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Raaadweeeg!!! #1 – Von Huchenfeld nach Hohenwart

Für die Strecke Huchenfeld nach Hohenwart nimmt man am besten die Landstraße.

Es gibt noch einen parallel zur Landstraße beginnenden Weg, der anfänglich auch für Kraftfahrzeuge bis zum Wald befahrbar ist, später mitten durch den Wald verläuft und sich immer weiter von der Landstraße entfernt. Dieser Weg ist an keiner einzigen Stelle benutzungspflichtig für Radfahrende. An der höchsten Stelle liegt der Waldweg einige Meter höher als die Landstraße und die mühsam bergauf gefahrene Höhe verliert man mittendrin wieder, weil es bergab in eine Senke geht, bevor man diese Höhe am Ende wieder bergauf fahren muss. Währenddessen ist die Steigung auf der Landstraße geringer und die Senke ist weniger stark. Man benötigt auf der Landstraße viel weniger Kraft und ist auch noch schneller am Ziel. Zudem ist die Landstraße auch bei schlechtem Wetter befahrbar, ohne sich das ganze Fahrrad „einzumatschen“.

Vergleichstabelle

LandstraßeWaldweg
Karte/Route/OberflächeKarteKarte
Streckenlänge (ORS)2,8 km2,7 km (-0,1 km)
Meine Fahrzeit13 min18 min (+38 %)
Höhenmeter, nur hoch ORS)96 hm111 hm (+15 hm)
Höhenmeter, nur runter (ORS)9 hm21 hm (-12 hm)
Maximale Steigung (ORS)10 – 15 %16 % +

Videos

Beide Videos enthalten Untertitel.

Video vom Waldweg:

(Direktlink)

Video von der Landstraße:

(Direktlink)

Mehr als nur Zahlen

Auch dann, wenn die Unterschiede in den Zahlen nicht extrem sind, so merkt man als Radfahrender jeden Höhenmeter, den man bergauf fahren muss. Und auch je nach Beschaffenheit von Waldwegen braucht man auf diesen mehr Kraft als beim Glatten Asphalt von Landstraßen. Für Details wie Oberfläche kann man die verlinkte Karte in der Tabelle ansehen.

ORS steht für OpenRouteService – das ist die Quelle für einige der angegebenen Daten.

6 Antworten auf „Raaadweeeg!!! #1 – Von Huchenfeld nach Hohenwart“

Sorry, ich verstehe das jetzt nicht richtig. Um auf die Straße zwischen Huchenfeld und Hohenwart zu kommen, muss man ja auch den Berg nauf. Warum nun wegen den paar Höhenmetern auf die Straße fahren??? Ich jedenfalls fahre auf diesen Wegen gerne, sehe da kein Problem. Genauso erstaunt es mich, wenn ich sie und andere Radfahrer auf der Straße sehe, wo doch in unmittelbarer Nähe ein Radweg ist oder eine ruhigere Strasse. Natürlich sieht man sie deswegen auch als Provokation an. Einerseits wollen sie eine entsprechende Infrastruktur für Radfahrer, andererseits nutzen Sie selbst diese nicht. Logisch, dass da Leute sauer sind.

Schauen Sir bitte die beiden Videos an, dann wird klar, dass der zahlenmäßig kleine Unterschied in den Höhenmetern einen enormen Unterschied an Steigung und Kraftaufeand bedeuten.

Das habe ich verstanden. Wie schon geschrieben, kenne ich die Gegend. Dennoch ist es doch sicherer, auf dem Weg zu fahren, als auf der Strasse. Für mich ist Sicherheit wichtiger, als schnelleres vorankommen. Dieser Weg ist wohl auch für die Radfahrer gedacht, auch wenn es kein ausgewiesener Radweg ist. Warum extra Schilder aufstellen, wenn es doch logischer ist, dort zu fahren?

Hallo Herr Weißbach, ich fahre die Straße ebenso, vor allem bei Nässe, da ich „sauber“ bleiben will und da diese der schnellste Weg ist. Ich möchte nach def Arbeit nur rasch nach Hause, wie wohl auch die Autofahrer. Was macht es denn schon aus hin und wieder ein paar Sekunden hinter einem Rad herzufahren? Das sollte drin sein, auch für mich als ebenso Autofahrer.
Ich erlebe, dass 98% der Fahrer ordentlich mit mir umgehen. Die restlichen 2% müssen mich nicht gefährden, um ihr Ego zu befrieden.
Mit Grüßen

Hallo Tino. Ich verstehe Ihren Wunsch, sauber zu bleiben. Vor allem, wenn man bei dem jetzigen Wetter eigentlich täglich aussieht wie die Sau. Da hat man irgendwann keine sauberen Sachen mehr vorrätig. Allerdings beobachte ich sehr oft Radfahrer auf Straßen, wo in der Nähe auch Radwege sind, die doch sicherer sind. Das war mein Anliegen, kam wohl so nicht rüber.

Es gibt da viele gute Gründe die Straße zu benutzen.
Kein Dreck, besserer Fahrbahnbelag und somit ein Sicheres fahren. Nicht jedes Rad und jeder Radfahrer kommt auf einem Waldweg, ob trocken oder nass, gut zurecht. Sei es auf Grund von „Fahrtechnik“, oder der Technik des Rades selbst (Art der Reifen, Übersetzung etc.pp.). Auch die Art der Streckenführung und das Höhenprofil sind hier scheinbar deutlich angenehmer auf der Straße.

Aber der wohl wichtigste Grund ist: Man kann hier fahren wo man will. Und wenn sich jemand daran stört, sollte es nicht das Problem des, in diesem Fall, Radfahrers sein. Es gäbe ja auch keinen, logischen, Grund sich über einen Traktor zu beschwerer der auf der Straße fährt. Auch wenn er den Waldweg nehmen könnte.

Und Radinfrastruktur ist als solche mit blauen Verkehrzeichen gekennzeichnet. Hier handelt es sich um einen Forst- und Landwirtschaftsweg.

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