Wetterauskunft in der Shell bzw. im Terminal

Hier wurde schon einmal vor längerem das Projekt wego verlinkt.

Heute hat mir niko_20010 die Webseite wttr.in empfohlen, die genau dieses wego nutzt und dessen Ausgabe zurückliefert.

Dadurch erhält man in der Shell bzw. im Terminal die Wetterauskunft, ohne wego installiert zu haben, indem man curl nutzt:

curl http://wttr.in/

Will man die Ausgabe für eine bestimmte Stadt haben, hängt man noch den Stadtnamen an die URL dran:

curl http://wttr.in/bremen

wetterauskunft_wttr-in

Radreise zum Bodensee – zweiter Tag – alles nass – Ende der Tour und ein beschwerlicher Rückweg

Es ist 00:19 Uhr; ich wälze mich seit Stunden auf der Isomatte und kann nicht schlafen. Ich packe meinen Laptop aus schreibe meine Gedanken auf. Nach einer Weile mache ich den Laptop aus und versuche wieder zu schlafen; ohne Erfolg.

Aufstehen…

Irgendwann gegen 06:xx Uhr fühlt es sich an, als würde mir gleich das Einschlafen gelingen, da merke ich wie es von oben tropft. Das Zelt ist nach neun bis zehn Stunden Dauerregen durchlässig geworden. Das war es wohl schon vorher, aber an anderen Stellen. Denn als ich meine Sachen packe, merke ich, dass der Schlafsack aussen und die Isomatte unten nass sind.

Ich packe schnell meine Sachen zusammen und ziehe währenddessen meine komplette Regenmontur an: Regenjacke, Regenhose, Helmüberzug, wasserdichte Handschuhe und Regenüberschuhe.

Dann packe ich noch das komplett durchnässte Zelt ein.

Los gehts während es immer noch regnet, aber nicht weiter zum Bodensee, wie ursprünglich geplant, sondern zurück nach Hause. Mit durchnässten Sachen lässt es sich nicht gut campen und trocken bekomme ich die an so einem Tag nicht mehr. Es ist Dauerregen bis zum Abend angesagt.

Total demotiviert folge ich dem Navi, und stehe nach wenigen Metern wieder vor Treppen; aber nur, weil ich zu doof bin und ein paar Meter weiter die Straße nicht sehe, die das Navi eigentlich meint 😛

Ca. 11 Kilometer fahre ich bis zu einer Kleinstadt. Zweimal wäre ich dabei beinahe auf einer Kraftfahrstraße gelandet…

Weiter mit dem Zug 🙂

In der Kleinstadt sehe ich eine Bahnhaltestelle und entscheide mich kurzfristig, mit der Regionalbahn bis nach Tübingen zu fahren.

Ich kaufe ein normales Ticket für mich und eines für mein Fahrrad; später wird mir die freundliche Zugbegleiterin sagen, dass Sonntags ab 09:00 Uhr das Fahrradticket unnötig gewesen wäre… aber davor hätte es vermutlich 60 € Strafe gekostet, wenn ich keines gezogen hätte und beim Kauf gab es auch keine Info diesbezüglich…

An der Bahnhaltestelle gibt es ein interessantes Schild mit zwei Tastern darunter, die man eigentlich von Fußgängerüberwegen kennt. Je Richtung ein Taster. Da die Bahn hier nur bei Anforderung hält, muss man einen der Taster betätigen, wenn man mit will.

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Interessanterweise sieht man das Schild nicht, wenn man in der Wartezone sitzt oder sich ein Ticket kauft, sondern erst, wenn man direkt am Gleis steht und sich umdreht. Da war wohl wieder der schlaue Fuchs vom Campingplatz am Werk 😛

Der Zug ist da und der Einstieg gestaltet sich dank breiter Türen sehr einfach.

Umsteigen mit dem Rad…

Von Tübingen aus wäre ich gerne mit der Regionalbahn bis nach Herrenberg weitergefahren. Aber der entsprechende Zug hatte sehr enge Türen und ein Einstieg ist dann sehr stressig für mich, denn man muss alle Packtaschen vom Fahrrad abnehmen, erst das Rad einladen, dann die Taschen. Und zwischendurch steigen Menschen ein und aus. Dabei habe ich immer die Befürchtung, dass der Zug schon losfahren könnte.

Dass das keine unbegründete Befürchtung ist, habe ich bei meiner vorherigen Radreise beobachten dürfen: Da ging auf einmal die Türe des Waggons zu, als eine Mutter und ihr junger Sohn dabei waren, das zweite Rad aus dem Zug zu holen und der Sohn musste sich mehrmals mit vollem Gewicht gegen die Türe stemmen.

Sie machten auf sich aufmerksam, die Zubegleiterin zwei Waggons weiter vorne bekam es mit und konnte Schlimmeres verhindern. Als die beiden dann alles aus dem Zug ausgepackt hatten, schlossen sich die Türen und der Zug fuhr los, ohne Zugbegleiterin, die noch draußen stand. Diese schrie nach vorne und der Zug blieb nach ein paar Metern wieder stehen, sie konnte einsteigen und nach wenigen Minuten fuhr der Zug dann weiter.

Etappenziele

Um mir die knapp 60km bis nach Hause zu erleichtern, entscheide ich mich, die anstehende Strecke in psychologisch aushaltbare Teiletappen aufzusplitten. Ausserdem bin ich ziemlich unausgeschlafen und kraftlos. Dreimal ~20km nacheinander sehen auf dem Display schöner aus als einmal 60km 🙂

Erste psychologische Etappe

Die erste Etappe führt mich von Tübingen nach Herrenberg, das sind ca. 20km. Wegen der Erfahrungen mit dem Navi von gestern wähle ich dieses mal YOURS als Service für die Streckenberechnung in OsmAnd; dafür benötigt man eine Internetverbindung.

Ersteinmal läuft alles gut, aber dann – das Schild zeig 12km bis Herrenberg – führt mich das Navi weg von der Bundesstraße auf einen geschotterten Feldweg und nach ein paar hundert Metern wird der Schotter plötzlich sehr grob, sodass ich meinen schmalen Tourenreifen nicht mehr fahren kann; also schiebe ich wieder.

Irgendwann wird der Weg wieder befahrbar aber dann nach wenigen hundert Metern hört der Feldweg auf und ich soll nach links abbiegen. Okay, man kann da schon einen Weg erahnen und mit dem Pferd geht das bestimmt, denn es ist ein zugewachsener, matschiger, ehemaliger Feldweg. Ich schiebe wieder und empfinde eine Mischung aus Wut auf das Navi (auch wegen gestern) und aus totaler Frustration, weil ich bestimmt schon in Herrenberg angekommen wäre, wenn mich das Navi nicht von der Bundesstraße gelotst hätte.

Nach ca. 2 Kilometern Schieben komme ich endlich auf einen befahrbaren Feldweg. Mein Fahrrad ist total eingesaut, meine Radschuhe und Socken sind durchnässt, denn ich fahre mit Klickpedalen und die Schuhe sind deshalb an der Sohle undicht. Das spielt während der Fahrt keine Rolle, ist aber problematisch, wenn man durch nasses Gras läuft.

Wenig später fahre ich in Herrenberg ein und will irgendwo etwas essen gehen. Da ich mich nicht für ein bestimmtes Restaurant entscheiden kann, lasse ich das sein.

Autostraße vs. Fahrradweg

Auf dieser Etappe wird mir übrigens sehr deutlich, was mir schon öfter an anderen Strecken aufgefallen ist: Während “Autostraßen” ebenerdig verlaufen oder meist nur eine minimale Steigung oder ein Gefälle haben, sind die “Fahrradwege”, die parallel dazu verlaufen, oftmals ein stetiges Auf und Ab und das manchmal auch mit extremer Steigung.

Auf dem Weg nach Herrenberg fällt das besonders auf, weil die Bundesstraße fast immer abschüssig aussieht, während ich mehrere “Hügel” erklimmen muss. Auch das ist sehr frustrierend. Beim nächsten Mal werde ich trotz vorhandener Radwege immer auf die Straße ausweichen, zumindest wenn ich schnell nach Hause kommen möchte.

Zweite psychologische Etappe

Von Herrenberg aus führt die zweite Etappe mich erneut ca. 20km bis nach Althengstett.

Kurz vor dem Etappenziel komme ich auf die Idee, dass ich wasserdichte Socken in meinem Gepäck habe und ziehe mich um; und sofort wird es sehr viel angenehmer.

Meine Handschuhe sind schon seit Stunden durchnässt, obwohl sie wasserdicht sein sollten. Ich packe sie ein und fahre ohne Handschuhe weiter. Der Rest meiner Regensachen hält, was die Hersteller versprechen.

Weil ich nicht ohne Bilder von der Strecke nach Hause kommen möchte, halte ich kurz vor Althengstett an und mache dieses Foto (in echt sieht das viel beeindruckender aus mit den Nebelschwaden, aber für meine Erinnerung reicht es):

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Dritte psychologische Etappe

Von Althengstett bis nach Hause sind es noch ~18km. Da ich die Strecke schon sehr oft gefahren bin fühle ich mich schon, als sei ich bereits zuhause. Denn von jetzt an kann ich den notwendigen Kraftaufwand einschätzen.

Kurz hinter Althengstett fahre ich bei lautstarker Musik aus meinen Bluetooth-Lautsprechern im starken Regen über die Landstraße. Da sehe auf dem Gehweg einen mittelalten Herrn stehen, der mir einen “Daumen hoch” zustreckt, sich sehr zu freuen scheint, mir zunickt und etwas zuruft, das ich nicht mehr weiss.

Ziel erreicht mit guter Laune 🙂

Nach ein paar weiteren Kilometern durch schöne Wälder komme ich schließlich nach insgesamt 68km an diesem Tag endlich total erschöpft aber entspannt und mit guter Laune zuhause an.

Mein Fazit

Egal wie furchtbar es zwischendurch auch war, letztlich war es sehr schön, unterwegs gewesen zu sein.

Was daraus gelernt?

Vieles…

  • Beim nächsten Mal werde ich eine viel detailliertere Streckenplanung vornehmen und diese auch mit Satellitenbildern überprüfen; und mir vor allem irgendwo ein Höhenprofil anzeigen lassen.
  • Ich werde keine große und schwere Kamera mehr mitnehmen, vielleicht eine kleine.
  • Bereits vor Fahrtantritt werde ich mir ein paar Restaurants heraussuchen und mir deren Speisekarten anschauen; weil ich mich unterwegs nicht entscheiden kann.
  • kaguBe braucht unbedingt einen Regenponcho, damit er auch bei Regen draußen bleiben kann…
  • Werde mir überlegen, ob ich in Zukunft noch mein Kochgeschirr mitnehme oder nicht besser unterwegs esse.
  • Ich brauche neue, wirklich wasserdichte Handschuhe.
  • Ein neues, wirklich wasserdichtes Zelt muss auch her.
  • Die Hosenträger für die Regenhose haben sich bewährt.
  • Der neue Lowrider und die neuen Taschen vorne haben sich bewährt.

Hier gehts zum ersten Tag der Radreise…

Radreise zum Bodensee – Erster Tag – Streckenprobleme, Navigationssoftware, Bergaufstieg, Bremsversagen…

Geplant ist eine Radreise zum Bodensee in zwei Tagestouren. Von dort wird es dann weitergehen Richtung Westen; alles andere ist noch ziemlich offen und wird unterwegs entschieden werden.

Meine aktuelle Packliste für Radreisen ist im Wiki zu finden, siehe hier.

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Streckenplanung

Geplant ist am ersten Tag eine Strecke von ca. 84 km bis zu einem Campingplatz in der Nähe von Albstadt. Das entspricht dem halben Weg zum Bodensee. Man fährt dabei über Herrenberg und Rottenburg am Neckar.

Für die Route nutze ich die Webseite OpenRouteService.org; leider funktioniert aktuell das Höhenprofil nicht, was sich später noch als fatal herausstellen wird. Als Eigenschaften für die Strecke kreuze ich “Cycle Tour” und “Shortest Route” an.

Die so entstandene Route wird als GPX-Datei exportiert, und dann in OsmAnd geladen.

Los gehts…

Es ist Wetter. Für mich gibt es kein schönes oder unschönes Wetter, es gibt gefährliches Wetter, wie z. B. Gewitter, Sturm oder Hagel. Jedes andere Wetter verlangt nur entsprechende Kleidung. Es ist aber trocken.

Schlechte Wege

Anstatt mich auf der glatten Landstraße entlang zu führen, führt mich die Navigation laut berechneter Route auf den geschotterten Wegen entlang, die dann auch noch auf und ab gehen, obwohl die Landstraße eben ist. Das ist ein bisschen demotivierend.

Waldweg

Nach ca. 30 km lotst mich das Navi dann kurz nach dem Ort Gechingen in einen Wald und nach wenigen Metern auf einen seit Jahren nicht mehr benutzten, total zugewachsenen Waldweg.

“Cycle Tour”?`… nein danke. Ich fahre wieder zurück, verwerfe erst einmal die Route von OpenRouteService und lasse mir von OsmAnd zusammen mit BRouter eine Alternative berechnen. Doch statt der 84km sind das jetzt leider 105km für die gesamte Strecke von meinem Wohnort bis Albstadt. Das wars dann mit der Gemütlichkeit. Ich endscheide mich für die längere Strecke, da noch genug Zeit ist und fahre fortan über Landstraßen oder zumindest geteerte Feldwege.

Probleme mit der Navigationssoftware

Zwischendurch passiert es immer wieder, dass OsmAnd die Abbiegeanweisungen nicht per Sprache ausgibt und so verfahre ich mich mehrmals. Da das Display so eingestellt ist, dass es nur bei eben diesen Anweisungen kurz angeht, dauert es immer etwas, bis ich das merke, weil ich plötzlich in die falsche Himmelsrichtung fahre.

BRouter auch nicht perfekt…

Ich folge jetzt brav der Route von OsmAnd und stehe plötzlich vor einem Aufstieg mit insgesamt sieben oder acht Treppen mit sehr steilen Treppenstufen. Das ist also die Strecke für Fahrradfahrer von BRouter?

Habe bei BRouter in der Vergangenheit schon einmal die Erfahrung gemacht, dass man plötzlich vor Treppen steht; das Material scheint nicht mehr ganz aktuell zu sein …? Wobei die Treppen nicht sehr neu aussehen.

Ich raste kurz, esse etwas und mache mich daran, mein Fahrrad die Treppen hochzuschieben.

Und was spare ich mir damit? Wenige Meter Straße, aber das erfahre ich erst am nächsten Tag:

hechingen_treppenwitz

Ausserdem passiert es mal wieder, dass mich BRouter auf seltsamen Wegen quer durch ein ganzes Dorf schickt, obwohl ich direkt nach rechts auf die Hauptstraße abbiegen könnte. Klar, BRouter ist darauf aus, Höhenmeter zu sparen, aber für mich gehts die Hauptstraße nur den Berg runter.

Fataler Fehler und ein sehr anstrengender Aufstieg auf das “Zeller Horn” mit voll gepacktem Rad

Als ich in der “Oberstadt” ankomme, sind es laut meiner aktuellen Route noch 35km bis zum Campingplatz. Da die vorherige Route von OpenRouteService.org immer noch auf dem Display in sanftem Rot angezeigt wird, sehe ich, dass diese ziemlich gerade nach unten verläuft, während die aktuelle viele Schleifen zieht.

Ich entscheide mich für die kürzere Route, denn diese ist nur 18km lang und ich bin schon ziemlich erschöpft. Ein fataler Fehler 😛

Zuerst geht es auf einen Feldweg mit ziemlich grobem Schotter; da kann man vielleicht mit einem Fatbike noch fahren, aber nicht mit meinen schmalen Tourenreifen. Ich schiebe also. Dann geht es in den Wald hinein und der Weg wird besser, ich schiebe trotzdem, weil ich keine Kraft habe. Es wird langsam steiler und ich bekomme immer wieder Zweifel, ob ich nicht doch den längeren Weg nehmen soll. Aber es wird bald dunkel und ich will nicht im Dunkeln fahren müssen, also weiter…

Zwischendurch fahre ich immer mal wieder ein Stück, aber die meiste Zeit schiebe ich.

Es wird steiler und ich begegne einer Gruppe von Wanderern, die sich etwas zu wundern scheinen, was ich mit dem Fahrrad hier will.

Einer von ihnen sagt mir, die Steigungen haben jetzt ein Ende, aber er sagt direkt, dass das ein Witz war.

Wenige Meter später um die Ecke kommt eine Steigung, die so steil ist, dass ich Bedenken habe, mein voll beladenes, 48kg wiegendes Fahrrad überhaupt da hoch bekommen zu können. Und dann auch noch Schotter. Für die 100m oder weniger benötige ich sehr viel Zeit. Fahrrad nach vorne schubsen, Bremse drücken und einen Schritt nach vorne gehen. Schreien hilft auch ab und an mal 😛

Und jetzt? Nach links geht ein Weg ab, der den Hinweis gibt, dass es sich um einen “Beruhigten Teil des Waldes handelt, den man weder zu Fuss noch sonstwie betreten sollte.” Der sieht aber besser aus als die andere Seite; dort ist nur ein schmaler Pfad weiter nach oben. Ich entscheide mich für letzteren, der passt bessser zu der Route.

Einige Meter später wird aus dem schmalen Pfad ein sehr steiler Geröllpfad. Also muss ich wieder mein Rad Meter um Meter hochschubsen. Das ist sehr anstrengend und ich hoffe nur, dass ich wieder aus dem Wald raus bin, bevor es dunkel ist.

Irgendwann hat die Quälerei endlich ein Ende und ich bin oben angekommen auf dem Berg. Es ging von 541 Höhenmetern hoch auf ~900m.

Das war ein durchaus schwieriger Wanderweg, aber definitiv nichts fürs Fahrrad, erst recht nicht für ein voll gepacktes. Wie auch immer der Routenplaner von OpenRouteService.org darauf kommt. Ich werde denen mal eine Nachricht deswegen schicken, dann können sie das Problem beheben 🙂

Man kann das Problem übrigens auf deren Webseite nachvollziehen, in dem man die Streck in der Mitte von Hechingen startet und den Zielort Lautlingen angibt. Dann noch das “Fahrrad”-Profil auswählen und in den Einstellungen beim Zahnrad “Cycle Tour” und “Shortest Route” ankreuzen.

Hier das Höhenprofil des “Aufstiegs” aus der per OsmAnd aufgezeichneten GPX-Datei; es ist ein Screenshot der Anwendung Viking:

aufstieg_hechingen_berg__viking_hoehenprofil

Der erste “Hubbel” bei ca. 3,2km ist der sehr steile Schotterweg.

82 Minuten habe ich für den gesamten “Aufstieg” benötigt.

Und hier der genaue Streckenverlauf der aufgezeichneten GPX-Datei in Viking dargestellt:
aufstieg_hechingen_berg_viking_streckenverlauf

Die Striche oben im Bild sind Wege, keine Höhenlinien.

Und hier noch ein Screenshot des Geschwindigkeitsverlaufs; unter 6km/h heisst es wurde geschoben:

aufstieg_hechingen_berg_viking_geschwindigkeitsverlauf

Nochmal zur Erinnerung: Eingestellt habe ich im Routenplaner “Cycle Tour” und “Shortest Route”…

Bremsversagen…

Auf dem “Gipfel” angekommen, muss ich direkt wieder steil hinunter, aber so, dass man gut fahren kann, vielleicht 500 Meter weit. Ich bremse bis zum Anschlag und plötzlich lässt die Bremswirkung rasch nach. Es wird glücklicherweise wieder flacher und ich kann noch gut auf einer Wiese zum Stehen kommen.
Ich betrachte meine Bremsen und seitdem weiss ich, wie heiss diese Scheibenbremsen werden können, und auch, wie die glühenden Bremsbeläge riechen. Nach vielleicht zwei Minuten Pause ist die Bremswirkung wieder da. Trotzdem werde ich in den nächsten Tagen bei einem Fahrradmechaniker vorstellig werden.

Campingplatz

Natürlich komme ich zu spät am Campingplatz bei Albstadt an und die Rezeption hat schon zu. Es ist auch keiner mehr da, den man ansprechen könnte. Die sanitären Einrichtungen sind nur per RFID-Chip zugänglich. Ich erkläre jemandem meine Verspätung und der öffnet mir mit seinem Chip dankenswerterweise die Türe 🙂

Vorher habe ich bereits mein Zelt aufgebaut und mich währenddessen gefragt, welcher schlaue Fuchs auf die Idee kam, einen komplett steinigen Boden als Zeltwiese auszuzeichnen; selbst mithilfe eines Holzscheitels konnte ich die Heringe nur sehr leicht bzw. meist gar nicht in den Boden bekommen.

Als das Zelt aufgebaut war, fing es auch schon an zu nieseln und dann richtig zu regnen.

Ich bin total erschöpft und gehe direkt um ~20:xx Uhr schlafen, obwohl ich eigentlich gerne noch was essen würde.

Fazit des ersten Tages

  • Gefahrene Strecke: 95,21km
  • Maximale Geschwindigkeit: 54,06km/h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,62km/h
  • Reine Fahrzeit (inklusive Schiebezeit): 06:30:40

Oder: Zu viel, zu hoch, zu weit, kein einziges Foto gemacht; aber ich bin unterwegs 🙂

Schlaf jetzt.

Hier gehts zum nächsten Tag der Radreise…

Very useful feature in OsmAnd

I have been using OsmAnd for years now but discovered this feature only recently…

“Settings” -> “Navigation” -> “Turn screen on”

What does it do? When your screen is off, OsmAnd turns it on for a few seconds when you get instructions and then turns it off again. The time frame is long enough to get a quick overview of the current track.

Even if your screen is locked it turns on without the need to unlock, at least if you stay within OsmAnd. To access other applications you need to unlock first.

This is much better than turning your screen on every time you get some instructions or to follow “blindly” to the instructions which can become difficult in some situations…

I don’t understand why this feature is not enabled by default.

osmand_turn_screen_on_if_off_feature

“Lowrider” für ein Mountainbike mit Federgabel

Um auf zukünftigen Touren/Reisen auch Vorderrad-Taschen nutzen zu können, benötigte ich einen “Lowrider” für mein Mountainbike.

Das ist ein Gepäckträger für das Vorderrad, an den man Taschen befestigen kann.

Habe den Lowrider “Raider Front” von Zefal gekauft und bin damit bisher sehr zufrieden.

Er wird am unteren Rohr der Federgabel befestigt; dadurch muss man etwas vorsichtiger fahren, weil das Vorderrad schwerer ist und bei Bordsteinkanten nicht mehr so leicht nach oben gedrückt werden kann.

Bei VBrakes werden oben Verschraubungen verwendet, die an die Befestigungen der Bremsen angeschraubt werden und unten Schellen. Bei Scheibenbremsen kommen die Schellen oben und unten zum Einsatz.

Das Befestigen war vielleicht in 30 Minuten erledigt und zur Sicherheit, um den Lack nicht zu verkratzen, habe ich das Rohr vorher mit etwas Isolierband “geschützt”.

Erst war ich skeptisch ob die Schellen halten würden aber nach einigen Testkilometern mit voll beladenen Vorderrad-Taschen war ich beruhigt; alles hält seitdem.

Der montierte Lowrider am Vorderrad mit Federgabel
Der montierte Lowrider am Vorderrad mit Federgabel
Von oben…

Alle weiteren Informationen, Erfahrungen usw. zu diesem Lowrider werden im Wiki hinterlegt, siehe hier.

Strom für Unterwegs – dank eines Solarpanels – fürs Radfahren oder Wandern…

Will man unterwegs auf Touren/Radreisen Technik benutzen, dann braucht man Strom; sehr viel davon. Z. B. ist bei eingeschaltetem GPS die Batterie meines Android-Geräts schon nach ca. 3 Stunden leer.

Die Erste Idee – Nabendynamo mit Pufferakku

Meine erste Idee für die Stromversorgung unterwegs war E-Werk von “Busch und Müller”. Dieses Gerät wird an einen Nabendynamo angeschlossen und wandelt den Wechselstrom des Dynamos in Gleichstrom mit einstellbarer Stromstärke und Spannung um.

Dazu gibt es vom selben Hersteller einen Pufferakku.

Statt dieses Pufferakkus hätte ich für mein Fahrrad meine Powerbank mit ca. 15600 mAh genutzt. Damit kann ich mein Android-Gerät ca. 7 mal voll laden.

So ein Nabendynamo selbst liefert maximal 3W; zieht man die Verluste beim Laden ab, kommt bei der Powerbank vermutlich nicht mehr allzuviel an, um die genannte Powerbank komplett zu laden. Und dabei dürfen weder Taglicht noch Nachtlicht an sein.

Habe schon viele Fahrräder gesehen, bei denen so ein Setup verbaut war.

Solarpanel als Alternative

Als ich über dieses Setup mit einem Menschen sprach, der sich mit dem Thema Solarstrom beschäftigt, hatte dieser eine andere Idee für mich: Ein Solarpanel, das ist erstens viel günstiger als meine erste Idee ist mit dem Nabendynamo und zweitens liefert es mehr Leistung als 3W.

Abgesehen davon hat mein Mountainbike, mit dem ich mittlerweile fast immer unterwegs bin, keinen Nabendynamo. Und man kann das Solarpanel auch nutzen, wenn man ohne Fahrrad unterwegs ist, siehe unten.

Und so kam es, dass dieser Mensch mir ein Solarpanel zum Testen überließ.

Es war ein “Anker PowerPort Solar Lite, Modell A2422” mit zwei USB-Anschlüssen. Als Peak bei direkter Sonneneinstrahlung liefert das Panel 15 Watt; selbst bei nicht optimalen Verhältnissen wird es vermutlich noch sehr viel mehr sein als die 3W des Nabendynamos. Das Panel gibt es ab ca. 40 Euro zu kaufen. Ein paar Informationen zum Panel gibt es auch in meinem Wiki, siehe hier.

Hier das Panel zusammengeklappt auf einem Blatt Papier der Größe DIN A4:
groessenvergleich_solarpanel_zusammengefaltet_din_a4

Ausgeklappt ist es dreimal so groß.

Das Setup ist dann: Solarpanel -> Powerbank als Puffer.

Und bei Bedarf: Powerbank -> USB-Gerät.

Es ist auch möglich, gleichzeitig die Powerbank zu laden und mit der Powerbank andere Geräte zu laden.

Und wie bzw. wo befestigt man so ein Solarpanel?

Möglichkeit 1: Befestigung am Rucksack

Unterwegs kann man das Panel z. B. am Rucksack befestigen:

Das ist aber nur dann effektiv, wenn man die Sonne hinter sich hat.

Möglichkeit 2: Befestigung an der Lenkertasche des Fahrrads

Fährt man der Sonne entgegen, dann bringt das Panel am Rucksack nicht allzu viel; dann kann man es vorne am Fahrrad befestigen.  In meinem Fall an der Lenkertasche, siehe hier.

Möchte man noch mehr Leistung herausholen, dann kann man z. B. ein Lineal an die Unterseite des Panels befestigen, sodass beide Panelteile in gleicher Höhe sind und das vordere nicht abgewinkelt ist.

Und wie funktioniert das in der Praxis?

Bei einer mehrtägigen “Reise” bei schönem Wetter hatte ich immer mehr als genug Strom verfügbar und das Android-Gerät war immer voll geladen.

Auf normalen Tagestouren verwende ich das Solarpanel immer und auch zuhause lade ich meine Geräte meist nur per Powerbank und habe trotzdem immer genug Strom.

Wie es bei stark bewölktem Wetter aussieht, wird sich noch zeigen, der Herbst kommt ja bald… werde dann hier berichten.

Praxisbeispiel – Akku des Androidgeräts direkt laden bei schönstem Sonnenwetter

Das Android-Gerät wurde direkt vom Solarpanel geladen; bei solchem Wetter ist das, soweit ich weiss, kein Problem, da kontinuierlich Strom fließt. Gibt es dagegen immer wieder Wolkenfelder, sollte man stattdessen die Powerbank laden und über die dann das Android-Gerät.

Es sah während des ganzen Versuchs so aus:
2016-05-05_solarpanel_and_weather_1

2016-05-05_solarpanel_and_weather_2

2016-05-05_solarpanel_and_weather_3

Und die Daten hierzu:

Uhrzeit mAh Ampere Volt Status Himmel Akkustand
Start um: 13:05 0,00 0,90 5,14 Wolkenfrei, siehe Bild 25,00%
13:51 652,00 0,82 5,15 wie vorher  weiss nicht mehr 😛
14:03 799,00 0,82 5,15 wie vorher 80,00%
14:24 1009,00 0,32 5,22 wie vorher 92,00%

Habe dann abgebrochen, weil ich los wollte; aber noch knapp 10 Minuten hätten laut Anzeige gefehlt bis 100%. Der Akku meines Android-Geräts hat 2100mAh.

\o/

Ich bin jetzt seit ca. 6 Monaten sehr zufrieden mit dem Solarpanel zur Stromversorgung.

Passt 🙂

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