Kosten fürs Radfahren #4 – neuer Antrieb – Tretlager, Kurbel, Kassette und Kette

Heute war es endlich soweit, ich habe beschlossen den Antrieb meines Fahrrads zu wechseln. Die Teile hatte ich schon im Dezember letzten Jahres bestellt, wollte das aber erst nach dem Winter verbauen, also jetzt.

Kette, Zahnräder vorne und Kassette waren schon mehr als durchgefahren. Die Kette (die zweite an diesem Fahrrad) alleine hatte schon um die 8000 Kilometer oder mehr drauf. Ich glaube die Kassette wurde noch nie gewechselt, seit ich das Fahrrad 2015 gekauft habe. Die Kurbel auch nicht.

Die alte Kurbel war eine Deore mit Octalink, laut Fahrradmenschen gibt es die gar nicht mehr zu kaufen. Deshalb ist da jetzt eine Hollowtech II verbaut, auch Deore.

Zum Abziehen der alten Octalink-Kurbel fehlte mir das Spezialwerkzeug, aber mit Hilfe einer großen Schraube hat es auch mit einem Vierkant-Abzieher funktioniert. Den Tipp und die Schraube dazu bekam ich von einem netten Fahrradmechaniker.

Dann habe ich noch die Schaltung richtig eingestellt – der Bowdenzug hatte sich ordentlich gelängt – jetzt schaltet es wieder ohne Probleme.

Und ich habe mich entschieden, auch die Spikes endgültig wieder abzunehmen. Jetzt sind wieder normale Mäntel drauf.

Bei der ersten Fahrt bildete ich mir einen großen Unterschied ein. Es tritt sich wieder geschmeidig und die Kurbelachse verzieht sich nicht so stark wie zuvor.

PS: Es ist sehr angenehm, wenn man das richtige Werkzeug besitzt, um solche Dinge am Fahrrad selbst machen zu können.

  • Kosten: 152,75 € (bestehend aus Hollowtech II Lagerschalenschlüssel: 9,95 €, Lagerschalen für Hollowtech II: 8,90 €, Kurbelkappenwerkzeug: 1,95 €, Kurbel (3×10) Hollowtech II: 69,95 €, Kette: 22 €, Kassette: 40€)
  • Zeit zum Wechseln: 120 min (Ich bin langsam bei solchen Dingen.)
  • Kilometerstand: 1082 km /2019
  • Ausgaben bisher: 197,75 € /2019

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3 Gedanken zu „Kosten fürs Radfahren #4 – neuer Antrieb – Tretlager, Kurbel, Kassette und Kette“

  1. Ich sehe, du machst das wie ich früher: Das Zeug so lange fahren, bis es völlig hinüber ist. ;) Was für einen Antrieb haste denn? 3 x 9? Eine Octalink-Kurbel hab ich einer Nachbarin vor 3 Jahren noch verbaut. Aber da findet man wohl heute auch nur noch schwer was?

    Hollowtec-II hat den großen Vorteil, dass es einfach zu montieren ist. Allerdings halten die Lager nach meinen Erfahrungen nicht besonders lange. Das „Sternchen“-Werkzeug für die Kurbelmontage ist übrigens eins der wohl günstigsten Spezialwerkzeuge, die es im Fahrradbereich gibt.

    Eine Kettenlehre ist auf jeden Fall auch eine wirklich gute Investition; wenn man die Kette regelm. wechselt, kann man sich die Kurbeln bzw. Kettenblätter und Kassetten sparen. 9-fach-Ketten sind inzw. ja auch deutlich billiger als die neuen 11-fach-Varianten.

    Am Rennrad fahr ich übrigens immer noch das orginale kleine Kettenblatt und die Original-Kassette (> 75.000 km). Campagnolo-Qualität halt. ;) Lediglich das große Kettenblatt musste ich vor einer Weile dann auch mal tauschen. Von den günstigeren Shimano-Kassetten bin ich in den letzten Jahren zunehmend enttäuscht gewesen.

    1. Ich habe 10-fach; das Rad ist von 2015, da war das Standard. Ja, das Werkzeug ist günstiger gewesen als das für mein altes Rad mit Vierkant. Die Tretlager meines alten Rades habe ich schon mehrfach ein- und ausgebaut, weil es immer irgendwo knackte. Das Tretlager war aber nie das Problem.

      Eine Kettenlehre habe ich und hatte ich auch benutzt aber ich war erstaunt, nach wie wenigen Kilometern ich die Kette schon hätte tauschen müssen.

      Der Preisunterschied von 8-fach Kassette zu 10-fach hat mich auch schockiert.

      Ich werde dieses Mal klar nach Kettenlehre tauschen und bin gespannt, ob die Kassette und die Kurbelgarnitur dann länger halten.

      1. Ahja, ich hatte an meinem kürzlich verendeten MTB noch 3×9. Jetzt 2×11 – und da kosten die Ketten ja mal gleich mind. das Doppelte. :( Am Renner fahr ich auch noch 10-fach.

        Die meisten Kassetten am MTB musste ich mir auch deshalb neu kaufen, weil ich immer wieder mal den Zeitpunkt zum Wechseln verpasst hatte – auf einzelnen Ritzeln rutschte die neue Kette dann nämlich doch wieder durch. Bei den letzten beiden Shimano-Kassetten hatte ich sogar 2 mal zerbrochene Plastik-Zwischenringe… Beim Ketten-Wechseln gibt es leider auch irgendwie keinen verlässlichen Wert – manche Ketten waren schon nach weniger als 3000 km hinüber, andere haben (vor allem am Rennrad) auch mal über 6000 km ohne größere Längung überstanden. Kommt auch drauf an, ob man viel bei Nässe und Dreck fährt.

        Jetzt am neuen MTB hab ich wieder einen anderen Kurbeltyp (von FSA), für den man natürlich auch wieder ein ganz exotisches, sauteures Werkzeug braucht. Wenn die Kurbel bzw. das Lager hinüber ist, wechsle ich dann halt wieder zu Shimano (Hollowtech II). Wenn es bis dahin nicht wieder irgendwas Neues gibt…

        Man wird halt auch beim Radfahren sein Geld ganz gut los… ;)

        Ganz interessante Rubrik übrigens; ich durchforste auch seit einer Weile alte Excel-Tabellen, Rechnungen und Quittungen, um rauszufinden, was ich über die letzten 20 Jahre fürs Fahrradfahren an Geld ausgegeben habe.

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