Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #40 – Vom Fahrer eines Lkw auf Landstraße bedrängt

Dieser Fahrer eines Lkw mit Anhänger konnte mich schon von Weitem sehen. Trotzdem hat er erst kurz hinter mir gebremst. An dieser Stelle geht die Landstraße bergauf und ein paar Meter weiter ist eine scharfe Linkskurve und auch eine Haltebucht. Trotz Gegenverkehr hat der Fahrer erst spät gebremst.

Es war extrem beängstigend, denn ich habe zuerst gehört, wie der Motor hoch drehte und der Fahrer dann erst kurz hinter mir zum Stehen kam. Kurz danach hat der Fahrer wegen meiner verängstigten Reaktion auf seine Fahrweise direkt hinter mir die extrem laute Hupe seines Lkw aktiviert.

Über Social Media habe ich erfahren, dass das Hochdrehen des Motors auf die Motorbremse zurückzuführen ist. Das weiß man aber in dem Moment natürlich nicht.

Hier die Situation vorne, als der Fahrer des Lkw hinter mir näher kam.

Hier das Video:

(Direktlink)

Genau wegen solchen Fahrern habe ich den Abstandshalter am Fahrrad. Denn ohne den würden diese Menschen auch bei Gegenverkehr mit extrem wenig Abstand überholen.

Ich wäre so oder so an der kleinen Haltebucht heraus gefahren, um die Menschen hinter mir vorbei zu lassen. Aus Dankbarkeit dafür hat einer der nachfolgenden Autofahrenden genau auf meiner Höhe das Scheibenwischwasser seines Autos aktiviert.

Nachdem ich das Video auf Twitter veröffentlicht hatte, gab es viele seltsame Rückmeldungen von Menschen, die sich wünschen, dass Radfahrende jederzeit ins Grün ausweichen sollen oder am Besten gar nicht erst auf einer asphaltierten Landstraße fahren dürften.

Hier der Tweet (Link zu Twitter):

Ich möchte in dem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es für einen Vertreter der Polizei Pforzheim in Ordnung ist, so zu hupen. Das sagte mir ein Polizist 2019 im Zusammenhang eines aus meiner Sicht ähnlichen Vorfalls: „Der Fahrer dürfe mit der Hupe anzeigen, dass er überholen will.“

Da weiß ich direkt, dass ich wegen des Vorfalls gar nicht erst zur Polizei gehen muss. Das bringt sowieso nichts.

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