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Save the Date – 25. Oktober 2019 in Pforzheim – Nachmittags Parking Day, abends Critical Mass

Der erste Parking Day in Pforzheim fand am 20. September statt. Nun wird es einen zweiten Parking Day geben, am 25. Oktober 2019. Von 14:00 bis 17:00 gehört der verkehrsberuhigte Bereich der Ebersteinstraße fast ausschließlich den Menschen, nicht den Autos.

Es gibt ein Video vom ersten Parking Day im September. Damit könnt ihr euch einen Eindruck verschaffen, wie das so abläuft, siehe hier.

Am Abend, um 19:00 Uhr, startet dann die Critical Mass Oktober am Waisenhausplatz. Achtet bitte darauf, dass ihr funktionierende Beleuchtung am Fahrrad habt.

Antwort aus dem Polizeipräsidium Karlsruhe auf offenen Brief zum Umgang mit Verkehrsgefährdungen gegen Radfahrende

Vor ein paar Tagen kam die Antwort aus dem Polizeipräsidium Karlsruhe auf den offenen Brief. Die gestellten Fragen sind unten im Beitrag zu finden.

Die Antwort aus dem Polizeipräsidium Karlsruhe

Anmerkungen:

  1. Das Ermittlungsverfahren wurde schon vor Monaten eingestellt, lange bevor der offene Brief entstanden ist.
  2. Die Anzeige wurde zuerst online erstattet; darauf folgte aber lediglich ein Termin in der lokalen Dienststelle. Der offene Brief setzt erst dort an.

Polizeipräsidentin Caren Denner schreibt:

Sehr geehrter Herr Stadtrat Weisenbacher,

zu den Fragen 7 und 9 in Ihrem Schreiben vom 05. Oktober 2019 teilen wir Ihnen folgendes mit: Grundsätzlich ist jede Polizeidienststelle des Landes Baden-Württemberg verpflichtet, bei zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkten allen Straftaten nachzugehen. Die Anzeigenerstattung erfolgte im vorliegenden Fall über die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg und wurde gemäß dem Geschäftsverteilungsplan an die zuständige Polizeidienststelle weitergeleitet und dort unverzüglich bearbeitet. Das Strafverfahren wurde bereits der Staatsanwaltschaft vorgelegt, weshalb wir um Verständnis bitten, dass wir hierzu keine weitere Auskunft geben. Zu den Fragen 1 bis 6 und 8 verweisen wir auf die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Pforzheim.

Hinsichtlich Ihrer Anmerkungen im Anschluss an die Fragen 1 bis 9 ist zu sagen, dass die polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit einer der zentralen Punkte der Verkehrsprävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe ist. In Zeiten einer stetig steigenden Verkehrsdichte ist es zwingend erforderlich, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ein vorschriftsmäßiges Miteinander aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Das Polizeipräsidium Karlsruhe führt zur Überwachung des Straßenverkehrs allgemeine Verkehrskontrollen durch. Sofern es an bestimmten Örtlichkeiten zu signifikanten Vorkommnissen/Gefährdungen oder Unfallhäufungen kommt, werden anlassbezogene Maßnahmen wie Kontrollstellen oder Vor-Ort-Termine vorbereitet und durchgeführt.

Mit freundlichen Grüßen

Die im offenen Brief gestellten Fragen

  1. Ist ein Überholvorgang bei durchgezogener Linie, in der Kurve und bei Gegenverkehr – wie man dies vom Busfahrer in dem Video sieht – erlaubt?
  2. Welche Konsequenzen hatte der Überholvorgang für den Busfahrer?
  3. Stimmen Sie mit mir überein, dass der Abstand in dem Video zwischen Bus und Fahrrad beim Überholvorgang des KFZ geringer als 1,5 Meter bis 2 Meter ist?
  4. Kennen und akzeptieren Sie die oben zitierte und allgemein anerkannte Rechtsprechung zum Seitenabstand von KFZ zu Fahrradfahrer beim Überholvorgang?
  5. Falls nein, warum nicht und mit welcher Rechtsprechung begründen Sie dies?
  6. Falls ja, warum führt dies nicht dazu, dass Sie Anzeigen mit entsprechenden Gefährdungssituationen für Fahrradfahrer zulassen und Ermittlungsverfahren
    durchführen bzw. Strafen/Bußgelder vollziehen?
  7. Warum nimmt die Polizei Pforzheim nur nach mehrmaligem Nachdruck Anzeigen zur Verkehrsgefährdung von Fahrradfahrern bei Überholvorgängen von KFZ mit deutlich geringerem Abstand als den 1,5 – 2 Meter an, die zudem auf Video aufgezeichnet sind, sowie Tatort und Tatzeit nachweisbar und KFZ-Halter eindeutig nachvollziehbar wären?
  8. Warum stellt die Staatsanwaltschaft Pforzheim Ermittlungsverfahren zur Verkehrsgefährdung von Fahrradfahrern bei Überholvorgängen von KFZ mit deutlich
    geringerem Abstand als den 1,5 – 2 Meter ein, die zudem auf Video aufgezeichnet sind, sowie Tatort und Tatzeit nachweisbar und KFZ-Halter eindeutig nachvollziehbar wären?
  9. Was muss passieren bezüglich der Gefährdungssituation des Fahrradfahrers beim Überholvorgang eines KFZ, damit Anzeigen bei der Polizei angenommen werden und ein Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft nicht eingestellt, sondern vollzogen wird?

Was bedeutet das?

Die Bewertung dieser Antwort möchte ich anderen Menschen überlassen, die mehr mit solchen Dingen zu tun haben.

Eine Antwort der Staatsanwaltschaft steht noch aus.

Offener Brief an Polizei und Staatsanwaltschaft bezüglich (Nicht-)Ahndung von Verstößen in Pforzheim wenn Fahrradfahrende gefährdet werden

Update (17. Oktober 2019): Es gibt eine Antwort aus dem Polizeipräsidium Karlsruhe, siehe hier.

Update: Alle Erwähnungen dieses Themas in verschiedenen Medien sind jetzt in meinem Wiki aufgelistet, siehe hier.

Im Juni 2019 veröffentlichte ich einen Blogbeitrag darüber, dass die Staatsanwaltschaft in Pforzheim ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung gegen einen Busfahrer einstellte, der mich in einer Kurve mit durchgezogener Mittellinie, bei Gegenverkehr und mit wenig Abstand überholte. Und auch darüber, dass die Polizei in Pforzheim solche Fälle nicht ernst zu nehmen scheint.

Christof Weisenbacher (Wir in Pforzheim), der Mitglied des Gemeinderats in Pforzheim ist, hat diesbezüglich einen offenen Brief veröffentlicht, adressiert an die Leitende Oberstaatsanwältin Mayländer und an Polizeipräsidentin Denner.

Enthalten sind neben einer Erläuterung des Falls auch einige Fragen an Staatsanwaltschaft und Polizei und auch ein Verweis auf den Blogbeitrag.

Hier findet man die Pressemitteilung und hier den offenen Brief.

Vielen Dank dafür.

Bericht und Fotos der Kidical Mass am 05. Oktober 2019 in Pforzheim

Bis Samstag mittag regnete es noch in Pforzheim und ich hatte die Befürchtung, dass kaum jemand kommen würde. Als ich um 13:30 Uhr am Benckieserpark ankam, waren nur wenige Erwachsene und ein Kind anwesend. Man scherzte, dass es mehr Polizeibeamte gebe als Teilnehmende. Denn es waren ein Polizeibus, zwei Streifenwagen und ein Motorrad vor Ort. Bis 14:10 Uhr kamen dann aber noch einige Menschen und so machten wir uns bei circa 12 °C mit ungefähr 35 Radfahrenden nach einer kurzen Ansprache um 14:17 Uhr auf den Weg.

Zuvor gab es ein paar Fragen von der Presse; eine Dame vom BNN und ein Herr von der PZ waren zugegen.

Der Streckenverlauf der Kidical Mass im Oktober:

Screenshot von maps.openrouteservice.org – Copyright by OpenStreeMap Contributors

Schön fand ich von der Polizei, dass, zumindest auf schmalen Straßen, der Gegenverkehr angewiesen wurde, stehen zu bleiben, bis der Demozug vorbeigefahren war. Ein paar wenige Autofahrende schienen das nicht verstanden zu haben und fuhren weiter, wenn auch sehr langsam. Alle Spuren für unsere Richtung gehörten uns.

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Vorbereitungen für die Kälte – Update für meine Lenkerstulpen am Fahrrad – Version 3

Statt immer dickerer Handschuhe verwende ich fürs Fahrradfahren Lenkerstulpen. Damit reicht es auch im Winter bei Minusgraden aus nur relativ dünne Handschuhe zu tragen. Bis Null Grad Celsius braucht man gar keine zusätzlichen Handschuhe. Über die Zeit habe ich die in einem Motorradgeschäft gekauften und nicht wirklich warmen Lenkerstulpen verbessert. Jetzt auch wieder.

Probleme mit Version 2

Das Problem mit Version 2 der Lenkerstulpen war, dass sie immer noch nach hinten bzw. unten weggerutscht sind und dass man deshalb bei Verwendung der „Einleger“ relativ schlecht rein kam.

Unkäuflich

Deshalb hatte ich ursprünglich beschlossen, fertige Lenkerstulpen für den Winter zu kaufen. Cobrafist von 45NRTH. Leider gibt es diese in Deutschland weder online zu bestellen noch kann ein lokaler Händler in Pforzheim diese bekommen, auch nicht der, von dem mir diese letztes Jahr empfohlen wurden.

Selbst bauen

Deshalb überlegte ich, wie man das Problem mit den wegrutschenden Stulpen beheben kann. Die Idee war es, je eine Öse pro Stulpen an der Stelle anzubringen, an der der Stulpen am Lenker sitzen sollte. Mittels meines Rückspiegels (Mirrcycle), der im Lenkerinneren verschraubt wird und durch die Öse führt, konnte ich den Lenkerstulpen links fixieren. Da ich auch noch einen alten Rückspiegel hatte, machte ich dasselbe auch rechts. Statt eines Rückspiegels ließe sich hier auch ein Lenkerstopfen oder auch eine Lenkerendkappe mit Schraube verwenden, der genauso funktioniert wie ein Dübel. Vielleicht werde ich die Befestigung in Zukunft durch so Lenkerendkappe einen ersetzen; zumindest rechts.

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Ehrung für Stadtradeln-Gewinner in Pforzheim

Gestern war ich im Rathaus in Pforzheim bei der „Ehrung“ der Stadtradeln-Gewinner.

Die Gruppe „Fahrradhelden“, in der ich mitfuhr, war auf dem dritten Platz gelandet in der Kategorie „Die meisten Kilometer pro Teilnehmer“.

Als „Gewinn“ gab es eine Tasche mit Flickzeug und zwei Reifenhebern, eine Pforzheim-Tasse, eine Warnweste und eine Trinkflasche aus Glas mit Bambusverschluss. Die Flasche ist schön, das hat mich gefreut. Eine neue Warnweste hätte ich auch demnächst kaufen müssen und Flickzeug ist immer gut.

Alle Ergebnisse und die Namen dazu gibt es hier und hier.

Die gesammelten Kilometer der erstplatzierten waren ähnlich denen im letzten Jahr im Enzkreis, wo ich letztes Jahr mitgefahren bin. Auch waren es wieder Rennradfahrende, die die meisten Kilometer gefahren sind.

Dieses Jahr fuhr ich für Pforzheim mit, weil ich wissen wollte, was es hier gibt. Im Enzkreis gab es letztes Jahr Essenskörbe.

Es waren erstaunlich wenige Menschen dort; vielleicht 20, maximal 30. Auch eine Mensch mit Videokamera von Baden TV war vor Ort. Einen Bericht zu der Ehrung gab es dann abends bei „Baden TV Aktuell“, siehe hier (ab 11:43).

Ich weiß, es war eine öffentliche Veranstaltung und ich dürfte die Gesichter unverpixelt veröffentlichen. Aber aus Prinzip mache ich das nicht. Außerdem gibt es ja KI, mit der man diese Gesichter einigermaßen echt entpixeln kann :) Ich bin übrigens der, den man nicht auf dem Bild sehen kann.

Weil mein Bus größer ist als dein Fahrrad! #4

Mittlerweile habe ich richtig Angst, wenn ich höre/sehe, dass sich von hinten ein Bus nähert und hoffe, dass ich nicht erwischt werde. Ich versuche nur noch, möglichst nicht zu lenken und mich am Lenker festzuhalten! So wie heute.

Der Abstandsmesser war wegen des Regens nicht an. Aber mehr als 0,5 Meter waren das nicht; eher weniger.

Liebe Südwestbus, liebe Stadt Pforzheim, liebe Polizei Pforzheim: Falls mich irgendwann einer dieser wahnsinnigen Busfahrer umbringt, dann wisst ihr ja, dass ihr nichts unternommen habt, obwohl ich euch immer wieder darüber informiert habe und dass Ihr deshalb mitverantwortlich seid!

(Direktlink)

Kidical Mass – am 5. Oktober ist es in Pforzheim wieder soweit

Am 5. Oktober wird es wieder eine Kidical Mass in Pforzheim geben; die dritte und letzte in diesem Jahr. Los geht es um 14 Uhr am Benckiserpark.

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Ein neues Werkzeug für ein neues Hobby – Ein Greifer zum Müll sammeln – #Plogging oder #Plycling

Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, dann mache ich auch an vielen verschiedenen Orten Pause. Wenn ich an solchen Orten nur kurz verweile, dann lasse ich den Blick eher über die Landschaft schweifen und genieße die Aussicht. Bleibe ich jedoch länger, fällt mir oftmals auf, dass teilweise sehr viel Müll in der näheren Umgebung herumliegt.

Das ärgert mich. Deshalb habe ich letzte Woche einen Müllgreifer gekauft. Einen Tag später habe ich diesen dann zum ersten Mal ausprobiert und war zufrieden. In circa zwei Stunden sammelte ich an zwei verschiedenen Orten eine nicht kleine Tüte Müll ein. Hauptsächlich waren es Zigarettenstummel und Metallverschlüsse von Flaschen (Kronkorken). Einer der Orte war das Gebiet um die Hohe Warte in Hohenwart. Der zweite Ort war eine gemütliche Sitzbank in der Nähe.

Heute war ich auch wieder mit dem Fahrrad unterwegs und sammelte an drei Orten circa 30 Minuten lang Müll ein.

Wie kommt man auf so etwas?

„Inspiriert“ hat mich vor allem ein älterer Herr, der in Pforzheim schon seit vielen Jahren mehr oder weniger systematisch den Müll aufsammelt. Warum? Weil er es kann. Ich habe ihn irgendwann einmal angesprochen und mich bei ihm dafür bedankt und er erzählte mir ein paar Dinge dazu. Und er meinte auch, dass es weniger Müll geworden ist, seit er das macht – immerhin 20 Jahre, wie er sagte.

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