Müllsammeln #9/2021 – Das erste Mal im Landkreis Calw

Am 22.04.2021 war ich das erste Mal Müllsammeln im Landkreis Calw, nachdem ich schon Anfang des Jahres eine Vereinbarung mit der Verwaltung des Landkreises zum kostenfreien Abgeben des gesammelten Mülls getroffen hatte.

Monakam – Landstraße zumindest sauber :)

Den Anfang machte ich in Monakam, bzw. wollte ihn dort machen. Aber entlang der Landstraße von der L 573 nach Monakam habe ich am Straßenrand gar keinen Müll gesehen. Das ist demnach keine Landstraße, auf der Autofahrende aus dem Auto heraus ihren Müll werfen.

Entlang der L 573

Dann fuhr ich zurück zur L 573 und hielt dort an mehreren Stellen an und fand nur wenig Müll.

Der Bereich dort gehört zu Bad Liebenzell. Und am „Eingang“ zum Wald hängt dort an einer Stelle dieses Schild.

Unterhaugstett – Illegale Mülldeponie – viel Glas

Die ersten größeren Müllmengen fand ich in Unterhaugstett. In einem Waldstück an der letzten Straße des kleinen Ortes. An solchen Stellen finde ich fast immer viel Müll. Viele Glasflaschen, Verpackungsmüll, Kunststoffe, Metall fand ich hier.

Und leider auch eine ca. 10 * 10 Meter große Fläche, auf der geschätzt mehrere hundert Glasflaschen lagen. Ich sammelte ein bisschen davon ein und habe an einer Stelle ein wenig gegraben und es kamen weitere Glasflaschen zu Tage.

Hier alleine einzusammeln hatte keinen Sinn, da braucht man großes Gerät. Also habe ich Fotos gemacht, dazu Screenshots von OsmAnd für den Standort und das alles per E-Mail an meinen Kontaktmenschen bei der AWG Calw geschickt. Ich bin gespannt, ob und wann das aufgeräumt wird.

Wald in Richtung Neuhengstett

Von Unterhaugstett bin ich dann durch den Wald in Richtung Neuhengstett gefahren, vorbei an einem Waldkindergarten. Im Wald habe ich nur an einer Stelle Müll hinter einem Baum versteckt gefunden. Einen leeren Kanister, Draht und eine Rolle gelber Müllsäcke.

Ansonsten war es dort ziemlich sauber. Hier kommt so gut wie niemand mit dem Auto vorbei.

Und mir fiel irgendwann tief im Wald auf, dass ich keine Motorengeräusche von Fahrzeugen mehr hören konnte. Nur noch Vogelgezwitscher. Ich habe meine Musik ausgemacht und der Natur gelauscht, während ich durch den Wald gelaufen bin :)

Ich fand in dem Wald an zwei Stellen große Rohre. Habe beide Stellen per E-Mail an den Kontaktmenschen der AWG geschickt.

Etwas weiter habe ich dann circa fünf Meter neben dem Weg einen liegenden Hochsitz aus Metall „gefunden“ und auch per E-Mail gemeldet.

Fast in Neuhengstett steht auf einem Verkehrsschild eines Waldwegs „Kindergarten, Schrittgeschwindigkeit“. Wieso geht so etwas auf einem Waldweg, an einer Straße innerhalb einer Ortschaft darf man aber 30 km/h fahren?

Kurz nach dem Waldkindergarten, da wo alle ihre dicken Autos parken, um die Kinder aus dem Wald abzuholen, stand einsam dieser kleine Gummibaum.

Und gegenüber entstand dieses schöne Foto von einem Bienelein.

Das erste Mal Müll abgeben, mit Formular und Lieferschein :)

Als ich aus dem Wald heraus kam, war ich fast in Neuhengstett und fuhr dann weiter zur Entsorgungsanlage Simmozheim, die auf dem Weg nach Althengstett liegt.

Bevor ich den Müll abgeben konnte, sortierte ich noch etwas und wollte auch noch ein Foto wegen der Müllmenge machen, was ich dann aber vergessen hatte. Denn ich sah im Wald um die Entsorgungsanlage sehr viel Müll liegen, den ich an mehreren Stellen einsammelte. So kamen noch einmal ein paar Kilogramm Müll zu meiner Sammlung hinzu. Hier werde ich ein anderes mal weitermachen.

Dann füllte ich das Formular „Begleitschein zur Abgabe von wildem Müll“ aus. Ich muss dort eintragen, wo ich den Müll gefunden habe, welche Menge es insgesamt ist und woraus der Müll besteht.

Noch Datum eintragen, unterschreiben und los gings die paar Meter zur Entsorgungsanlage bergab.

Die Mitarbeiter wussten direkt, wer ich bin. Schließlich hatten sie Informationen über mich von meinem Kontaktmenschen bei der AWG bekommen.

Ich übergab den rosa Schein und man erklärte mir, wo ich den Restmüll abstellen kann. Da man dort normalerweise Müll mit dem Auto abliefert, fragte mich einer der Mitarbeiter scherzhaft nach meinem Kennzeichen.

Da ich die Container für den Restmüll nicht fand, half mir ein freundlicher Mitarbeiter ein paar Meter weiter.

Dann fuhr ich zurück zum Eingang, wo ich drei Unterschriften machen musste und bekam dann eine Kopie meines ausgefüllten Formulars und einen Lieferschein ausgehändigt.

Ist etwas umständlich, geht aber trotzdem schnell und wenn es für die Verantwortlichen so funktioniert, dann passt das für mich auch.

Hier mein Lieferschein.

26,89 kg Müll habe ich dort abgegeben in zwei Müllsäcken.

Schöner Moment :)

Als ich einen ruhigen Waldweg entlang ging, sah ich viele Schmetterlinge. Ein Zitronenfalter hat mich circa eine Minute lang begleitet, ist immer wieder um mich herum geflogen. Das war schön :)

Rückweg

Jetzt stand der Rückweg von circa 15 Kilometern auf dem Plan. Vorher fuhr ich jedoch erst einmal zu einer schönen Bank zwischen Althengstett, Möttlingen und Neuhengstett. Und weil es dort so schmutzig war, habe ich auch dort noch aufgeräumt.

49 Zigarettenstummel und 2 Glasflaschen habe ich eingesammelt.

Und der Blick zum Pausenbaum an dieser Sitzbank.

Auf dem Rückweg fand ich dann doch noch etwas Müll im Gebiet Neuhausen. Den wollte ich dann beim dortigen Bauhof abgeben. Es war kurz nach 16 Uhr, als ich an der letzten Kreuzung vor dem Bauhof sah, wie der Chef abbog und mir entgegen kam. Ich fragte ihn, ob schon zu sei und er bestätigte. Er hielt an und sagte, ich könne den Müll hinten auf die Ladefläche seines alten Pickups legen.

Vielen Dank dafür :)

Circa 16 kg Müll waren das noch einmal.

Ergebnis

Insgesamt habe ich an diesem Tag gesammelt:

  • 42,89 kg Müll
  • 49 Zigarettenstummel