung darüber.

3 – Auf dem Gehweg parkt ein Anhänger von DHL, später kommt noch ein Lkw dazu und das ganze Gespann steht dann auf dem Gehweg.

4 – Der Fahrer eines mir bereits bekannten Autos überholt mich mal wieder mit ungenügend Abstand und aktiviert beim Überholen den Scheibenwischer.

5 – Der Fahrer eines SUV mit Anhänger überholt trotz Gegenverkehr auf der Landstraße. Er gefährdet dabei nicht nur mich wegen des geringen Abstands, sondern auch den Gegenverkehr, zu dem er sogar noch weniger Abstand hält.

(Direktlink)