Bericht über die Critical Mass Juni in Pforzheim am 28.06.2019

Bei der Critical Mass Juni in Pforzheim waren 72 Radfahrende dabei.

Es war eine schöne Strecke und wir waren circa eine Stunde unterwegs. Mittlerweile gibt es ein eingespieltes Team von Radfahrenden, die den Verkehr corken, vielen Dank dafür :)

Es waren Radfahrende dabei mit Lastenrad, Lastenanhängern, Anhängern für Kinder und wir hatten ein Einhorn auf einem Gepäckträger.

Im Anschluss gab es ein Picknick im Stadtgarten mit viel sozialer Interaktion. Gegen 21:35 fuhr ich dann nach Hause.

Die gefahrene Strecke (Route erstellt mit OpenRouteService):

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Bis auf die folgenden zwei Situationen gab es keine Probleme während der gemütlichen und sonst ruhigen Ausfahrt.

Die nächste Critical Mass in Pforzheim wird am 26. Juli stattfinden. Einige Tage vorher, am 20. Juli, wird es wieder eine Kidcal Mass geben. Mehr dazu später.

Auto in der Masse

Auf der Kallhardbrücke hatte sich ein Autofahrer trotz mehrmaligem Hinweis der Corkenden in die Masse gedrängt und hat so die Radfahrenden gefährdet.

Als er an mir vorbeifuhr, fragte er, ob das angemeldet sei, was ich verneinte mit der Begründung, dass man das nicht anmelden müsse. Ein paar Meter weiter fuhr ich ganz nach vorne und überholte das Auto dabei und bat den Fahrer darum, jetzt am besten irgendwo rechts abzubiegen oder anzuhalten, um die anderen Radfahrenden vorbei zu lassen. Er ging darauf leider nicht ein, sagte mir aber, dass er die Polizei informiert hätte, die gleich käme.

Um das Auto dieses Menschen aus der Masse zu bekommen, da es nicht ungefährlich ist, haben wir entschieden, auf einem zweispurigen Abschnitt der Bleichstraße auf der rechten Spur anzuhalten und zu warten. Als er dann konnte, beschleunigte er sein Auto schnell und fuhr davon; um ein paar Meter weiter direkt vor uns an der roten Ampel zu stehen. Ein gewisses Gelächter konnten wir uns nicht verkneifen.

Busfahrer versucht, seinen Bus in die Masse drängen

Eine weitere unangenehme Situation gab es, als wir die Leopoldstraße hinunter fuhren. Dort gibt es vor der Ampel zwei Spuren, rechts eine Busspur und links eine normale Spur. Die Busspur mündet noch auf der Kreuzung in die linke Spur ein.

Nach meinem Verständnis der Verkehrsregeln muss der Busfahrer auf der Busspur warten, bis die Fahrzeuge auf der linken Spur durchgefahren sind. Als die Ampel grün wurde, fuhren wir geradeaus über die Kreuzung; erst mehrere Sekunden später kam ein Stadtbus die Leopoldstraße hinunter auf der rechten Busspur und hatte das Bedürfnis, in die Masse der Radfahrenden hineinzufahren, obwohl stetig weitere Radfahrende von hinten ankamen, die er zuvor auch alle sehen konnte, da er erst später kam.

Ein erster Hinweis (Halt per Handzeichen) bekam der Busfahrer von einer Radfahrerin, fuhr aber weiter. Dann rief ich ein „Hey!!!“ zu ihm, er fuhr weiter. Erst, als sich ein mutiger Radfahrer dem Bus in den Weg stellte, hielt dieser, schon teilweise auf „unserer“ Spur, an und gestikulierte wild.