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Verkehr/Mobilität

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #29

1 – Ich sehe die erste E-Scooter-Fahrerin auf einem viel zu schmalen Radschmutzstreifen. Sie fährt schneller als ich und ich hole sie erst ein, als sie nach rechts abbiegt.

2 – Ich fahre links im Schmutzstreifen, weil rechts die Dooringzone ist. Ein Autofahrender überholt mit nur wenig Abstand und ich rufe Abstand. Er wird etwas langsamer und demonstriert direkt darauf deutlich, was er von Abstand hält, indem er extra nochmal fast komplett auf den Schutzstreifen drauf fährt.

3 – Ein paar Meter weiter auf dem Schutzstreifen überholt ein Gelenkbus mit wenig Abstand, um dann an der roten Ampel vor mir zu stehen. Ich spreche ihn an und sage ihm, dass sich das ja voll gelohnt habe und dass er bitte mehr Abstand halten solle. Er rief mir hinterher, ich solle doch weiter rechts fahren. Die Verantwortlichen sagen zu so etwas immer nur, die Mitarbeiter würden entsprechend geschult werden, mit genügend Abstand zu überholen. Vielleicht sollte die RVS Südwestbus mal ein paar mehr dieser speziell geschulten Mitarbeiter in Pforzheim fahren lassen.

Würde die Dame auf dem E-Scooter in dieser Situation mitbekommen, wie eine Autotüre aufginge, würde sie dasselbe machen, wie auch ein Radfahrender; ausweichen und dann vom Bus überfahren werden. Muss ja eine tolle Ausbildung sein, die man zum Fahren eines Schulbusses in Pforzheim absolvieren muss.

Hier das Video von der rückwärtigen Kamera. Man sieht, wie der sowieso viel zu geringe Seitenabstand des Busses langsam noch knapper wird.

(Direktlink)

4 – Das schief stehende Verkehrsschild, das ich kürzlich der Stadtverwaltung gemeldet hatte, wurde entfernt und durch ein Provisorium ersetzt.

5 – Auf einem benutzungspflichtigen Zweirichtungsradweg liegt eine zerbrochene Glasflasche. Ich beginne damit, diese zur Seite zu räumen, ein Radfahrer kommt dazu und hilft. Ich erzähle ihm von der Critical Mass am Freitag in Pforzheim und gebe ihm einen Flyer. Vielleicht kommt er dazu.

6 – Ein Fahrer mit so einem kleinen Lkw überholt mich bergauf bei Gegenverkehr mit nur wenig Abstand.

7 – Kurz danach überholt jemand in den Gegenverkehr hinein, wie noch so manches Mal an diesem Tag. Aber das muss man positiv sehen. Früher, also in der Prä-Abstandshalter-Ära, haben solche Autofahrenden mich sehr knapp überholt trotz Gegenverkehr. Heute halten sie mehr Abstand zu mir und sehr wenig Abstand zum Gegenverkehr. Schlau ist trotzdem anders.

8 – Ein ganz besonderer Mensch überholt mich bei freier Gegenspur mit wenig Abstand und Dauerhupe und fährt dann zu schnell am Ortsschild vorbei ins Dorf.

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