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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #4

Heute gab es unzählige, Angst einflößende Situationen und ich war fertig mit der Welt, als ich zuhause ankam, statt entspannt zu sein. Ich hätte gerne Superkräfte gehabt, um das Auto von jedem zerbersten zu lassen, der mich heute gefährdet oder teils fast umgebracht hatte. Erst beim Schreiben dieses Beitrags konnte ich mich wieder beruhigen.

Ich hoffe, dass es bald eine Kennzeichenpflicht für Kraftfahrzeuge geben wird. Dann werden sich diese Gefährder endlich an Verkehrsregeln halten, weil sie nicht mehr anonym sind. Oh, wait…

Anmerkungen

  • Die Dateinamen der Bilder sind alle auf den 5.10.2018 datiert, sie stammen jedoch von heute, den 5.11.2018.
  • Ich kann damit leben, wenn mich Autofahrende bei durchgezogener Linie überholen, solange sie niemanden dabei gefährden und genügend Abstand zu mir lassen. Ich erwarte nicht, dass sie mehrere Kilometer hinter mir fahren.
  • Die Frontkamera sitzt auf meinem Helm, d. h. die Bildmitte ist auch meine Mitte, wenn ich geradeaus gucke. Links ist der Lenker 35-40cm breit.
  • Die Uhrzeit in den Videos zeigen noch die Sommerzeit. Habe sie im Blog dank eines Kommentars aber geändert. Danke dafür.

Los gehts

1 – Obwohl die gesamte Straße frei ist, schafft es dieser Mensch nicht einmal, seine Karre für genügend Abstand über die Mittellinie zu lenken und überholt mit zu wenig Abstand.

2 – Kurz vor einer Rechts-vor-links-Kreuzung bin ich kurz abgelenkt von einem Menschen, der einen Wasserstrahler in Richtung Straße benutzt und nehme der Dame rechts von mir fast die Vorfahrt.

3 – Bevor ich auf die Landstraße auffahre, auf der man mich mit einem Auto eine zeitlang nicht überholen kann, wenn man sich die Regeln hält, warte ich noch ab, bis die sichtbaren Autos vorbeigezogen sind. Will ja schließlich niemanden bewusst quälen.

4 – An der Ampel weise ich eine Dame darauf hin, dass ihr Rücklicht defekt ist. Sie bedankt sich herzlich.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #3

1 – Ich sehe auf einer Landstraße einen großen Lkw hinter mir ankommen und weiss, dass er mich die nächsten Meter nicht überholen können wird. Da vor mir eine querender Waldweg ist, halte ich an, um den Lkw vorbei zu lassen. Der Fahrer bedankt sich, indem er kurz hupt.

2 – Autofahrender überholt auf Landstraße trotz Gegenverkehr und obwohl ich ziemlich mittig fahre.

3 – Der Lkw-Fahrer, den ich vorhin vorbei ließ, steht jetzt im nächsten Ort, macht Pause, erkennt mich und bedankt sich nochmal. Leider parkt er so auf dem Gehweg, dass keiner mehr vorbei kommt.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #2

Gestern war ein seltsamer Tag. Auf meiner ca. 25 Minuten dauernden Hinfahrt in die Stadt und einer Strecke von ca. 14km ist genau nichts passiert. Trotz Landstraße zwischendrin hat niemand knapp überholt. Jeder hat genügend Abstand gelassen.

Auch nach insgesamt 50km heute gab es nur sehr wenige, kleinere Vorkommen, aber nichts, worüber ich mich wirklich aufregen könnte, zumal ich leider einiges gewohnt bin.

Das kann nicht sein, die haben gewusst, dass ich heute über die sich falsch verhaltenden Autofahrenden schreiben wollte.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #1

Am Dienstag fuhr ich auf der Landstraße, Tempo 100 ist hier erlaubt. Gerade gab es Gegenverkehr. Im Rückspiegel sah ich ein sich schnell näherndes Auto. Ich fuhr schon vorher absichtlich relativ mittig um klar zu machen, dass es nicht gut ist, mich bei Gegenverkehr zu überholen, da man dann keinen Sicherheitsabstand einhalten kann.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #0 – Worum es geht

Fahrradfahren ist schön, es macht Spaß, ist sehr gesund und man erlebt täglich viele schöne Momente.

Doch es gibt auch viele Situationen, die einen am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen. Und solche Situationen, in denen man als Radfahrender z. B. wegen eines Zeitvorteils von unter zehn Sekunden von Autofahrenden bedrängt oder sogar in Lebensgefahr gebracht wird. Diese Situationen zehren an der eigenen Motivation, auch weiterhin Fahrrad fahren zu wollen.

Meist sind diese Situationen schnell vergessen, manchmal sind es aber auch zu viele auf einmal, als dass man damit gelassen umgehen könnte. Wenn ich z. B. in nur 15 Minuten auf einer Strecke von wenigen Kilometern insgesamt 27 Mal knapp überholt werde, dann staut sich die Wut innerlich auf. Oder aber jemand verhält sich so gefährdend, dass ich vollgepumpt werde mit Adrenalin und schon im geistigen Auge sehen kann, wie derjenige mich voll erwischt, ich vom Rad falle und sterbe. Dann kann man nicht immer ruhig bleiben und schreit dem einen oder anderen Menschen, der mein Leben aufs Spiel setzt, auch mal etwas hinterher.

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Video: Im Auto mitten auf der Kreuzung ist nichts so wichtig wie das Smartphone!

Ich fand es merkwürdig, dass der nicht auf „seiner“ Spur gewartet hat, sondern teilweise auf „meine“ Spur draufgefahren ist.