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Alltagserlebnisse eines Radfahrenden – #31

Die Zusammenfassung der Videos der letzten Wochen, die ich bisher nur auf Twitter veröffentlicht hatte, da ich diese dort demnächst löschen werde.

Ein mir bereits bekannter Herr; die erste Begegnung mit ihm war auf einer Landstraße im Winter, als er sich hupend von hinten näherte, ein paar Meter vor so stehen blieb, dass er teilweise im Gegenverkehr stand und direkt damit begann, sich als „Du blödes Arschloch“ vorzustellen. Dann erklärte er mir, dass ich den Radweg zu benutzen hätte. Trotz dessen, dass ich ihm sagte, dieser sei total vereist, wollte er mich nicht auf der Straße sehen. Dann erwähnte er noch seinen zweiten Vornamen, „Doofkopf“. Seitdem überholt er mich knapp, wenn er mich mal vor sich hat.

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Dieser Autofahrende zeigt ganz klar, dass er eigentlich nicht in den Straßenverkehr gehört. Er überholt in einer nicht einsehbaren Kurve mit Dauerhupen und auch noch sehr knapp.

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Dieser Fahrer eines Lkw überholt zwar mit ordentlich Abstand in einer Kurve, das Hupen war jedoch unnötig und ich hatte mich sehr erschrocken.

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Hier war ich auf der linken Spur unterwegs, um an der kommenden Kreuzung links abzubiegen. Ich fahre dort schon frühzeitig auf die Spur, weil sonst, je nach Verkehr, keine Chance mehr besteht, sich dort einzureihen. Das gefiel dem Herrn nicht, der sich schon dauerhupend von hinten näherte, als ich schon auf der Spur war. An der Ampel erklärte er mir, ich hätte die ganze Zeit die Hand nach links ausstrecken sollen.

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Diese Dame hupte mehrfach, weil ich trotz Grünphase nicht auf die Kreuzung auffuhr, weil sich, wie man hören kann, ein Einsatzfahrzeug aus einer mir unbekannten Richtung der Kreuzung näherte.

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Hier ist laut eines Polizeibeamten in Pforzheim ein reguläres Überholmanöver zu sehen, denn schließlich dürfe man laut StVO ein Überholen durch kurze Schallzeichen ankündigen. Und es sei nicht definiert, wie lange kurz ist.

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Hier hat mich der Fahrer eines Lkw mit Anhänger extrem knapp überholt. Das war absolut unnötig und gefährlich. Ich hatte große Angst und hatte nur noch im Kopf, dass ich in diesem Moment hoffentlich nicht mehr nach links verziehe.

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Ein paar Tage später bin ich diesem Lkw (auch demselben Fahrer?) noch einmal begegnet. Er ließ mir zwar mehr Platz, überholte aber gefährlich in einer nicht einsehbaren Linkskurve.

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Dieses Video ist schon etwas länger her. Hier verfehlte mich das Auto nur ganz knapp, knickte jedoch den Abstandshalter um, der zu diesem Zeitpunkt nur 30 cm breiter war als mein Lenker links.

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Auch schon etwas älter. Hier überholte mich jemand in den Gegenverkehr. Der bremste scharf und der Nachfolgende im Gegenverkehr bremste auch sehr scharf. Ich war froh, dass ich kein Zeuge eines Unfalls wurde.

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Hier ein Auto, bei dem beide Rücklichter (vermutlich auch Bremslichter) defekt waren. Leider war das Kennzeichen nicht erkennbar, sonst hätte ich der Polizei Bescheid geben können, damit der Halter das reparieren kann.

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Dieser Autofahrende kam mir in der 30er-Zone entgegen und wieso er auf meine Spur kam und kurz vorher erst lenkte, das kann ich nur vermuten.

Update (2019-10-24): Heute hatte ich das Kennzeichen wiedererkannt auf einem Parkplatz und sprach den Herrn an und fragte, weshalb er so gefahren sei. Er sagte, er sei wohl abgelenkt gewesen. Dann sagte er noch, dass er Menschen kenne, die mich erschießen würden für Geld. Das sei zwar teuer aber möglich. Dann später erfuhr ich von einem anderen Radfahrenden, dass dieser dasselbe erlebt habe; ihm sei auch ein weißes Auto mit Anhänger in derselben Straße entgegen gekommen und sei auf der Fahrspur des Radfahrers gewesen und dann knapp vorbeigefahren. Die Beschreibung des Herrn und des Anhängers war sehr ähnlich zu dem, was ich erlebt hatte.

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Hier überholte ein Autofahrender trotz Gegenverkehr und verfehlte das entgegen kommende Auto nur knapp. In so einer Situation hat man als Fahrradfahrer nur noch Angst.

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Eine Antwort auf „Alltagserlebnisse eines Radfahrenden – #31“

Der ganz „normale“ Wahnsinn. Kann nur empfehlen, Deine Nerven zu schonen und dich aufs Überleben zu konzentrieren. Nach einer Anzeige, die von der Staatsanwaltschaft Kiel niedergeschlagen wurde, weil ja nichts passiert sei, ist das jedenfalls mein Resümee. Ich habe sogar einen Zeugen für das extrem knappe Überholmanöver gehabt, weil ich die Tour mit einem Freund gemacht hatte. Die Staatsanwältin schrieb, dass dies sicher nur eine Unachtsamkeit des Fahrers gewesen und glücklicherweise nichts passiert ist. In einem zweiten Fall wurde ich von einer eiligen Fahrerin so abgedrängt, dass ich in eine Hecke neben der Straße ausweichen musste. Reaktion auf eine Online-Anzeige war immerhin ein Anruf von der Polizei, die genau ermittelte, ob sie zuständig sei, denn der Vorfall fand nahe der Landesgrenze zwischen Schleswig- Holstein und Hamburg statt. Ergebnis war auch hier die Einstellung des Verfahrens, da die befragte Fahrerin ausgesagt hatte, sie hätte genau im Rückspiegel gesehen, dass mir nichts passiert wäre und deshalb auch keinen Grund dafür gesehen, anzuhalten.
Das in meinem Wohngebiet übliche Rasen und Abdrängen beim Vorbeifahren an parkenden Autos habe ich meinem lokalen Abgeordneten geschildert, der die zuständige Polizeidirektion darauf hingewiesen hat. Antwort an den Abgeordneten war, dass die Statistik für das betreffende Gebiet glücklicherweise seit 10 Jahren keinen Unfall mit Radfahrern ausweise, daher als besonders sicher einzustufen wäre. Ich frage mich seither, warum dann an Schultagen täglich ein radfahrender Beamter zur Absicherung einer Kreuzung vor der Schule eingesetzt wird. Dessen Einschätzung deckt sich zwar mit meinen Beobachtungen, aber er will dies nicht offiziell machen, weil dies nur zu viel Verwaltungskram führt und die Stimmung im Stadtteil negativ beeinflusse. Ihm war es wichtiger, mich darauf hinzuweisen, dass ich bitte nicht wieder fünf Meter auf der linken Seite fahren solle, um ihn zu erreichen, da dies beim nächsten Mal 10 Euro Verwarnungsgeld kosten würde. Das sind natürlich nur Einzelfälle, die aber dazu geführt haben, dass ich die Ordnungshüter nicht wieder behelligen werde.

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