Kategorien
Mobilität

Interview mit Zeit Online

Anfang der Woche habe ich mit Sören Götz von Zeit Online über riskante Überholmanöver und was man dagegen tun kann telefoniert.

Der Artikel mit dem Titel „Einige meinen, die Straße sei nur für Autos da“ wurde heute (04.12.2019) veröffentlicht.

Das Interview ist hier zu finden.

In meinem Wiki habe ich alle Links aufgelistet zu Twitter-Threads und Facebook. Siehe hier.

5 Antworten auf „Interview mit Zeit Online“

Moin zusammen, ich erlebe seit Jahren exakt die selben Dinge auf meinem ca 20 km langen Weg zur Arbeit. Das härteste was ich mal erlebt habe, mal abgesehen von Androhungen von Prügel und lautstarken Beleidigungen weil ich auf der Straße fuhr war, dass eine Autofahrerin mich bei etwa Tempo 45 km/h bergab absichtlich in Richtung Kantstein und einem daneben liegenden 10 m tiefen Abhanng gedrängt hat, wobei ich nur durch hartes Bremsen einen Unfall durch Kollision mit der Straßenkante vermeiden konnte. An der kurz danach folgenden Ampel, an der sie sowieso warten musste weil die auf rot stand, stellte ich sie zur Rede und betonte, dass sie mich um ein Haar umgebracht hätte. Sie antwortete darauf, das wäre ihr die Sache wert gewesen, ich hätte schließlich nichts auf der Straße zu suchen. An der Stelle gibt es übrigens überhaupt keinen Radweg, ich muss da sogar auf der Straße fahren……Das spielt aber bei vielen Autofahrern überhaupt keine Rolle, es ist ja schließlich „ihre“ Straße!

Grüß Dich,

ich kann deine Efahrungen nur bestätigen und freue mich, dass du das so offen thematisierst, filmst und auch zur Polizei gehst.

Ich bin schon als Kind und später als jugendlicher in Thüringen überland gefahren und habe das Fahrrad mit Unmengen an Licht ausgestattet, damit mich auch jeder sieht und trotzdem bin ich bei vielen Autos noch rechts der Straße gefahren, weil es Streckenabschnitte gab, auf denen die PKW mit 130 an mit vorbei gepest sind. Eine Alternative zur Straße gab es nicht.

Auch heute sehe ich das so – man ist als Fahrradfahrer immer unterlegen und bekommt darüber hinaus auch seine Vorfahrt nur in den seltensten Fällen eingeräumt. Autofahrer überholen einen, um dann vor einem rechts abzubiegen und man muss als Fahrradfahrer anhalten.

Am Liebsten würde ich solchen Leuten gleich die Ohrfreige verpassen, ich glaube aber, in den meisten Fällen liegt es einfach daran, dass die PKW-Führer wohl noch nie mit einem Fahrrad unterwegs waren…

Hallo,

schön, dass du die Aufmerksamkeit erhältst, die dir zusteht. Ich persönlich würde dir aber wirklich raten, die Sache mit der Polizei aufzugeben. Wenn du eine Straftat vermutest, wende dich direkt an die Staatsanwaltschaft. Ich weiß, dass du da (wie ich selbst) auch schon Fragwürdiges erlebt hast – aber du sparst dir zumindest einen Teil unnötigen Ärgers. Letzten Endes entscheidet das eh die StA. Und nicht irgendein unmotivierter Wachhabender…

Und stelle ggf. Strafantrag gegen den ein oder anderen Polizisten bei der Staatsanwaltschaft wegen Strafvereitelung im Amt; vor allem, weil die deine Anzeigen (nicht mal für Ordnungswidrigkeiten) oft gar nicht annehmen wollten. Dazu sind sie aber verpflichtet. Das wird zwar auch nicht viel bringen, aber vielleicht wird der ein oder andere in diesem Revier dann wenigstens ein wenig auf den Boden des Rechtsstaats zurückgeholt, wenn mal gegen ihn ermittelt wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.