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Müllsammeln #41/2020 – mit Nebenwirkungen

Am 21.10.2020 war ich wieder mit Fahrrad und Fahrradanhänger unterwegs und habe nebenher auch etwas Müll eingesammelt. Dieses Mal in Niefern, einem Ort im Enzkreis.

Da ich glücklicherweise mit dem Enzkreis schon vor Monaten eine Vereinbarung gemacht hatte, wusste ich, wo ich den Müll auf dem Heimweg abgeben könnte.

Ich war wegen anderer Sachen unterwegs und hatte deshalb „nur“ 8 kg Müll gesammelt. Als ich jedoch den Müll abgeben wollte, sagte mir der Verantwortliche, dass man diesen nicht annehmen würde. Ich verwies auf eine Vereinbarung mit dem Enzkreis, ohne Erfolg.

Da der Chef zwar aktuell im Haus gewesen sein soll, aber zu diesem Zeitpunkt nicht erreichbar war, wartete ich. Währenddessen sammelte ich vor dem Gebäude den Müll ein. 105 Zigarettenstummel und diversen Müll hatte ich gefunden.

Dann war der Chef da, aber auch er wusste nichts von einer Vereinbarung mit dem Enzkreis. Es war auch wieder ein sehr freundliches Gespräch, den Müll wurde ich aber nicht los.

Ich kann rein sachlich nachvollziehen, dass auch der Chef so reagierte und die Annahme verweigerte. Ob man jedoch den Unterschied bemerkt hätte, wenn im Container zusätzlich die gesammelten 8 kg Müll enthalten wären, wenn der Chef den Müll trotzdem angenommen hätte, ist fraglich. Ich habe gesagt, dass mein Heimweg entsprechend schwierig sei und man hätte es einfach machen können.

Das bedeutete, dass ich zwei Möglichkeiten hatte:

  1. Mit dem Müll zu einem der Recyclinghöfe fahren, die aktuell aber vermutlich schon alle geschlossen hatten (ca. 17:20 Uhr).
  2. Mit dem Müll 15 km nach Hause und dabei 300 Höhenmeter nur bergauf fahren. Dann in den nächsten Tagen irgendwo zu den Recyclinghöfen fahren, danach wieder mit Anhänger 300 Höhenmeter bergauf fahren.

Da es schon spät war und demnächst dunkel werden würde, entschied ich mich, nach Hause zu fahren. Es war extrem anstrengend. Auch deshalb, weil ich gerade nicht auf dem Höhepunkt meiner Fitness bin.

Hier hatte ich ca. 1/3 der Strecke geschafft und war total fertig.

Nachdem ich 200 Höhenmeter geschafft hatte, entschied ich, dass ich es gesundheitlich nicht riskieren möchte, auch noch den Rest mit dem Gewicht zu fahren und legte ihn an einer Stelle auf Pforzheimer Gebiet ab, an der er auch ohne Interaktion entsorgt wird.

Ich denke, dass „Pforzheim“ es verkraften wird, 8 kg Müll zu entsorgen, der eigentlich dem „Enzkreis“ gehört.

Ergebnis dieser Aktion:

  • 8,06 kg Müll
  • 125 Zigarettenstummel
  • extrem anstrengende, ungesunde Heimfahrt :(

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