Save the Date – 9. August 2019 – Bitte unterstützt uns bei der 40. Demonstration für den Bau eines Radwegs zwischen Malmsheim und Perouse

Seit letztem Jahr gab es – bis auf die Wintermonate – jeden Freitag eine Demonstration für den Bau eines Radwegs zwischen Malmsheim und Perouse, beides zum Landkreis Böblingen gehörend.

Der Hintergrund ist, dass die „vorhandene“ Strecke durch den Wald aus vielerlei Gründen nicht zumutbar ist, nicht geräumt werden kann, da unbefestigt, mitten durch den Wald führt, und viele Gründe mehr. Ich habe das schon früher in einem Blogbeitrag und einem Video beschrieben, siehe hier.

Während anfangs noch um die 50 Menschen mit dem Fahrrad mitgefahren sind, kamen später nur noch wenige Menschen; manchmal waren es noch 12, ein anderes Mal nur sechs, letzte Woche waren wir 14 Radfahrende. Ich war bei ungefährlichem Wetter immer mal wieder dabei und habe ab und zu auch etwas dazu geschrieben.

Aber jetzt zum Thema dieses Beitrags: Am kommenden Freitag, den 9. August 2019, gibt es ein Jubiläum: Die Demonstration findet zum 40. Mal statt. Das ist meiner Ansicht nach eine sehr gute Gelegenheit, um auch von außerhalb die Demonstration zu unterstützen. In den umliegenden Gebieten wie Böblingen, Stuttgart, Enzkreis und Pforzheim gibt es sehr viele Radfahrende, die sich auch politisch engagieren. Kommt bitte zur Demonstration und bringt viele andere Radfahrende mit, damit wir den lokalen Entscheidern mit einem großen Aufgebot zeigen können, dass richtige Radwege auch ein regionales und wichtiges Thema sind.

Bitte verbreitet diese Informationen, damit am 9. August 2019 bei der 40. Demonstration sehr, sehr viele Radfahrende mitfahren werden.

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Aktueller Stand meiner Abstandsmessungen mit dem RadmesserS

Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann ich den RadmesserS nun seit ein paar Tagen problemlos benutzen und die Daten auch ohne viel Zeitaufwand Zuhause auswerten und mich somit auf die Auswertung konzentrieren. Ich habe jetzt einen Workflow, um die gemessenen Daten zu validieren, ein paar Zusatzinformationen einzufügen und in einem definierten Format zu speichern. Wenn sich das alles bewährt hat, dann werde ich den auch mal irgendwo dokumentieren; aber da kann sich noch viel ändern.

Aktuell erfasse ich folgende Daten:

  • id – Nummer des Datensatzes, also des Überholvorgangs
  • datetime – Datum Uhrzeit
  • cyclistspeed – Geschwindigkeit des Radfahrenden laut GPS in km/h, mit einem Dezimalpunkt als Trenner
  • spacerwidth – Ueberhang des Abstandshalters links über das Lenkrad in cm
  • distance – Gemessener Abstand in cm (exklusive Rückspiegel des Fahrzeugs)
  • vehicletype – Fahrzeugtyp, Auto, Motorrad, Lkw, etc.
  • vehiclespeed – Geschätzte Geschwindigkeit des Überholenden in km/h; man entwickelt mit der Zeit ein Gefühl dafür, wie schnell jemand von einem selbst davon fährt. Das sind keine genauen Angaben, eher sowas wie 30, 60, 80, usw.
  • tracktype – 0 = Landstraße, 1 = Stadt, weitere möglich
  • optraffic – Opposit traffic; 0 = es gab keinen Gegenverkehr, 1 = es gab Gegenverkehr
  • incurve – 0 = Gerade, 1 = in Kurve überholt
  • honked – 0 = nicht gehupt, 1 = gehupt
  • wswiperactive – windscreen wiper, 0 = ohne Scheibenwischer, 1 = Scheibenwischer beim Überholen aktiviert

Den jeweils gesamten Datenbestand kann man hier ansehen. Ich könnte mir noch vorstellen, die aktuelle GPS-Position zu speichern, um später eine Heatmap erzeugen zu können von den Stellen, an denen man oft knapp überholt wird. Über OpenStreetMap ließen sich zudem viele weitere Informationen hinzufügen, wie z. B. Höchstgeschwindigkeit, Spurbreite/Straßenbreite und vieles mehr. Auch könnte man noch speichern, ob der Fahrer des Gegenverkehrs gehupt hat, was auch immer wieder passiert.

Auf Twitter wurde mir von „Silvan“ das Programm Veusz empfohlen, um die Daten zu visualisieren. Meine erste Visualisierung – mit Abstand, geschätzter Geschwindigkeit des Überholenden und der Information ob Landstraße oder Stadt – sieht so aus:

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So muss das sein; nach nur wenigen Tagen für Radfahrende gefährliche Schlaglöcher gefüllt

Vor einigen Tagen – um den 22.07. herum – rief ich bei der Verwaltung(?) des Enzkreis an und meldete mehrere tiefe Schlaglöcher zwischen Lehningen und Hausen und wies speziell auf die Gefahr für Radfahrende hin.

Gefährlich deshalb, weil diese sich vor einer nicht einsehbaren Linkskurve im rechten Fahrbahnbereich befinden. Das ist sehr gefährlich für Fahrradfahrende, da sie ohne Ortskenntnis vermutlich weit rechts fahren würden und mitten durch diese drei Schlaglöcher fahren. Zudem ist dort ein großes Gefälle und man fährt relativ schnell und erkennt diese Schlaglöcher erst sehr spät. Ein Autofahrender bemerkt diese Schlaglöcher wahrscheinlich gar nicht.

Gestern dann war ich das erste Mal seit dem Anruf wieder in der Gegend unterwegs und habe mich sehr darüber gefreut, dass man das Problem ernst genommen hat und die Gefahr beseitigt hat.

Vielen Dank dafür.

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #30 – Das erste Mal mit Daten vom RadmesserS

Normalerweise erwähne ich in den Alltagserlebnissen nur ungewöhnliche Sachen, die ich beim Fahrradfahren erlebe. Da dies der erste Beitrag ist, dem auch gemessene Abstandsdaten des RadmesserS zugrunde liegen, erwähne ich alle Überholmanöver und deren Abstände. Alle Angaben sind exklusive des Rückspiegels der Autos, der nicht gemessen werden kann. Meine bisherige Dokumentation zum RadmesserS findet man im Wiki, siehe hier.

Heute war ich mit Abstandshalter unterwegs und außerhalb der Hauptverkehrszeiten, daher gab es nur relativ wenige Überholmanöver.

Ich suche noch nach einer Möglichkeit, die Ergebnisse schön darzustellen, statt in einer langweiligen Liste und bin offen für Ideen und wie man diese umsetzen könnte.

Willkommen beim langweiligsten Blogbeitrag meiner Alltagserlebnisse bisher.

Los geht es um 12:07 Uhr auf der Landstraße:

  • Auto, 184 cm
  • Transporter, 174 cm
  • Auto, >255
  • Auto, >255
  • Auto, >255

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Weniger Müll beim Fahrradfahren – 2 L Edelstahlflasche statt 1,5 L PET-Flasche

Früher nahm ich zum Fahrradfahren zusätzlich zur 0,8 L Edelstahlflasche für Wasser noch eine 1,5 L PET-Flasche mit. Die wurde dann ein paar Mal nachgefüllt und schließlich gegen eine neue getauscht.

Es ist schon praktisch, wenn man die Flasche in jedem Geschäft abgeben und dafür eine neue, volle Wasserflasche kaufen kann. Das gefiel mir jedoch nicht, da so in kurzer Zeit viele leere Pfandflaschen zusammen kamen. Das ist zwar Mehrweg-Zeugs, das wieder eingeschmolzen wird und aus dem dann neue Flaschen entstehen, aber es ist unnötig.

Es gibt zwar Behältnisse aus Edelstahl, die dieselbe Größe haben wie eine 1,5 L PET-Flasche – das ist wichtig für die Befestigung am Fahrrad – jedoch haben diese nur ein Fassungsvermögen von maximal einem Liter.

Deswegen habe ich mich dafür entschieden, einen Edelstahlbehälter mit 2 L Fassungsvermögen zu kaufen, der aufgrund der Größe nicht am Fahrradrahmen befestigt, sondern in eine der Gepäckträgertaschen verstaut wird. Ein schöner Vorteil bei hohen Temperaturen ist dabei, dass das Wasser länger kühl bleibt.

Das Behältnis ist ein „mega TANKA“ von der Firma „ECO tanka“. Soweit ich weiß, ist das innen nicht noch extra beschichtet und das Wasser nimmt keinerlei Geschmack von irgendwas an. Das Behältnis gibt es für um die 37 Euro zu kaufen.

Und wie bekommt man unterwegs frisches Wasser? 1,5 L PET-Flaschen kaufen und umfüllen? Nein. Ich frage in Geschäften nach und bei Privatpersonen, egal ob fremd oder bekannt und bitte darum, meine Behältnisse mit Wasser aus dem Wasserhahn nachzufüllen. Bisher wurde mir das noch nie abgelehnt.

Ich habe dann auch noch mit jemandem von der Fahrradwerkstatt meines Vertrauens gesprochen und der hatte die Idee, die Flasche längs am Gepäckträger in einem passenden Rohr unterzubringen. Mal gucken, ob ich im Baumarkt etwas passendes finde.

Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass man mitbekommt, wo es gut schmeckendes Wasser gibt und wo nicht. Das beste Wasser, das ich bisher bekommen hatte, war in Grunbach im Enzkreis und das schlechteste irgendwo in Karlsruhe.

Weil mein Bus größer ist als dein Fahrrad! #1

(Direktlink)

  • Linie: 742

Reaktion auf meine Beschwerde bei Südwestbus war die Aussage, dass dieses Verhalten nicht dem Servicegedanken des Unternehmens entspreche. Man werde auf das verantwortliche Unternehmen zugehen und auf eine umsichtige Fahrweise des Fahrpersonals hinweisen.

Kosten fürs Radfahren #10 – Bereifung

Beim Mantel am Vorderrad kann man schon an mehreren Stellen die blaue Schutzschicht sehen. Beim Mantel am Hinterrad gibt es an der Flanke einen Riss und auch am Übergang von Felge zu Mantel bilden sich langsam mehrere Risse ab.

Vor allem bei den Mänteln mit Spikes bin ich gespannt, ob es wieder dasselbe Problem geben wird mit einzelnen, sich durchdrückenden Spikes. Falls ja, muss ich mich für das nächsten Jahr nach einem anderen Mantel für den Winter umsehen.

  • Kosten: 2 * 50×622 Schwalbe Marathon Winter Plus (mit Spikes) + 2 * 47×622 Schwalbe Marathon Tour Plus: 118 Euro (online)
  • Zeit zum Wechseln: ca. 10 Minuten je Mantel
  • Kilometerstand: 4042 km /2019
  • Ausgaben bisher: 555,75 € /2019

Neue Beitragsreihe – Weil mein Bus größer ist als dein Fahrrad! #0

„Weil mein Bus größer ist als dein Fahrrad!“ – das ist eine (grammatisch korrigierte) Aussage eines Busfahrers, der mir absichtlich und vorsätzlich die Vorfahrt nahm und den ich an der nächsten roten Ampel darauf ansprach.

Und dieser Satz passt meiner Meinung nach genau für die neue Beitragsreihe, in der es um motorisierte Gewalt geht, die von ein paar wenigen Busfahrern und Busfahrerinnen gegenüber Radfahrern ausgeht – anscheinend ohne Konsequenzen.

Meist geht es dabei um Busfahrer und Busfahrerinnen aus Pforzheim und dem Enzkreis, wo ist meistens unterwegs bin. Manchmal vielleicht auch aus anderen Regionen.

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Natenom fährt jetzt mit dem Abstandsmesser „RadmesserS“ von Zweirat Stuttgart

Vor einigen Wochen wurde ich angeschrieben von jemandem vom Projekt „Zweirat Stuttgart„. Man würde an einem eigenen Abstandsmesser arbeiten und diesen bald auch zusammenbauen. Ich wurde gefragt, ob ich Interesse daran hätte, diesen Abstandsmesser zu testen. Ich sagte natürlich sofort zu. Anfang Juli gab einen Termin, bei dem interessierte Menschen das Gerät unter Anleitung selbst zusammenbauen konnten. Leider habe ich es an diesem Tag nicht geschafft, nach Stuttgart zu fahren. Deshalb wurde ein Paket an mich geschickt, das am Freitag vor einer Woche ankam.

Offene Spezifikation und freier Programmcode

Die Bestandteile des Abstandsmessers, der verwendete Programmcode und auch die Daten zum 3D-Drucken des Gehäuses sind alle frei zugänglich im Repo des Projekts auf GitHub, siehe hier.

Wegen fehlender Kenntnisse hätte ich das aber nicht selbst bauen können; umso mehr habe ich mich über das Paket gefreut.

Funktionsweise

Der RadmesserS selbst hat keine Funktion zum Speichern von Daten. Man verbindet ein Smartphone per Bluetooth mit dem Abstandsmesser. Dieser gibt sich als Pulssensor aus und liefert sekündlich den über die letzte Sekunde kleinsten gemessenen Abstand an das Smartphone. D. h. zusätzlich zum RadmesserS benötigt man ein Smartphone und eine App, die die Daten aufzeichnet. Den Link zur App und wie man diese einrichtet, findet sich im Wiki. Zusätzlich benötigt man noch eine weitere App, um den sogenannten Offset in den Abstandsmesser zu programmieren. Das ist die Breite des Fahrradlenkers von der Position des Abstandsmessers bis zur linken Außenkante des Lenkers; dieser Wert wird dann automatisch vom Messergebnis abgezogen.

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