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Es ist sehr aufwendig, Falschparker in Pforzheim anzuzeigen

Im Artikelbild parkt ein Auto mit eingeklappten Rückspiegeln kurz hinter einer Kreuzung auf einem benutzungspflichtigen Radweg, der auch vom Bus genutzt werden darf. Radfahrende werden auf die Autospur gezwungen.

Anmerkung: Mir geht es in diesem Beitrag darum, dass man eine Möglichkeit hat, diejenigen Falschparker anzuzeigen, die schwächere Verkehrsteilnehmer gefährden. Wenn z. B. ein Auto an einer Straßenecke parkt, verdeckt es die Sicht für andere Verkehrsteilnehmer. Wenn ein Auto auf dem Gehweg parkt, dann kommen Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen nicht mehr durch. Wenn jemand auf dem Radweg parkt, dann müssen Radfahrende in den Autoverkehr ausweichen, usw.

Wie zeigt man Falschparker in anderen Städten an?

In vielen anderen Städten in Deutschland ist es ziemlich einfach, Falschparker anzuzeigen. Man schreibt eine E-Mail an das Amt für öffentliche Ordnung, fügt ein paar Beweisfotos an und ein paar zusätzliche Daten wie Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Ort, Datum und die Angaben zur eigenen Person.

Noch einfacher geht es mit der App Wegeheld, die automatisch eine entsprechende E-Mail an das passende Ordnungsamt zum aktuellen Standort erstellt, die man auf dem Smartphone nur noch abschicken muss.

Nicht so in Pforzheim. Hier muss man unnötige Hürden nehmen, denn weder formlose Anzeigen per E-Mail, noch solche, die die App Wegeheld generiert, werden vom „gemeindlichen Vollzugsdienst“ in Pforzheim bearbeitet. Im Enzkreis dagegen ist das kein Problem.

Ohne Formular keine Bearbeitung

Dass solche Anzeigen in Pforzheim nicht bearbeitet werden, habe ich erst dadurch erfahren, dass man mir nach mehreren Wochen und mehreren Anzeigen per E-Mail mitgeteilt hatte, es würden nur solche Anzeigen bearbeitet, die man über ein eigenes Formular der Stadt erstatte.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #10

Es gab den Wunsch von einem Menschen auf mastodon, hier auch mal die schönen Seiten des Radfahrens zu zeigen.

Das hatte ich mir heute vorgenommen, aber für schöne Bilder war es schon zu dunkel und nette Momente gab es heute auch nicht allzu viele.

Los geht es um 15:18 Uhr bei schönem Nieselregen und um die 3°C.

Hinter mir sehe ich den Bus um die Kurve fahren und weil es gleich auf die Landstraße geht, wo er mich regulär nicht gut überholen könnte, fahre ich rechts in die Seitenstraße hinein, sodass er vorbei kann. Der Busfahrer bedankt sich.

15:22 – Ein Autofahrer überholt unnötig knapp trotz freier Gegenspur.

15:22 – Autofahrender überholt hupend mit sehr viel Abstand. Ich grüße zurück.

15:23 – Autofahrender überholt trotz Gegenverkehr und bedrängt meiner Ansicht nach auch den entgegen kommenden Autofahrenden.

15:34 – Bevor es auf der Landstraße in den S-Kurven-Bereich geht, lasse ich noch ganz viele Autofahrende vorbei, bevor ich losfahre. Sonst könnte es in diesem Bereich ungemütlich für mich werden.

15:36 – Aus dem leichten Nieselregen wird pieksiker Regen.

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Critical Mass in Pforzheim am 30. November 2018

Am kommenden Freitag findet in Pforzheim wieder die Critical Mass (CM) statt.

Am 30. November treffen wir uns um 19:00 Uhr am Waisenhausplatz und fahren ca. 1,5 Stunden durch Pforzheim.

© OpenStreetMap contributors, https://www.openstreetmap.org/copyright

Danach gibt es einen Ausklang mit Kinderpunsch und Glühwein im Cafe Roland.

Dieses Mal gibt es wieder eine Besonderheit (aus dem CM-Newsletter):


Wir planen deshalb am 30.11. um 18:30 Uhr, also eine halbe Stunde vor
dem Start der Critical Mass ein Pressegespräch, zu dem wir neben der
Presse auch PolitikerInnen und andere Akteure in der
Radverkehrsentwicklung einladen. Kommt zahlreich dazu und zeigt damit,
dass vielen Menschen die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur in
Pforzheim wichtig ist.

Kommt bitte schon um 18:30 Uhr zahlreich und bringt jeden mit, den ihr unterwegs auf dem Fahrrad trefft.

Achtet bitte darauf, dass ihr funktionierendes Licht am Fahrrad habt.

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #9

Anmerkungen:

  • Die Kamera lag zu lange ohne Akku herum, d. h. die Zeit fing heute bei 00:00 an. Deshalb schreibe ich heute nicht die Uhrzeit dazu sondern die relative Zeit ab Start.

Los gehts um 00:00 bei leichtem Nieselregen und angenehmen 5°C.

00:03 – Ein Lkwfahrer bekommt von mir einen Daumen hoch, weil er so schön überholt hat.

00:17 – Ich fahre auf der Landstraße in die Haltebucht, um den Autofahrenden hinter mir vorbei zu lassen – er bedankt sich nicht.

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Linkdump #24

 

Radverkehrsanteil in Pforzheim gesunken, nur noch bei drei Prozent

Im Jahr 2017 hatte man sich noch darüber gefreut, dass Pforzheim im Fahrradklimatest des ADFC (von 2016) zu den Aufholern zählte. Der Radverkehrsanteil betrug damals noch sechs Prozent; die Quelle dafür habe ich bisher noch nicht gefunden.

Vor ein paar Tagen gab es eine Pressemeldung (siehe hier), die besagt (siehe PDF-Dokument auf Seite 3), dass Pforzheim jetzt nur noch einen Radverkehrsanteil von drei Prozent hat. Die Daten stammen aus der Verkehrserhebung Mobilität in Deutschland (MiD) von 2017 und wurden vor wenigen Tagen vorgestellt.

Die Daten stammen aus Befragungen, nicht von einer Verkehrszählung.

Videos von der „Bitte wenden! Verkehrswendekonferenz Süd“

Wenn man sich für den Radverkehr interessiert, dann sollte man sich diese vier Videos von der „Bitte wenden! Verkehrswendekonferenz Süd“ in Stuttgart vom 16. November 2018 ansehen.

Hier die Playliste auf Youtube:

(Direktlink)

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #8

Los geht es um 14:40 Uhr.

14:53 – Ein Transporterfahrer überholt mich mit genügend Abstand, jedoch nicht den Radfahrer vor mir.

14:58 – Zweimal überholt mit ca. einem Meter Abstand bei Gegenverkehr.

15:02 – Trotz freier Gegenspur mit wenig Abstand überholt worden.

15:05 – Der Lkw mit Tankwagen auf der linken Spur fährt schnell an mir vorbei und kommt mir am Ende seines Fahrzeugs immer näher, sodass ich einen Schlenker nach rechts mache. Neben der Ampel 70m weiter stehe ich neben ihm und versuche, mit ihm zu sprechen. Er macht die Scheibe nicht auf.

15:10 – Pause bis 15:43.

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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #7

Los geht es um 13:20 Uhr.

Es war eine ruhige Fahrt in die Stadt den Berg hinunter.

13:35 – An der Ampel stehend mache ich der Dame im Golf hinter mir klar, dass sie auf die Induktionsspule vorfahren muss, damit die Ampel reagiert. Sie gestikuliert etwas aggressiv, als sie merkt, dass „wir“ erst wieder bei der nächsten Schaltung grün bekommen.

13:39 – Direkt nach dem Kreisverkehr biege ich auf die linke Spur ab und der hinter mir fährt auf der rechten Spur im Abstand von nur wenigen Zentimetern vorbei, anstatt zu warten, bis ich komplett rüber bin; nur um 15m weiter neben mir an der roten Ampel zu stehen. Ich spreche ihn an. Statt sich zu entschuldigen, macht er mich darauf aufmerksam, dass ich Schuld sei, weil ich zum Linksabbiegen kein Handzeichen gegeben hätte. Den Zusammenhang habe ich bisher nicht verstanden.

13:57 – Der Autofahrende kommt ganz nah dran, trotz Gegenverkehr, und überholt knapp, während er wiederholt auf den Gehweg(?) zeigt. Im Bild sieht man, dass das Auto nicht mal die Mittellinie überfährt und auf der Gegenspur kommt ein Auto entgegen.

14:00 – Pause bis 14:25 Uhr.

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