Man kann sich wieder “beteiligen” an der Zukunft Pforzheims, genauer gesagt am Integrierten Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP). Bis zum 17. April 2022 kann man vorgegebene Maßnahmen priorisieren und hat dazu 15 Punkte, die man verteilen kann. Jede Maßnahme “kostet” zwischen 1 und 3 Punkten.

“Mitspielen” kann man hier: pforzheim-mobil.de/.

Bitte zahlreich beteiligen. 🙂

Gedanken dazu#

Busse#

Nicht ganz nachvollziehen kann ich dabei den Punkt Ausbau und Bevorrechtigung des Bus-Systems. Dort soll es unter anderem um “Einrichtung von Busspuren auf der Westlichen Karl-Friedrich-Straße […]” gehen. Zum einen wird dort gerade schon umgebaut und zum anderen hatten die Busunternehmen meines Wissens nach eine Lösung dort abgelehnt, die Radfahrende und Busse auf einen Fahrstreifen bringen sollte, weil dann die Busse hinter den langsamen Radfahrenden hinterher fahren müssten. Stattdessen werden dort jetzt Mordstreifen mit Längsparkern gemalt, wofür einer von zwei Fahrstreifen je Richtung genutzt wird. Wie da noch ein Bussonderfahrstreifen hin soll, das verstehe ich nicht.

Barrierefreiheit#

Seltsam finde ich auch Barrierefreiheit im System 'Öffentlicher Verkehr', bei dem Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut werden sollen. Soweit mir bekannt, ist das bereits in Planung für die nächsten Jahre.

Monitoring?#

Und was bitte soll Monitoring der IMEP-Umsetzung sein? Ist das nicht der Default, dass man etwas, das man umsetzt, auch überprüft? Wieso wird das hier als Maßnahme suggeriert, die optional sei, und gegen die anderen aufgerechnet werden müsse?

Falschparker#

Öffentliche Parkstände ordnen und Gehwege stärken … da steht:

Durch die Markierung von Parkständen und Sperrflächen sowie die Einrichtung von Parkverbotszonen sollen Gehwege mit ausreichender Breite freigehalten werden und der ruhende Kfz-Verkehr auf die Fahrbahn verlagert werden.

Weil ja Parkverbotszonen so viel bringen in einer Stadt, in der abends sehr viele Gehwege komplett beparkt werden und bei einem Amt für öffentliche Ordnung, das vielleicht mal an einem Aktionstag mit Pressebegleitung und Fotos für den Bürgermeister umsetzen lässt und es ansonsten, wenn überhaupt, bei Knöllchen belässt. Von “neue Mitarbeiter für Kontrollen” steht da nichts. Und in dem Plan ist die Benutzung der Gehwege weiterhin enthalten, nur halt mit ausreichender Restbreite.

Fußverkehr#

Im Prinzip würde ich auch “Fußverkehrskonzept” auswählen. Aber Pforzheim ist eine Stadt, die viele Konzepte hat, die in Schubladen liegen, alle paar Jahre mal wieder ausgepackt und diskutiert und geupdated werden, um dann wieder in der Schublade zu landen.

Meine “Wahl”#

Habe meine Wahl getroffen:

Screenshot meiner Priorisierung auf der Website
Screenshot meiner Priorisierung auf der Website