Kategorien
Verkehr/Mobilität

Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #24

Los geht es heute um 11:20 Uhr.

1 – Trotz freier Gegenspur überholt mich ein Motorradfahrer mit wenig Abstand und hoher Geschwindigkeit.

2 – Vor mir eine Dame auf großer Tour. Das Hinterrad ihres Fahrrads hat einen Achter, ich weise sie darauf hin und biete an, ihr den Weg zu einer nahe gelegenen Werkstatt zu zeigen, die in der Nähe ist. Sie entscheidet sich, ohne Reparatur weiterzufahren.

3 – Während ich mich von der Dame verabschiede, sehe ich einige Meter weiter, wie ein Autofahrender mit seinem dicken SUV sehr schnell vom Straßenrand losfährt, dann einem Autofahrenden rechts die Vorfahrt nimmt (der war schon fast auf der Vorfahrtsstraße) und einem Radfahrer so nahe kommt, dass dieser ausweicht und sich sichtlich aufregt. Dieser SUV (Kennzeichen bekannt) ist mir schon öfters negativ aufgefallen. Trotz dieses Manövers steht der SUV an der nächsten roten Ampel vor mir.

4 – Ein Autofahrer kann mich ohne Probleme überholen, kurz vor einer Kurve. Dabei schaltet er circa drei bis fünf Meter hinter mir die Scheibenwischanlage ein, und überholt mich dann mit wenig Abstand. Gefühlt bekomme 10 Liter Scheibenwischerwasser ab. Da auf dem Anhänger die Werbung einer Firma abgedruckt ist, rufe dort an und will erfahren, ob man intern weiß, wer gefahren ist. Zu meinem Erstaunen gibt der Chef zu, dass er selbst gefahren ist und faselt was von „es ist doch wohl meine Sache, wann ich meine Scheiben sauber mache“.

5 – Ein Autofahrender überholt mal wieder hupend auf der Landstraße.

6 – Ein Autofahrer mit Geländewagen überholt mich mit nicht wirklich viel Abstand, um 50 Meter weiter links abzubiegen. Auf dem Parkplatz spreche ich den jungen Menschen (Anfang 20) an. Er erzählt mir, ich müsse auf dem Radweg fahren. Ich frage, welchen er meint. Er zeigt mit seiner Hand „dort irgendwo“. Ich biete ihm an, dass wir zusammen ein paar Meter zurück gehen und er mir den Radweg zeigt (dort ist keiner). Er fängt an zu lachen, seine Argumente sind wohl aus. Dann gibt er mir noch mit auf den Weg, dass er das nächste Mal über mich drüber fahren werde, wenn er mich trifft und ich nicht auf dem Radweg fahre.

Nach 50 Kilometern Zuhause angekommen. Auch wieder ziemlich entspannt. Na, wieso? Richtig, wegen des Abstandshalters.

Ähnliche Themen …

1 Anwort auf „Alltagserlebnisse eines Radfahrenden #24“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.