Mumble auf Ubuntu (und Debian): Einzeiler zur Installation von Mumble mit Opus-Codec :)

Vom zukünftigen Mumble 1.2.4 mit Opus-Codec gibt es bereits Snapshots für Windows und Mac OS X. Wer es jedoch unter Linux bzw. in diesem Fall unter Ubuntu nutzen möchte, der muss es selbst kompilieren, was nicht ganz trivial ist. Deshalb gibt es hier eine einfache Anleitung, die es auch Anfängern erlaubt, die immer aktuelle Entwicklerversion von Mumble kompilieren zu lassen. Es gibt zwar ein ppa von Slicer, das letzte Update dort ist jedoch von 2011.
Übrigens hat selbst das Mumble-Paket in Ubuntu 12.10 Beta2 noch keine Unterstützung für Opus.

Wie immer bei Scripten, gilt auch hier: Nur ausführen, wenn man es versteht, das Risiko liebt oder einem die Konsequenzen egal sind. Habe nach bestem Wissen und Gewissen versucht, nichts kaputt zu machen.

Kompatibilität

Die Anleitung wurde mit folgenden Systemen erfolgreich getestet:

  • Ubuntu 14.04 LTS (bei einem netten Menschen, danke dafür)
  • Linux Mint 15 (bei einem fremden Benutzer)
  • Ubuntu 13.10 (auf einer frisch installierten, virtuellen Maschine)
  • Debian 7.1 (auf einer frisch installierten, virtuellen Maschine)
  • Ubuntu 13.04 (auf einer frisch installierten, virtuellen Maschine)
  • Ubuntu 12.10 (auf einer frisch installierten, virtuellen Maschine)
  • Ubuntu 12.04.2 LTS (auf einer frisch installierten, virtuelle Maschinen, einem frisch installierten Netbook und zwei bereits länger genutzten Systemen von zwei netten Benutzern, danke)
  • Ubuntu 11.10 (auf einer älteren Installation in einer virtuelle Maschine)
  • Update (2012-11-10): Wenn man die Paketinstallation als root ausfuehrt und den Rest als Benutzer, funktioniert die Anleitung auch mit Debian 6.0.6 Squeeze

Da diese Anleitung auf dem älteren Einzeiler zur Installation von Mumble 1.2.3 mit 0.11.0 Codec basiert, sollte sie auch noch mit Ubuntu 11.04 funktionieren; dies wurde jedoch nicht getestet.

Download-Volumen

Es werden um die 150 MiB an Ubuntu-Paketen (mit 12.04, bei den anderen sollte der Wert ähnlich sein) heruntergeladen und zusätzlich noch ca. 32 MiB Quellcode.

Anleitung

Man markiert einfach nur den folgenden Text (ohne die Zeilennummern vorne), macht einen Rechtsklick darauf und wählt „Kopieren“ aus:

sudo apt-get -y install build-essential qt4-dev-tools libqt4-dev \
libspeex1 libspeex-dev libboost-dev libasound2-dev libssl-dev g++ \
libspeechd-dev libpulse-dev libcap-dev libspeexdsp-dev \
libprotobuf-dev protobuf-compiler libogg-dev \
libavahi-compat-libdnssd-dev libsndfile1-dev libxi-dev \
git && cd && git clone git://github.com/mumble-voip/mumble.git mumble-opus ; \
cd mumble-opus && git pull ; git submodule init && git submodule update \
&& git checkout master && \
qmake CONFIG+="bundled-celt no-embed-qt-translations no-server \
no-g15 no-oss no-portaudio no-vld no-11x" -recursive \
main.pro && make -j$(($(grep processor /proc/cpuinfo \
| wc -l)+1)) && cd release && \
echo -en '#!/bin/sh\ncd /home/$LOGNAME/mumble-opus/release\nLD_LIBRARY_PATH=./ ./mumble &\n' \
> starter.sh && chmod a+x starter.sh && \
echo -e '#!/usr/bin/env xdg-open' \
"\n\n[Desktop Entry]\nVersion=1.0\nType=Application\nTerminal=false\nExec=/home/$LOGNAME/mumble-opus/release/starter.sh\nName=Mumble-Opus\nComment=Mumble VOIP Software\nIcon=/home/$LOGNAME/mumble-opus/icons/mumble.ico\nCategories=Internet" \
> /tmp/Mumble-Opus.desktop \
&& chmod u+x /tmp/Mumble-Opus.desktop \
&& xdg-desktop-icon install --novendor /tmp/Mumble-Opus.desktop \
&& zenity --info --text="Installation der Entwicklerversion von Mumble 1.2.4 mit Opus-Codec \
war erfolgreich.\nAuf dem Desktop liegt nun ein neues Mumble \
Icon." || zenity --info --text="Installation hat leider nicht funktioniert." ; exit

Der Text befindet sich in der Zwischenablage. Nun startet man ein Terminal, z. B. „gnome-terminal“, macht darauf einen Rechtsklick mit der Maus und wählt „Einfügen“ aus:

In das gnome-terminal einfügen...
In das gnome-terminal einfügen…
Code wurde eingefügt...
Code wurde eingefügt…

Jetzt drückt man noch die Enter-Taste im Terminal, gibt sein Benutzer-Passwort ein und dann geht es los.

Der Rechner rattert etwas herum und nach ein paar Minuten sollte auf dem Desktop eine Verknüpfung mit dem Namen „Mumble-Opus“ und dem Mumble Icon liegen und es erscheint eine entsprechende Meldung:

Einzeiler ist fertig, zeigt einen Hinweis an und hat eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellt
Einzeiler ist fertig, zeigt einen Hinweis an und hat eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellt

Nach einem Klick auf OK werden die Meldung und das Terminal geschlossen.

Fertig

Nun hat man das zukünftige Mumble 1.2.4 auf dem Rechner (im Verzeichnis „~/mumble-opus“).

Viel Spaß damit :)

Selbst kompiliertes Mumble mit Opus-Codec :)
Selbst kompiliertes Mumble mit Opus-Codec :)

Falls es nicht funktioniert oder man zu einem späteren Zeitpunkt eine aktualisierte Version haben möchte, kann man den Einzeiler einfach nochmal starten.

Weitere Informationen/Bugs

Eine Liste der Neuigkeiten und Änderungen gibt es unter https://wiki.natenom.de/mumble/versionen/1.2.4; falls man den einen oder anderen Bug findet, bitte melden.

Ähnliche Themen …

10 Gedanken zu „Mumble auf Ubuntu (und Debian): Einzeiler zur Installation von Mumble mit Opus-Codec :)“

    1. Stimmt wohl; es gab aber irgend einen Grund, das nicht zu tun, erinnere mich aber nicht mehr daran, das kommt noch vom alten Einzeiler.

      Werde mir das nochmal angucken; dann ist es vermutlich auch möglich, das auch so unter Debian zu verwenden.

      Danke für den Hinweis :)

    1. Im IRC ist die Antwort auf diese Frage meist: Wenn es fertig ist.

      Keine Ahnung, die Entwickler sagen ja auch nix dazu :)

      Es gibt aber noch z. B. ein Problem mit Opus und Plopp-Geräuschen beim Sendebeginn, das muss wohl erstmal gefixt werden.

      1. Skype kriegt das momentan auch nicht gebacken das Update zur Verfügung zu stellen.
        Unterscheidet sich die Qualität vom momentan Codec enorm? Was kann ich da großartig erwarten?

        1. Wir haben mal so herumprobiert und man man konnte keinen Unterschied hören zwischen CELT mit 50 kbit/s und Opus mit 30 kbit/s, aber das ist subjektiv. Ausserdem ist mit Opus die Sprache bei den geringsten Bandbreiteneinstellungen unter Mumble gut verständlich, im Gegensatz zu CELT.

  1. das git pull ist eben so unnötig wie das checkout von master. Wenn man gerade erst gecloned hat ist man schon up-to-date, da muss man nicht pullen. Ähnliches gilt für das checkout auf master

    1. Danke fuer den Hinweis. Das Checkout master ist vermutlich deshalb drin, weil es zu einem frueheren Zeitpunkt nicht master war sondern ein anderer Zustand, als Mumble 1.2.4 noch nicht fertig war. Als Mumble 1.2.4 dann freigegeben wurde, habe ich das einfach nur von xxxx auf master geaendert.

      Bin jedoch eh dabei, das ganze Script zu vereinfachen und neu zu posten.

  2. Das sind leider die Abhängigkeiten; es werden durch die explizite Nennung der Pakete schon einige MB eingespart im Gegensatz zu build-dep eingespart.

    Wenn es um Ubuntu geht, kann man mittlerweile auch auf das PPA der Mumble-Entwickler zurückgreifen, dort ist auch der Opus-Codec integriert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.