Am Dienstag bin ich eine schöne Fahrradtour gefahren. Eigentlich war es eine Alltagsfahrt und ich habe den Rückweg umständlicher und schöner gestaltet.

Noch in Pforzheim entstand dieses Foto:

Statt von Pforzheim aus direkt die L574 hoch zu fahren, fuhr ich über Büchenbronn und Engelsbrand nach Grunbach, Unterreichenbach, Schellbronn usw.

Zwischenmeldung

Bevor ich morgens losfuhr, hatte ich noch eine E-Mail wegen einer Müllmeldung geschrieben und eine schöne Rückmeldung bekommen, siehe hier.

Pausenbaum vor Büchenbronn

Eine Pause an einem schönen Pausenbaum vor Büchenbronn:

Waldrand bei Büchenbronn

Und Waldblumen am Waldrand von Büchenbronn:

Geldbeutel

Landstraße

Auf der Landstraße zwischen Büchenbronn und Grunbach sah ich rechts im Grünstreifen an der Landstraße einen 20 € Schein, der leicht im Wind flatterte. Einen Meter weiter einen Geldbeutel auf der Fahrbahn.

Geldbeutel, der auf einer Fahrbahn liegt. Es schaut ein Bonusheft heraus und man sieht den Ansatz von Geldscheinen.

Ich fuhr zur noch circa 15 Meter weiter zu einer Stelle, an der ich das Rad sicher abstellen konnte. Dann lief ich zurück und sammelte auf dem Weg zum Geldbeutel weitere Dinge ein. Dann den Geldbeutel. Kurz darauf fuhr jemand vorbei und wirbelte eine Scheckkarte auf, die auf Fahrbahn klapperte. Ein Führerschein. Auch auf der anderen Seite der Straße habe ich mehrere Dinge eingesammelt.

Am Ende hatte ich einen Röntgenpass, ein Bonusheft für den Zahnarzt, eine Krankenversichertenkarte, den Personalausweis(?), den Führerschein, ein Firmendokument, ein Impfzertifikat, Zettel mit handschriftlichen Notizen, zwei 20 € Scheine und einen Geldbeutel, in dem weitere Dinge drin waren. Habe das, was ich zusammen gesammelt hatte, in eine Ecke des Geldbeutels gepackt und bin bis Grunbach gefahren.

Dort habe ich an einer ruhigen Stelle nur die eingesammelten Dokumente nach einer Adresse abgesucht und eine im Bonusheft gefunden. Das Ziel war nur circa zwei Kilometer entfernt und so machte ich mich auf den Weg dorthin. Hätte ich keine Adresse gefunden, wäre das nächste Ziel eine Polizeidienststelle gewesen, bei der ich zuvor angerufen hätte.

Abgabe

Ich klingelte an der auf dem Bonusheft eingetragenen Adresse. Ein Einfamilienhaus. Ein älterer Herr, der mir schon von den Dokumenten bekannt vorkam, wusste direkt, dass ich sicher hier sei, um seinen Geldbeutel abzugeben, den er heute morgen verloren habe. Ich bestätigte und er nahm alles entgegen.

Er sah kurz durch, ob was fehlte und ich gab noch den Hinweis, dass ich all das eingesammelt hatte und das deshalb nicht im “Originalzustand” sei. Daraufhin schaute er genauer und konnte so z. B. auch die verloren geglaubte Versichertenkarte finden.

Erst wollte er mir 20 € fürs “Finden” geben, was ich aber ablehnte. Ob ich Kuchen mag, fragte seine Frau, doch das lehnte ich auch ab, bin eh schon zu kuchig. Ich bat aber um etwas Wasser und bekam das auch.

Er hatte sich sicher 15 Mal bedankt :P

Leider fehlte jedoch die Bankkarte, die er aber bereits am Morgen hatte sperren lassen. Ich erklärte ihm, wo genau ich alles eingesammelt hatte und er fuhr kurz darauf dorthin, um zu schauen, ob er noch etwas finden könne.

update
29.04.2022: Das Telefon klingelte und der Herr war dran, er kündige seinen Besuch an für eine “Belohnung”. Die ganze Geschichte gibt es hier.

Klassiker

Er konnte sich nicht erklären, wie an der Stelle den Geldbeutel verlieren konnte. Ich sagte, er habe ihn vielleicht auf dem Dach liegen lassen. Er überlegte kurz und sagte, dass es das war. Er habe im Nachbardorf eingekauft, bezahlt, den Geldbeutel aufs Dach gelegt und sei losgefahren.

Zur Sicherheit

Da leider etwas aus dem Geldbeutel fehlte, bot ich den beiden an, die Polizei zu informieren, nur für den Fall, damit sie sicher sein könnten, falls ihnen bei der Sache unwohl wäre. Das wollten sie nicht, nahmen es dann aber an, sich meine Daten aufzuschreiben.

Ich durfte anschließend durchs ganze Dorf wieder auf den Berg hoch fahren. Denn die beiden wohnten ganz unten.

Feuerwehrhaus Engelsbrand

Es war ziemlich warm geworden und ich suchte einen schattigen Platz für eine Pause. Das neue Feuerwehrhaus am Rand von Engelsbrand war perfekt dafür.

Schattiges Plätzchen hinter dem Feuerwehrhaus in Engelsbrand. Im Hintergrund Wald.

Unterreichenbach

Von Grunbach aus fuhr ich dann hinunter nach Unterreichenbach. An einer Ecke ganz oben im Dorf steht ein wunderschöner Baum in einem schönen Garten:

Unten im Dort vor dem Anstieg habe ich eine Pause gemacht:

Aufstieg

Dann ging es an den Anstieg. An einer Stelle sah ich auf dem Boden einen angemalten Stein liegen. Auf der Vorderseite war eine Facebook-Seite und auf der anderen das hier:

Eine auf einen Stein gemalte Hornisse.

An einer kleinen Hütte zwischen Unterreichenbach, Hohenwart und Schellbronn habe ich eine Pause gemacht. Dort entstanden diese beiden Fotos:

Ladungssicherung, so wichtig

Am Ende der Tour sah ich dann im Grünstreifen an der L574 noch einen Papierkarton und auf einigen Metern verstreut verschiedene Gegenstände – Tastatur, Lampe, Dekoartikel, usw. Habe das alles eingesammelt, in die Kiste gelegt und stehen lassen.

Wenn das in den nächsten Tagen nicht abgeholt wird, werde ich wieder eine E-Mail an die zuständige Stelle schreiben.

update
Ein paar Tage später lag der Karton nicht mehr dort.

Streckendaten

  • Strecke: 53,62 km
  • Fahrzeit: 3:32:21
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,15 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit: 57,11 km/h
  • Höhenmeter: 844 hm